Tag: Courage


Wächterpreis

Online am: 03.05.2011 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Sexueller (Macht)Missbrauch - eine unendliche Geschichte auch in Deutschland

Mit dem Motto Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter fordert die Bundesregierung seit Ende 2010 Menschen auf, Täter beim Namen zu nennen. Egal ob betroffene Opfer, Mitwisser oder jene Hinweise geben, die nur eine konkrete Vermutung haben. Denn sexueller Missbrauch ist seit dem 28. Januar 2010 zum Thema auch in Deutschland geworden. Grund: Die Berliner Morgenpost konnte konkret über Vorfälle am bekannten Berliner Canisius-Kolleg berichten, die alle wachgerüttelt haben. So dass auch jene Vorfälle beachtet wurden, die sich Jahre zuvor an der berühmten Odenwald-Schule abgespielt hatten. Die Serie der Berliner Morgenpost wurde mit einem "Wächterpreis" geehrt.

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Whistleblower

Online am: 02.04.2015 | Aktualisiert am: 21.08.2015

Margrit HERBST im Kampf gegen die Rinderseuche BSE

Dass zermahlene Tierkadaver, die als Tiermehl im Futter von Rindern verwendet werden und später als Rindfleisch auf dem Essteller landen, nicht gerade appetitanregend wirken, leuchtet - zumindest heute - ein. Heutzutage wissen wir über Nahrungsketten mehr als vor über 20 Jahren. Dass Tiermehl, produziert aus an der Scrapie (Schafskrankheit) verendeten Lämmern, nicht nur die Rinder, sondern auch gefährlich für die Menschen werden kann, darauf hat z.B. die Veterinärin Dr. Margrit Herbst schon sehr frühzeitig ab 1990 hingewiesen. Ziemlich erfolglos - sie wurde wenig gehört. Aber für ihre Warnungen gekündigt. Erst im Jahr 2000 wurde die Problematik dann offiziell bestätigt. Dann war es sogar ein Thema für die BILD-Zeitung. Und löste politisch ein Chaos aus. Der Rücktritt zweier Minister (Landwirtschaft, Gesundheit) war nur der Anfang. Wir dokumentieren das Problem BSE und den Kampf der Whistleblowerin Margrit HERBST um Öffentlichkeit.

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Whistleblower

Online am: 01.04.2015 | Aktualisiert am: 20.08.2015

Rudolf ELMER: gegen Steuerflucht und Bankhaus Julius Bär

Wo und wie gewährt man Betrügern, korrupten Politikern, Drogenhändlern oder Mördern steuerlichen Unterschlupf, wenn man das noble Ansehen zuhause, im Bankenviertel von Zürich, nicht beschädigen will? Man macht es "offshore". Zum Beispiel auf Cayman Island. Einer der dagegen aufgestanden ist, wurde zum Whistleblower. Bis heute: Rudolf ELMER. Im Kampf gegen die Steuerflucht und die größte Privatbank in der Schweiz: Julius Bär.

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Whistleblower

Online am: 01.08.2014 | Aktualisiert am: 14.09.2015

Inge HANNEMANN – Kampf den Hartz IV-Sanktionen im Jobcenter

Inge HANNEMANN ist eine (ehemalige) Mitarbeiterin eines Jobcenters in Hamburg-Altona, die aufgrund ihres kritischen Blogs über das Hartz-IV-System seit April 2013 von der Arbeit freigestellt, aber nicht gekündigt wurde. HANNEMANN war die erste Mitarbeiterin eines deutschen Jobcenters, die sich öffentlich kritisch gegen die Arbeitsmarktpolitik der Agenda 2010 äußerte. Wir haben ihre Geschichte und ihre Beweggründe dokumentiert.

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Whistleblower

Online am: 22.08.2012 | Aktualisiert am: 24.08.2015

Natalja WASSILJEWA – eine Pressesprecherin in Russland wird zur Whistleblowerin

Damit hatte niemand gerechnet: Dass kurz nach der zweiten Verurteilung des Oligarchen und PUTIN-Kritikers Mikhail CHODORKOWSKI im Dezember 2010 jemand öffentlich erklären würde, wie das Urteil zustande gekommen ist. Die (damalige) Pressesprecherin des Gerichts und Mitarbeiterin des Richters Nikolai DANILKIN hat es gewagt. Sie musste dafür auch die (beruflichen) Konsequenzen tragen. AnsTageslicht.de hat sie interviewt.

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Online am: 19.03.2011 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Eine kleine Zeitung mit hartnäckigem Engagement: ARSENJEVSKIJE VESTI

Wer sich in Russland mit den politisch Großen und wirtschaftlich Mächtigen anlegt, macht sich schnell unbeliebt. Die kleine Zeitung indes hat bis heute überlebt und sich auch durchgesetzt. Die Auflage steigt langsam, aber sie steigt. Auch in Wladiwostok gibt es offenbar immer mehr Menschen, die wissen wollen, was wirklich passiert. Ein kleines Portrait: über die Zeitungsmacher und einige ihrer Geschichten.

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Whistleblower

Online am: 20.07.2015 | Aktualisiert am: 20.10.2015

(Ex)Tour de France-Sieger Lance ARMSTRONG

Spitzensportler, Tour de France-Rekordhalter, Krebsbesieger. Für viele galt er lange Zeit als sportliches Idol und Held des Radsports. Doch nun ist bewiesen, dass diese über Jahre anhaltende Dominanz nicht durch hartes Training entstand, sondern, dass auch ARMSTRONG - wie viele seiner Radsport-Kollegen - mit systematischem Doping nachhalf. Die USADA (US-Anti-Doping-Agentur) deckte den Betrug 2012 schließlich auf. Dabei spielten auch Whistleblower wie Betsy und Frankie ANDREU und Floyd LANDIS eine große Rolle. Anfang 2013 gestand ARMSTRONG dann ein, was nunmehr jedem klar war: die Einnahme von Dopingmitteln während fast seiner gesamten Radsport-Karriere. Das (ehemalige) Sportidol geht nun als Betrüger in die Annalen ein ...

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Online am: 04.02.2010 | Aktualisiert am: 21.10.2015

Batumelebi - eine georgische Zeitung gegen den Mainstream

Eine junge Zeitung, die zudem von jungen Leuten gegründet und in Gang gehalten wird, hat es in einem Land, das von staatlichen Medien kontrolliert wird, schwer. Das wöchentlich erscheinende Blatt wird inzwischen auch überregional gelesen.

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Whistleblower

Online am: 27.06.2008 | Aktualisiert am: 28.10.2015

Altenpflege: Brigitte HEINISCH in Berlin schlägt Alarm

Darf eine Altenpflegerin Alarm schlagen, wenn sog. bettlägrige Heimbewohner bis zur Mittagszeit ungewaschen bleiben? Und teilweise in ihrem Urin und Kot liegen (müssen)? Der Berliner Gesundheitskonzern Vivantes meint 'nein'. Brigitte HEINISCH sagte "ja!". Deswegen musste sie sich durch alle Instanzen der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit klagen. Und dann vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Erst dort hatte sie Erfolg: Whistleblowing ist ein Menschenrecht. Und das Recht der Öffentlichkeit auf Information ist wichtiger als das Geschäftsinteresse von Unternehmen.

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Whistleblower

Online am: 01.02.2012 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Harald FRIEDRICH und das (schlechte) Trinkwasser aus der Ruhr

Die Karte veranschaulicht, worum es in diesem Whistleblowerfall geht: um die Versorgung von rund 4 Millionen Menschen entlang der Ruhr mit Trinkwasser. Dabei nimmt die Ruhr auf der einen Seite die Abwässer der Industrie und der Haushalte auf, auf der anderen Seite wird aus diesem "Oberflächengewässer" das Trinkwasser gewonnen. Bei perfektionierten Kläranlagen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die auf dem neuesten Stand der Technik wären, eigentlich kein Problem. Eigentlich.

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Whistleblower

Online am: 03.08.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Datenmissbrauch und Datenhandel: Detlef TIEGEL schlägt Alarm

"Das Wohl vieler überwiegt das Wohl des Einzelnen!" Dies ist nicht nur das Leitmotiv des Mr. SPOCK vom Raumschiff Enterprise, sondern auch die Devise von Detlef TIEGEL, geboren 1972 und seit 1996 in der Call-Center-Branche aktiv. 2008 kam es für ihn zum Schwur: Er entschied sich für das "Wohl vieler" ...

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Whistleblower

Online am: 21.05.2011 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Guido STRACK: Ein EU-Beamter gegen OLAF

1999 musste die komplette EU-Kommission zurücktreten - unter dem Druck der Öffentlichkeit. Selbstbedienung, Begünstigung und Korruption hatten ein unerträgliches Maß erreicht. Die neue Kommission lobte Besserung. Was daraus geworden ist, erfahren Sie hier an diesem Fall des ehemaligen EU-Beamten Guido STRACK. Die Geschichte beginnt 2002. Und ist bis heute nicht zu Ende.

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Whistleblower

Online am: 23.01.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

'Singen' für Europa: Stanley ADAMS - ein Whistleblower gegen Hoffmann-La Roche

Ein hochrangiger Manager des Schweizer Pharma-Multi Hoffmann-La Roche steigt aus und gibt der EU-Kommission in Brüssel interne Unterlagen über das weltweite Vitamin C-Kartell. Die Kommission durchsucht den Konzern, agiert aber ausgesprochen unprofessionell - die Pharma-Manager können sehen, wer der Informant war. Der wird jetzt gejagt, heimlich, während er sich in Sicherheit wiegt: zugesagter Schutz der EU-Kommission. Doch damit ist es nicht weit her. Stanley ADAMS wird geschnappt und wegen "Spionage" angeklagt. 20 Jahre Haft stehen in der Schweiz auf diesen Tatbestand.

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Whistleblower

Online am: 03.03.2008 | Aktualisiert am: 08.11.2015

Gegen gefälschte Statistiken in den Arbeitsämtern: Erwin BIXLER

Eine Pressekonferenz im Wohnzimmer, die nicht sein durfte. Damit begann die Reform der Arbeitsmarktpolitik ab 2002. Sie endete in mehreren "Hartz-Reformen", z.B. "Hartz IV". Auslöser: Flächendeckende Manipulationen der Statistiken durch die Arbeitsämter. BIXLER hatte das früh erkannt und aufmerksam gemacht. Doch im Apparat der Arbeitsverwaltung mochte man Kritik oder Hinweise auf Missstände überhaupt nicht. BIXLER wurde totgeschwiegen. Bis er vom Bundesarbeitsminister nach Berlin einbestellt wurde. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf: Die Arbeitsmarktpolitik wurde verändert, BIXLER sozusagen entlassen.

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Whistleblower

Online am: 09.09.2008 | Aktualisiert am: 11.11.2015

Steuerhinterziehung im Finanzamt Münster: Werner Borcharding akzeptiert das nicht

Wenn 'Steuerbetrug' entdeckt wird, kommt es normalerweise zu einem Strafverfahren. Im konkreten Fall hatte man in den Finanzbehörden in Münster versucht, die Straftat 'niedrig zu hängen' bzw. das Ganze niederzuschlagen. Es hätte fast geklappt, wenn nicht der Steueramtsrat Werner BORCHARDING 1994 ein 'Weihnachtspaket' erhalten hätte. Die leidvolle Geschichte eines aufrechten Steuerbeamten.

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Whistleblower

Online am: 27.01.2009 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Whistleblower Holger SPRENGER und VW. Wie der Autokonzern mit engagierten Mitarbeitern umgeht

Was "Hartz IV" bedeutet, weiß jeder. Die meisten kennen auch den Namensgeber: Peter HARTZ, lange Jahre oberster Personalchef bei VW. In seine Ägide fallen die sog. Lust- und Puffreisen von VW - Praktiken, mit denen man sich die Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder gefügig machen konnte. Dieser Skandal kam im Jahr 2005 ans Tageslicht. Bereits vorher gab es einen anderen: Betrug und Korruption im Konzern. Das bekam auch Holger SPRENGER am eigenen Leib zu spüren. Er versuchte dagegen vorzugehen. Und lief auf allen Ebenen auf. Bis hin beim Aufsichtsrat. Als er bei der Hauptversammlung aller Aktionäre Ferdinand PIECH damit konfrontierte, wurde SPRENGER gekündigt. Und weil er viele betriebliche Verbesserungsvorschläge gemacht hatte, aber um die Früchte betrogen wurde, gelang es ihm, sein ihm zustehendes Honorar per Gerichtsvollzieher bei VW einzutreiben.

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Whistleblower

Online am: 03.03.2010 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Missbrauch durch Macht - Ministerialrat Dr. Wilhelm SCHLÖTTERER akzeptiert das nicht

Wer in Bayern als hoher Finanzbeamter darauf dringt, dass auch die "Großkopferten" korrekt ihre Steuern zahlen (sollen), legt sich schnell mit den Mächtigen an. VIP's wie "Kaiser Franz" oder der ehemalige Wienerwald-Chef Friedrich JAHN genossen im Freistaat Bayern lange Sonderstatus. So musste auch Dr. Wilhelm SCHLÖTTERER regelmäßig mit dem Bayern-Chef Franz Josef STRAUSS aneinandergeraten. SCHLÖTTERER wurde degradiert, aufs Abstellgleis geschoben. Kein Grund für den aufrechten Beamten, klein beizugeben. Und inzwischen ist auch vieles anders geworden. "Fälle" wie Uli HOENEß werden nicht mehr einfach so akzeptiert.

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Whistleblower

Online am: 25.04.2013 | Aktualisiert am: 20.11.2015

Mobbing + Whistleblowing in der DZ Bank: Andrea FUCHS zwanzig Mal gekündigt

Urkundenfälschung(en), falsche Eidesstattliche Versicherungen vor Gericht, Insiderverrat, Manipulation(en) in der konzerneigenen Revisionsabteilung - Alltag in der DZ Bank, der Mutter aller Volksbanken und Raiffeisenkassen? Die Dokumente, die wir präsentieren, und die Geschichte, die wir dazu erzählen, sprechen eine klare Sprache. Ebenso die Leidtragende dieser Geschichte: eine ehemalige Wertpapierhändlerin, Andrea FUCHS, die sich gegen derlei Machenschaften zur Wehr gesetzt hatte - sie wurde von der DZ Bank 20 Mal gekündigt ...

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Whistleblower

Online am: 26.02.2010 | Aktualisiert am: 25.11.2015

Steuerfahnder Klaus FÖRSTER gegen den Rest der Republik

Was der Steuerbeamte bei seiner täglichen Arbeit gefunden hatte, sollte sich zu einem der größten Skandale, der Flick-Parteispenden-Affäre ausweiten: Geldwäsche und Steuerhinterziehung in gigantischem Umfang. Die Beteiligten: neben dem Flick-Konzern, der auf diese Weise Steuern sparen wollte, alle große Parteien: CDU und CSU, SPD und FDP. Alle waren sich einig: Die Wahrheit sollte nicht ans Tageslicht kommen. Deshalb wirkte sich auch die Arbeit des aufrechten Steuerbeamten Klaus FÖRSTER schnell aus: "EdeKa" - "Ende der Karriere". Die Wahrheit kam trotzdem ans Tageslicht. Z.B. Geldwäsche mit aktiver Hilfe eines Klosters. Wer würde auch schon auf die Idee kommen, frommen Gottesmännern und gläubigen Nonnen Unredliches zu unterstellen? Rekonstruktion eines riesigen Skandals. Von Anfang an.

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Whistleblower

Online am: 23.02.2015 | Aktualisiert am: 02.12.2015

Wo hierzulande Aufrichtigkeit nicht erwünscht ist: Der Fall Swen ENNULLAT

Zum zweiten Male Whistleblower geworden, mit 38 Jahren. Diesesmal im Land Brandenburg. Ort des Geschehens: Königs Wusterhausen (KW) vor den Toren Berlins. Wer dort Missstände aufgreifen und beseitigen will, hat schlechte Karten: alle Ebenen werden von einer Partei beherrscht, der SPD. Brandenburg ist das Gegenstück zu Bayern: Kontrolleur und zu Kontrollierende sind meistens in derselben Partei. Da kommt offenbar keiner ran. Und wenn doch, dann heißt das Ende der Karriere. Zumindest in Brandenburg.

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Whistleblower

Online am: 05.10.2010 | Aktualisiert am: 09.12.2015

Keine Atomwaffenzünder für den Iran

Waffen verboten" - so wir hier auf diesem Schild heißt es beispielsweise in Hamburger S-Bahn-Bahnhöfen. Waffen in jeglicher Form sind absolut unerwünscht. Denn Waffen sind potenziell gemeingefährlich. Das sieht - im Prinzip - auch die internationale Staatengemeinschaft so, auch wenn sich viele daran nicht halten und Waffenproduktion oder Waffenexport zulassen oder nicht verhindern. In Deutschland ist es - eigentlich - verboten, Waffen oder relevante Bauteile in Krisengebiete auszuführen. Zum Beispiel auch in den Iran. Ein junger Zöllner hatte 2002 nachts und durch sofortiges Handelns genau so etwas verhindert. Er wurde entlassen. Grund: Er habe den Dienstweg nicht eingehalten.

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Whistleblower

Online am: 02.02.2009 | Aktualisiert am: 11.12.2015

David gegen Goliath: Dr. Erich Diefenbacher gegen das Schweizer Bankenkartell

1945 in Wiesbaden wurde er zum Tode verurteilt - in Abwesenheit. Danach wuchs er in der Schweiz auf - seine neue Heimat. 1991 musste er von dort fliehen - nach Deutschland. Die Gründe finden sich in einer geheimen Akte der Schweizerischen Bundespolizei aus dem Jahre 1981 - unter "Motive des Schweizer Banken- und Anwaltkartells für die Eliminierung von Erich Diefenbacher aus dem Schweizer Rechts- und Wirtschaftsleben", gleich zu Beginn der fraglichen Akte.

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Whistleblower

Online am: 25.07.2011 | Aktualisiert am: 16.01.2016

Ernest Bakschetsian - zwischen Mafia und Regierung

Wladiwostok, das Einfallstor für Importe, aber auch Schmuggelwaren aller Art, ist von Moskau weit weg: über 7 Zeitzonen entfernt, weshalb dort auch die Uhren anders ticken. Was in Moskau gewollt wird, muss noch lange nicht in Wladiwostok umgesetzt werden. Dies hat auch Ernest BAKSCHETSIAN zu spüren bekommen, der dort als oberster Zollchef Recht und Gesetz durchsetzen sollte. Und wollte. Die lokalen Strukten vor Ort und in der ganzem Region Primorje ließen das nicht zu: ein dicht gewebtes Netz aus Sicherheitsapparat, örtlichen Politikern und Geschäftsleuten, oft alles in Personalunion miteinander verquickt, sahen ihre Kreise gestört...

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Whistleblower

Online am: 17.07.2009 | Aktualisiert am: 20.01.2016

Gammelfleisch: ein Informant und zwei Journalisten

Journalisten und Medien können immer nur (soviel) berichten, wie sie wissen. Oder wie ihnen zugetragen wird - über die üblichen "Pressemitteilungen" hinaus. Diese Geschichte ist ein Beispiel, wie ganz normale Menschen Veränderungen initiieren können: Letztlich entstand daraus eine Kooperation zwischen der Märkischen Allgemeinen Zeitung und dem TV-Magazin Report Mainz.

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Online am: 01.08.2010 | Aktualisiert am: 27.01.2016

"Altaigate": hinter einem Absturz verbirgt sich ein Politikum

Ein Hubschrauberflug mit VIP's an Bord, u.a. russischen Geschäftleuten, einem Gouverneur sowie dem Kontaktmann des russischen Parlaments beim Staatspräsidenten MEDWEDEW, endet im Absturz: eine technische Panne. So die offizielle Version. Doch aus dem "Unfall" wird schnell ein Skandal: "Altaigate" - in Anlehnung an die bekannte "Watergate"-Affäre. Nicht technische Probleme führten in den Tod, sondern riskante Flugmanöver, um den Passagieren ein illegales Jagdvergnügen zu ermöglichen. Es kommt zu Protesten und Aktionen ... Es ist die erste Geschichte, die das DokZentrum im Sommer 2010 zusammen mit Studierenden des Freien Russisch-Deutschen Instituts für Publizistik (FRDIP) an der Lomonosov-Universität in Moskau rekonstruiert hat. zur ganzen Geschichte

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Online am: 01.03.2010 | Aktualisiert am: 11.02.2016

Nowaja Gaseta - die Neue Zeitung in Russland

1993 von ehemaligen Journalisten der russischen 'BILD-Zeitung' (Komsomolskaja Prawda) gegründet und von Mikhail GORBATSCHOW sowie einem (inzwischen) regimekritischen Oligarchen finanziell abgesichert, ist bei dieser Zeitung vieles neu: Die Auflage ist mit rund 300.000 Exemplaren in dem Nichtzeitungsland Russische Föderation vergleichsweise hoch. Noch höher: die inoffizielle Reichweite - aufgrund ihrer akribischen Reportagen und Recherchen wird sie von fast allen Mächtigen gelesen. Und gehasst. Mit entsprechenden Folgen: Es gibt wenig Zeitungen auf der Welt, die so viele Journalisten 'verloren' haben. Darunter z.B. auch Anna POLITKOWSKAJA. Sie wurde an PUTIN's Geburtstag im Jahr 2006 erschossen.

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Online am: 14.02.2011 | Aktualisiert am: 11.02.2016

Michael BEKETOV: der Journalist, seine Stadt, die Autobahn und der Wald von Chimki

Erst für die Stadtverwaltung des Moskauer Vorstadt Chimki tätig, dann die Seiten gewechselt und eine eigene Zeitung gegründet: die "Wahrheiten aus Chimki". Schnell geriet der ehemals staatstreue Journalist, der danach über Filz und Korruption schrieb, ins Visier der neuen Mächtigen. Er wurde bedroht, dann zum Krüppel zusammengeschlagen, konnte danach nicht mehr sprechen. Sein letztes Thema und Engagement: der Autobahnbau, der den Wald von Chimki frisst. Vom Krüppeldasein konnte sich BEKETOV nicht mehr erholen - er starb 2013 im Alter von 55 Jahren. Seine Arbeit wird aber weitergeführt.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2004 | Aktualisiert am: 15.02.2016

"Folter"-Drohung": ein Mörder, ein totes Kind, ein Polizeivizepräsident

Ein elfjähriger Junge wird entführt, der Entführer gefasst. Wo er das Kind versteckt hält, ob es noch am Leben ist, verrät er nicht. Die Uhr tickt - nach mehreren Tagen in der Kälte und ohne Wasser und Essen droht der Tod des jungen Lebens. Der Entführer: ein 27jähriger Jurastundent, der sich mit dem Geld und seiner Freundin ein schönes Leben machen wollte. Darf die Polizei Gewalt androhen? Um das Leben des Kindes zu retten? Wie weit dürfen (müssen/sollten) Verhörmethoden bei zweifelsfrei enttarnten Kidnappern gehen? Der Frankfurter Polizeivizepräsident hat sich für eine Grenzüberschreitung entschieden. Ihm lag das Leben des Kindes am Herzen. Der Täter wurde wegen Mordes bzw. "besonderer Schwere der Schuld" zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber auch der Polizeivize musste büßen. Gerecht? Ist die Androhung von Schmerzen "Folter"?

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