Das Projekt "Menschen - Medien - Demokratie"

Eine Kurzbeschreibung

Das Projekt "Menschen-Medien-Demokratie" ist der russische Teil des DokZentrums ansTageslicht.de und besteht aus (derzeit) 3 Bausteinen:

Baustein 1:

Einer Kooperation zwischen dem DokZentrum ansTageslicht.de und dem FRDIP, dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik (www.frdip.org) an der Fakultät für Journalismus der Lomonossov-Universität in Moskau: Gesellschaftlich relevante Themen und Geschichten sowie Skandale und Veränderungen, die sie auslösen (können), sollen in die Wahrnehmung auch in Osteuropa gelangen (können).

Umgekehrt wollen wir hier im Westen erfahren, was sich im Osten tut. Dieser Austausch von Informationen und gegenseitigem Verständnis steht im Mittelpunkt. Dies soll auch in beiden Sprachen, deutsch und russisch, geschehen.

Zu diesem Zweck findet im Frühjahr in Moskau ein einwöchiges Kompaktseminar statt. Die Topics: Recherchetechniken, Bedeutung des Journalismus, Auswahl einer Geschichte oder eines Themas, das rekonstruiert und aufgearbeitet werden soll. Im Juli kommen die Studierenden dann nach Deutschland: zum Weiterarbeiten und Fertigstellen der ausgewählten Geschichte. Außerdem: Kontakte mit Medien und der Politik.

Baustein 2:

Die Übersetzung des (Lehr)Buchs "Investigativer Journalismus" (siehe dazu auch www.investigativ.org) ins Russische auf einer für jeden (kostenfrei) zugänglichen Online-Plattform. Damit soll Know-how verbreitet werden, was Recherchetechniken und journalistische 'Denke' anbelangt.

Dieses Teilprojekt wurde von Medienstiftung Hamburg/Schleswig-Holstein sowie auch mit einem kleineren Anteil des Department Medientechnik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Hamburg, finanziert: www.poisk-faktov.org.

Begonnen hatte das (Teil)Projekt "Menschen-Medien-Demokratie" im Wintersemester 2009/2010 im Kontext einer hamburgweiten Veranstaltungsreihe "Was geschieht im Osten? Was wissen wir im Westen? Medien und Demokratie in Osteuropa". Diese Diskussionsreihe wurde von der ZEIT-Stiftung, Hamburg, finanziert.

Baustein 3:

Nachhaltige Kooperationen mit anderen Journalisten und Medien, Initiativen, NGO's und zivilgesellschaftlichen Aktivitäten. Dies findet u.a. im Zusammenhang mit den aktuellen Projekten statt.

Das (derzeit) aktuelle Projekt:

Unabhängige Medien in Russland?

Dieses Projekt wurde im Sommer 2016 gefördert vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) sowie der Senatskanzlei von Berlin. 2017 wird das Projekt erweitert. Förderer: Auswärtiges Amt, ZEIT-Stiftung Hamburg, Senatskanzlei Berlin. In diesem Rahmen findet auch am 1. August 2017 die öffentliche Diskussionsveranstaltung statt "Nischen in den Regionen? Russische Medien und ihr Ringen um redaktionelle Unabhängigkeit"


Das (russische) Teilprojekt in (bisher nur) deutscher Sprache ist inzwischen an der Humbildt-Universität Berlin, dort an der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät, Fachgebiet Medienwissenschaft, angebunden. Zuständig dort: der deutsche Direktor des FRDIP, Prof. Dr. Wolfgang MÜHL-BENNINGHAUS.

Das DokZentrum ansTageslicht ist nach wie vor an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg, Fakultät Design, Medien und Information lokalisiert. Ansprechpartner: Prof. Dr. Johannes LUDWIG (siehe auch unter Impressum).


Das folgende Bild hängt im Eingangsbereich der Zeitung Nowaja Gaseta in Moskau. Es soll das Selbstverständnis der Zeitung vermitteln: das kritische Medium als Kommunikator zwischen Regierenden und Regierten. Und: Je besser die Zeitung ihren Job macht, umso weniger gefällt das der regierenden Elite:

Copyright: Nowaja Gaseta, Moskau

Hier geht es zu den dazugehörigen Themenfeldern

1) (Merkwürdige) Geschichten aus Russland

2) Mutige Journalisten - couragierte Medien

Dort finden Sie unsere aufbereiteten Themen und Geschichten

Andere über Russland

Es gibt 2 deutschsprachige Projekte, die regelmäßig aktuell über Russland berichten:

  • www.dekoder.org. Motto: "Russland entschlüsseln". Konkret: "russischen Journalismus und wissenschaftliche Kompetenz aus deutschen Universitäten" zusammenbringen
  • www.russlandkontrovers.de Russland-Experten äußern sich zu diversen Themen und laden zum Diskutieren ein.

In englischer Sprache informiert die in Moskau beheimatete Novaya Gazeta über russisches Geschehen. Über spezifische Entwicklungen und Themen - und das ausführlich - kann man sich in den Russland-Analysen ins Bild setzen, die man auch als Newsletter abonnieren kann. In jeder Ausgabe gibt es auch eine zweiwöchentliche Chronik der wichtigsten Ereignisse.