Krank durch Arbeit. Oder: das Schattenreich von Arbeitsmedizin und Gesetzlicher Unfallversicherung

Als 2013 in Sabhar/Bangladesch eine Textilfabrik wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen einstürzte, es über 1.100 Tote und fast 2.500 Verletzte gab, war die Empörung weltweit groß. Dass hierzulande jährlich an die 70.000 Menschen berufskrank, sprich arbeitsunfähig werden und rund 2.500 daran sterben, löst keine Aufregung aus. Auch nicht, wenn Piloten, Crewmitglieder oder Vielflieger durch Fume Events schachmatt gesetzt werden. Die "Arbeitsmedizin" und das Monopol der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung verhindern es - indem sie eine eigene Parallelwelt aufgebaut haben: ein Schattenreich.

Wir machen es transparent - zusammen mit der Süddeutschen Zeitung. Da haben wir am 26. Mai 2018 eine kompakte Zusammenfassung veröffentlicht: Das Kartell. Hier auf dieser Site, die Sie direkt aufrufen und verlinken können unter www.ansTageslicht.de/krankdurcharbeit, lesen Sie alles ausführlicher und mit Dokumenten belegt:


Lesen Sie diesen Text zuerst!

Er gibt einen knappen Überblick über das, was sich in den anderen 14 Texten findet. Und wie alles zusammenhängt: das potenzielle Problem der kontaminierten Luft in Flugzeugen, Fume Events und die Branche der "Arbeitsmedizin". Es geht aber auch um Berufskrankheiten ganz allgemein. Und wie die Arbeitsmedizin als Bestandteil der Gesetzlichen Unfallversicherung als "Schutzschild" fungiert.

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Humanmedizin versus Arbeitsmedizin

Wer krank ist, dem wird geholfen. Dies ist die grundsätzliche Philosophie der Humanmedizin und basiert auf dem Hippokratischen Eid. Wer am Arbeitsplatz erkrankt und berufsunfähig wird, dem wird erst nach einem Kausalitätsbeweis geholfen. Wenn überhaupt. So funktioniert die "Arbeitsmedizin". Und deswegen nimmt sie auch das Aerotoxische Syndrom, konkret das Problem der kontaminierten Kabinenluft nicht ernst.

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Das Schattenreich: Arbeitsmedizin und Gesetzliche Unfallversicherung

Arbeitsmedizin und Gesetzliche Unfallversicherung haben alles in einer Hand: Definitionshoheit, Ermittlungskompetenz und Interpretationsmacht. Das System hat sich im Schatten von Parlament, Öffentlichkeit und Justiz entwickelt. Können so Transparenz und Interessensausgleich aussehen?

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Die Erlanger VALENTIN-Schule: Wie man die herrschende Meinung organisiert

Sie ist überall vertreten: in Hamburg, Lübeck, Hannover, Aachen, Bochum, Mainz, Jena, Heidelberg und anderswo - inzwischen in dritter und vierter Generation. "Schicksalhafte Erkrankung", "Rentenjäger" und "nicht hinreichende Wahrscheinlichkeit" - dies sind deren eigenen Begrifflichkeiten, mit denen sich diese "Schule" beschreiben lässt

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Tricks, Methoden und Strategien in der Arbeitsmedizin

Es gibt ein einheitliches Muster: Wie Industrie, Gesetzliche Unfallversicherung und Arbeitsmedizin Probleme mit Gefahrstoffen erst negieren, dann abstreiten, kleinreden und in letzter Not Verwirrung stiften. So war es bei Asbest, bei PCP und Dioxin, bei Blei und anderen Chemikalien. Und so wird es auch beim aerotoxischen Syndrom praktiziert

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"Organisierte Falschdarstellung". Organisierte Wissenschaftskriminalität?

Es ist die Geschichte einer Berufskrankheit: "BK 1317", auch "Malerkrankheit" genannt. Einblick in eine medizinische Fälscherwerkstatt?

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1 Gutachter - 2 Meinungen: Prof. Dr. med. Stephan LETZEL

Was macht ein Gericht und was macht ein Gutachter, wenn beide – von oben herab verordnet – ein zweites Mal ganz anders „gut“ achten und urteilen müssen? Dies ist die Geschichte eines solchen Falles. Sie zeigt, wie unabhängig bzw. abhängig Gutachter arbeiten.

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Von PCP zu Dioxin: der Arbeitsmediziner Prof. Dr. LEHNERT, "Experte für Unbedenklichkeit"

Bei Rechtsanwälten, die Betroffene vertraten, hieß der zweitwichtigste Mann der bundesdeutschen Arbeitsmedizin "Prof. ABLEHNERT". Bis zum (tot) Umfallen vertrat er die Meinung, dass viele Gefahrstoffe "unbedenklich" seien

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Das Aerotoxische Syndrom: zwischen Gesetzlicher Unfallversicherung, Arbeitsmedizin und politischem Apparat

Seit spätestens 60 Jahren ist das Problem bekannt: kontaminierte Kabinenluft, die für viele Menschen gesundheitliche Probleme nach sich zieht. Die Anschlussfolgen: Berufsunfähigkeit und finanzielles 'Aus'. Geändert hat sich bisher so gut wie nichts. Warum das so ist, versuchen wie hier zu klären. Es geht um Ignoranz und wirtschaftliche Macht, die am längeren Hebel sitzt. Und um die staatstragenden Parteien, die dieses Problem ebenfalls nicht zu Kenntnis nehmen (wollen).

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Lufthansa-Tochter Germanwings: 19. Dezember 2010

Fast wäre es zum Desaster gekommen, aber es ging noch einmal gut: Gleich beide Piloten wurden von einem Fume Event praktisch schachmatt gesetzt -einer der bisher gefährlichsten Vorfälle, soweit bekannt. Auch dieser Incident wurde nicht durch die Airline und nicht durch die Behörden, z.B. der BFU bekannt. Es war ein Journalist, der das im Rahmen eines Hearings im Bundestag zur Sprache brachte. Und erst dann begann die BFU eine Untersuchung zu starten. Alltag im deutschen Flugwesen?

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Was beim Fliegen in 10 Km Höhe alles anders ist

Hoch oben über den Wolken ist die Luft nicht nur sehr dünn, sondern auch eiskalt. Dass man die Luft im Cockpit und der Kabine über die Triebwerke und Turbinen abzapfen kann, ist sehr praktisch. Allerdings beginnen hier die Probleme. Die abgezapfte Luft ist heiß. Bis zu 450 Grad Celsius

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Wer, wie, was, warum? Wer nicht forscht, bleibt dumm. "Kasuistik" beim Aerotoxischen Syndrom

Viel weiß man (bisher) nicht. Nur wenige haben sich bisher darum gekümmert, typische Einzelgänger. Der Mainstream hat kein Interesse. Fundierte(re) Informationen über technische und medizinische Zusammenhänge sowie konkrete Ursache-Wirkungsbeziehungen könnten Geld kosten

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Die Berufsgenossenschaft Verkehr. Oder: Wer nicht krank ist, kostet nichts

Sie wird finanziert von der Luftverkehrswirtschaft: Airlines (Lufthansa, Condor u.a.), Herstellern (Airbus), Bodenservice, Flughäfen usw. Fume Events stören. Probleme abstreiten ist billiger.

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Einmal Pilot - nie mehr Pilot

Pilot wird man aus Leidenschaft fürs Fliegen. Und Fliegen bedeutet das Leben. Wer durch ein Fume Event schachmatt gesetzt und flugunfähig wird, für den ist alles zu Ende: die Gesundheit und die finanzielle Existenz. Die zuständige Berufsgenossenschaft will es so. Wir schildern den Kampf eines Ex-Piloten gegen das System

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Was kann man tun

Hier geben wir Hinweise und Tipps, soweit wir können. Dieses Kapitel wird immer dann ergänzt, wenn wir weitere Vorschläge erhalten

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