Tag: Pressefreiheit


Wächterpreis

Online am: 04.05.2003 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Der vergessene Krieg: Mutige Journalisten + Tschetschenien

Tschetschenien - politisch derzeit ein Teilgebiet der Russischen Föderation - ist wie Afghanistan: Seit mehreren Jahrhunderten kämpfen die Einwohner gegen Fremdherrschaft. Als sich die Republik 1991 nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums für unabhängig erklärt, kommt es - mal wieder - zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Offiziell sind die längst beendet. Aber eben nur offiziell. 2002 haben sich zwei Korrespondenten von Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Rundschau inkognito auf den Weg gemacht - so wie seinzeit Anna POLITKOWSKAJA. Um über den vergessenen Krieg zu berichten.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2007 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Besuch der Alten Dame beim Hamburger Abendblatt

Eine "Alte Dame" mit Rentnerporsche steht in der Redaktion des Hamburger Abendblatt. Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte: erst wurde sie entmündigt, dann enteignet. Es geht um ein 7.500 qm großes Grundstück, das der Bürgermeister von Kummerfeld kaufen möchte. Sie aber will nicht verkaufen. Dann wurde sie plötzlich für geschäftsunfähig erklärt. Die erste Tat des neuen "Betreuers": Er verkauft das Grundstück an die Gemeinde. So abenteuerlich die Geschichte klingt: sie stellt sich als real heraus. Grund für zwei Journalisten, der Sache auf den Grund zu gehen. Nun stellen sich plötzlich presserechtliche Hindernisse in den Weg. Der neue 'Vormund' hat auch einen bekannten Presseanwalt eingeschaltet ...

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Online am: 19.03.2011 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Eine kleine Zeitung mit hartnäckigem Engagement: ARSENJEVSKIJE VESTI

Wer sich in Russland mit den politisch Großen und wirtschaftlich Mächtigen anlegt, macht sich schnell unbeliebt. Die kleine Zeitung indes hat bis heute überlebt und sich auch durchgesetzt. Die Auflage steigt langsam, aber sie steigt. Auch in Wladiwostok gibt es offenbar immer mehr Menschen, die wissen wollen, was wirklich passiert. Ein kleines Portrait: über die Zeitungsmacher und einige ihrer Geschichten.

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Online am: 04.02.2010 | Aktualisiert am: 21.10.2015

Batumelebi - eine georgische Zeitung gegen den Mainstream

Eine junge Zeitung, die zudem von jungen Leuten gegründet und in Gang gehalten wird, hat es in einem Land, das von staatlichen Medien kontrolliert wird, schwer. Das wöchentlich erscheinende Blatt wird inzwischen auch überregional gelesen.

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Online am: 06.03.2009 | Aktualisiert am: 03.11.2015

Der BND und "Curveball"

Dieses Bild gehört zu den größten "Fakes" der Weltgeschichte: vorgestellt vom US-Außenminister POWELL 2002 vor dem Sicherheitsrat der UN. Es sollte die kriegslüsterne Ausstattung mit ABC-Waffen von Saddam HUSSEIN im Irak beweisen. Und (endlich) einen Grund für einen zweiten Irak-Krieg liefern. Der Einflüsterer: ein irakischer Flüchtling, der mit seinen Geschichten in Deutschland bessere Asylkonditionen herausholen wollte: "Curveball", wie ihn der BND bezeichnete ...

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Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.05.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Spendenskandal beim Kinderhilfswerk UNICEF

Einrichtungen wie UNICEF bzw. das "Deutsche Komitee für UNICEF e.V." sind non-profit - Organisationen, die vom Vertrauen derer leben, wenn ihnen Gelder für wohltätige Zwecke anvertraut werden. Dazu bedarf es ausreichender Transparenz und aktiver Kommunikation darüber, wo und wie dieses Geld verausgabt wird. Beziehungsweise den "Kindern der Welt" zugute kommt. Bei UNICEF war letzteres bis 2008 nicht der Fall. Recherchen und Berichte der Frankfurter Rundschau haben das geändert ...

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Wächterpreis

Online am: 03.05.1970 | Aktualisiert am: 30.12.2015

Bremer Filz - Baulandskandal 1969

Der Bremer Baulandskandal aus dem Jahre 1969 gehört zu den größeren Affären der Republik. Auch wenn die Vorgänge regional begrenzt waren. Die Affäre vermittelt ein typisches Spiegelbild politischer und wirtschaftlicher Verfilzung wie sie damals weit verbreitet war im Nach-Nachkriegsdeutschland der 60iger Jahre. Eine Rekonstruktion auch dazu, wie der damals junge Redakteur diese Geschichte überhaupt machen konnte. Und dafür den allerersten "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekam. Allerdings nicht ohne Komplikationen.

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Wächterpreis

Online am: 05.05.2005 | Aktualisiert am: 10.01.2016

Die "Putzfrauenaffäre" von Zell am Main

Der Bürgermeister von Zell am Main (Würzburg) lässt sich von der 'Putzfrau', die fürs Reinigen im Rathaus zuständig ist, sein Privatauto waschen - in der Dienstzeit. Der Vorfall wird bekannt und führt zu einer Anfrage im Gemeinderat. Der Bürgermeister verspricht Besserung. Und kündigt sozusagen seiner 'Putzfrau'. Die Lokalzeitung macht einen Bericht darüber. Es ist der Beginn einer längeren Affäre, in der der Bürgermeister die Informationsfreiheit der Zeitung beschneiden will. Die klagt vor Gericht. Und gewinnt.

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Online am: 26.10.2012 | Aktualisiert am: 21.01.2016

Die SPIEGEL-Affäre 1962 und danach

Der Einmarsch der staatlichen Macht in Gestalt eines Sonderkommandos des BKA, angeführt durch einen ehemaligen strammen SS-Hauptsturmführer, sowie des Militärischen Abschirmdienstes, unterstützt von Kriminalpolizisten in die Redaktionsräume des SPIEGEL markiert einen Wendepunkt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Von da an war vieles nicht mehr so wie vorher. Auf der politischen Bühne musste der Bundesverteidigungsminister, Franz Josef STRAUSS, zurücktreten, ADENAUER seinen Abgang ankündigen. Der Angriff auf die Pressefreiheit hatte viele Folgen. Die wichtigste: Auf Seiten der Zivilgesellschaft erwachte die Demokratie, die es bisher nur auf dem Papier gab.

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Online am: 01.03.2010 | Aktualisiert am: 11.02.2016

Nowaja Gaseta - die Neue Zeitung in Russland

1993 von ehemaligen Journalisten der russischen 'BILD-Zeitung' (Komsomolskaja Prawda) gegründet und von Mikhail GORBATSCHOW sowie einem (inzwischen) regimekritischen Oligarchen finanziell abgesichert, ist bei dieser Zeitung vieles neu: Die Auflage ist mit rund 300.000 Exemplaren in dem Nichtzeitungsland Russische Föderation vergleichsweise hoch. Noch höher: die inoffizielle Reichweite - aufgrund ihrer akribischen Reportagen und Recherchen wird sie von fast allen Mächtigen gelesen. Und gehasst. Mit entsprechenden Folgen: Es gibt wenig Zeitungen auf der Welt, die so viele Journalisten 'verloren' haben. Darunter z.B. auch Anna POLITKOWSKAJA. Sie wurde an PUTIN's Geburtstag im Jahr 2006 erschossen.

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Online am: 14.02.2011 | Aktualisiert am: 11.02.2016

Michael BEKETOV: der Journalist, seine Stadt, die Autobahn und der Wald von Chimki

Erst für die Stadtverwaltung des Moskauer Vorstadt Chimki tätig, dann die Seiten gewechselt und eine eigene Zeitung gegründet: die "Wahrheiten aus Chimki". Schnell geriet der ehemals staatstreue Journalist, der danach über Filz und Korruption schrieb, ins Visier der neuen Mächtigen. Er wurde bedroht, dann zum Krüppel zusammengeschlagen, konnte danach nicht mehr sprechen. Sein letztes Thema und Engagement: der Autobahnbau, der den Wald von Chimki frisst. Vom Krüppeldasein konnte sich BEKETOV nicht mehr erholen - er starb 2013 im Alter von 55 Jahren. Seine Arbeit wird aber weitergeführt.

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Online am: 01.10.2009 | Aktualisiert am: 25.02.2016

Menschen - Medien - Demokratie

So nennt sich das Projekt. Es besteht aus drei Bausteinen. Darunter: eine Kooperation zwischen dem DokZentrum ansTageslicht.de und dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik. Anders gesagt: eine Kooperation zwischen Moskau und Berlin.

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Online am: 01.09.2012 | Aktualisiert am: 03.03.2016

Die neue Zivilgesellschaft in Russland

Medien und Menschen verändern die Welt, so lautet das Credo des DokZentrums ansTageslicht.de. Deshalb bleibt auch in Russland nichts wie es ist. Änderungen gehen manchmal halbwegs schnell von Statten. Meistens dauert alles etwas länger. Prognosen stellen kann keiner. Aber beschreiben, was vor und hinter den Kulissen geschieht. Wir versuchen die Entwicklung der neuen Zivilgesellschaft in Russland abzubilden. Es sind russische Studenten, die das im DokZentrum machen.

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Online am: 19.05.2008 | Aktualisiert am: 19.04.2016

Victoria IVLEVA - eine russische Fotografin

Sie hat wenig ausgelassen - schon zu Sowjetzeiten. Wollte immer und überall Land und Leute dokumentieren, sprich fotografieren. Sogar in den verseuchten und gesperrten Reaktor von Tschernobyl ist sie hineingekommen.

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Online am: 02.09.2016 | Aktualisiert am: 02.09.2016

Unabhängige Medien in Russland

Es gibt sie. Nicht so viele, aber immerhin. Sie bedienen spezifische Nischen. Oder sie wagen sich sogar weiter vor. Nicht nur die Nowaja Gaseta, Echo Moskwy oder Sowerschenno Sekretno. Das Land ist riesig. Und nicht so einfach überall von oben herab zu regieren. Wir portraitieren 26 Beispiele.

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