Misswirtschaft, Missmanagement & Machtmissbrauch

sind Phänomene, so alt wie die Menschheit. Trotzdem: Akzeptieren sollte man das alles nicht. Wir zeigen, wie sich dennoch das ein oder andere zum Besseren verändern lässt. Und was jeder im Einzelfall dagegen - bzw. dafür - tun kann.



Whistleblower

Online am: 28.09.2015 | Aktualisiert am: 28.09.2016

Flugzeugabsturz 1991 und SAS-Flugkapitän Oluf HUSTED

Als Eis von den Tragflächen der Scandinavian-Airlines-Maschine SAS-751 in die Triebwerke gerät, kommt es zur Bruchlandung. Die Warnungen des Flugkapitäns Oluf HUSTED hätten das verhindern können.

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Wächterpreis

Online am: 05.05.2014 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Klinikneubau in Ulm am Rand der Pleite

Was zunächst groß gefeiert wurde, stellt sich hinterher als eine Fast-Pleite heraus: der Klinikneubau für die Chirurgie in Ulm. Ein 240 Millionenprojekt, für dessen Pannen, Fehler und irreparablen Mängel nun das Land Baden-Württemberg finanziell gerade stehen muss. Dass darüber jetzt überhaupt diskutiert wird, ist das Verdienst zweier Redakteure der SÜDWEST-PRESSE. Sie hatten die Geschichte öffentlich gemacht. Recherchen, die 2014 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet wurden.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2012 | Aktualisiert am: 08.07.2015

"Aktion Größenwahn": Rückkauf von Aktien an der EnBW

"Ein Geschäft nach dem Geschmack der schwäbischen Hausfrau" - so hatte es der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan MAPPUS, CDU, vier Monate vor der anstehenden Landtagswahl im "Ländle" (März 2011) der überraschten Öffentlichkeit angekündigt. Es würde ein "Stück moderner Industriepolitik" werden: den Rückkauf von 45% der Anteile am ehemals staatseigenen Energiekonzern EnBW, einem der vier großen Energieriesen in Deutschland. Es kam anders. Nach Fukushima entwickelte sich der Deal zu einem Flop. Allerdings: Jetzt wird Deutschlands ehemals größter Atomkonzern "grün".

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2011 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Sexueller (Macht)Missbrauch - eine unendliche Geschichte auch in Deutschland

Mit dem Motto Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter fordert die Bundesregierung seit Ende 2010 Menschen auf, Täter beim Namen zu nennen. Egal ob betroffene Opfer, Mitwisser oder jene Hinweise geben, die nur eine konkrete Vermutung haben. Denn sexueller Missbrauch ist seit dem 28. Januar 2010 zum Thema auch in Deutschland geworden. Grund: Die Berliner Morgenpost konnte konkret über Vorfälle am bekannten Berliner Canisius-Kolleg berichten, die alle wachgerüttelt haben. So dass auch jene Vorfälle beachtet wurden, die sich Jahre zuvor an der berühmten Odenwald-Schule abgespielt hatten. Die Serie der Berliner Morgenpost wurde mit einem "Wächterpreis" geehrt.

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Whistleblower

Online am: 05.10.2010 | Aktualisiert am: 09.12.2015

Keine Atomwaffenzünder für den Iran

Waffen verboten" - so wir hier auf diesem Schild heißt es beispielsweise in Hamburger S-Bahn-Bahnhöfen. Waffen in jeglicher Form sind absolut unerwünscht. Denn Waffen sind potenziell gemeingefährlich. Das sieht - im Prinzip - auch die internationale Staatengemeinschaft so, auch wenn sich viele daran nicht halten und Waffenproduktion oder Waffenexport zulassen oder nicht verhindern. In Deutschland ist es - eigentlich - verboten, Waffen oder relevante Bauteile in Krisengebiete auszuführen. Zum Beispiel auch in den Iran. Ein junger Zöllner hatte 2002 nachts und durch sofortiges Handelns genau so etwas verhindert. Er wurde entlassen. Grund: Er habe den Dienstweg nicht eingehalten.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2010 | Aktualisiert am: 16.11.2015

Die Millionenfalle - das Bonner WCCB

Als die Stadtoberen Bonns 2005 ohne Inverstoren vor dem Bau des Word Conference Center Bonn (WCCB) als großes 40 Millionen Euro -Zukunftsprojekt standen, kam der „Präsident“ der SMI Hyundai Corporation, Man Ki Kim wie gerufen. Durch die finanzielle Unterstützung eines Unternehmens, mit dem man einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden Dollar assoziierte, sollte die Fertigstellung des neuen politischen Zentrums der Stadt bald erfolgt und medial groß inszeniert werden. So begann die Stadt Steuergelder in Millionenhöhe ohne Sicherheiten der privaten GmbH bereitzustellen und übernahm gutgläubig auch die Bürgschaft für die aufgenommenen Kredite von über 74 Mio. Euro.

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Whistleblower

Online am: 27.01.2009 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Whistleblower Holger SPRENGER und VW. Wie der Autokonzern mit engagierten Mitarbeitern umgeht

Was "Hartz IV" bedeutet, weiß jeder. Die meisten kennen auch den Namensgeber: Peter HARTZ, lange Jahre oberster Personalchef bei VW. In seine Ägide fallen die sog. Lust- und Puffreisen von VW - Praktiken, mit denen man sich die Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder gefügig machen konnte. Dieser Skandal kam im Jahr 2005 ans Tageslicht. Bereits vorher gab es einen anderen: Betrug und Korruption im Konzern. Das bekam auch Holger SPRENGER am eigenen Leib zu spüren. Er versuchte dagegen vorzugehen. Und lief auf allen Ebenen auf. Bis hin beim Aufsichtsrat. Als er bei der Hauptversammlung aller Aktionäre Ferdinand PIECH damit konfrontierte, wurde SPRENGER gekündigt. Und weil er viele betriebliche Verbesserungsvorschläge gemacht hatte, aber um die Früchte betrogen wurde, gelang es ihm, sein ihm zustehendes Honorar per Gerichtsvollzieher bei VW einzutreiben.

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Wächterpreis

Online am: 04.05.2008 | Aktualisiert am: 28.10.2015

Sexspitzel in der Staatskanzlei - der Fall Gabriele PAULI

Dass der große Landesfürst mal über die Anschuldigungen einer Ducati - fahrenden Landrätin stolpern würde, dass hätte sich Edmund STOIBER wohl nicht in seinen wildesten Träumen erdacht. Dazu kam es Ende 2006: In einer CSU-typischen Affäre, gespickt mit Bespitzelungen, geplanten Intrigen, chauvinistischen Machthabern und einem vermeintlichen Bauernopfer brachte die AZ-Redakteurin Angela BÖHM viele Abgründe der Christlich Sozialen Union Bayerns ans Tageslicht. STOIBER musste abtreten ...

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Whistleblower

Online am: 01.02.2008 | Aktualisiert am: 15.09.2015

Berliner Charité - Stationsschwester Tod

An der Berliner Charité, einem der größten und bekanntesten Krankenhäuser deutschlandweit, gibt es in internes Frühwarnsystem erst seit 2007. So konnte "Stationsschwester Tod", ohne dass es offen auffällig wurde, fünf kranke Menschen eigenmächtig in den Tod befördern. Jetzt soll das "Critical Incident Reporting System (CIRS)" solche Vorfälle verhindern. Eine Rekonstruktion der Geschehnisse und darüber, was (erst) alles passieren muss, bevor sich ein anonymes Whistleblowing-System durchsetzen kann.

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