Whistleblower, Informanten und Journalisten: Wie der Sport sauberer von Korruption und Doping werden kann

Sport: die schönste Nebensache der Welt. So heißt es. Für viele ist Sport weit mehr: Ehrgeiz und Beruf(ung), Geld und Macht. Dies betrifft Sportler, Funktionäre und Politiker. Die Folgen in solchen Fällen: Betrug, Selbstbereicherung und Korruption. Oder auch Betrug und Doping. Um den Sport sauberer zu machen, bedarf es Whistleblower, Informanten und kritische Journalisten. Dies zeigen wir an mehreren Beispielen:


Wie das korrupte System der FIFA ins Wanken gerät. Und welche Rolle der Funktionär Chuck BLAZER spielt

Es war wir bei Al CAPONE: Aufgeflogen wegen Steuerhinterziehung. So auch bei einem der mächtigsten FIFA-Funktionäre: die Steuerbehörde und dann das FBI hatten ihn in der Zange. Und machten ihn zum Kronzeugen. Fortan war Chuck BLAZER mit einem versteckten Mikrofon unterwegs. Und ließ einen nach dem anderen seiner korrupten Kollegen auffliegen

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FIVB: Volleyball und Betrug. Mario GOIJMAN versucht aufzuräumen

Er war schon kurz davor, sich selbst umzubringen - aus Verzweiflung. Weil er sein letztes Hab & Gut verloren hatte, weil ihm niemand zuhören wollte, weil die Funktionäre ganz oben, die ihn betrogen haben, munter weitermachen (können). Die Rede ist vom ehemaligen Chef des argentinischen Volleyballverbandes.

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Julya und Vitaly STEPANOV: Wie das russische Staatsdoping enttarnt wurde

Bei allen wichtigen Meisterschaften dabei: Julia STEPANOWA. Bis sie wegen Dopings gesperrt wird und auspackt - zusammen mit ihrem Ehemann Vitaly. Beide enttarnen das flächendeckende Doping im russischen Leistungssport, das vom russischen Staatsapparat gedeckt wird. Sie muss ihren Mut mit Flucht ihrer Familie in den Westen bezahlen. Bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio darf sie nicht antreten: "wegen mangelnder Moral", so das IOC.

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Zwei Reporter des San Francisco Chronicle und ein Rechtsanwalt entlarven BALCO: als Dopingsystem

Es war eine der größten Doping-Enthüllungen in den USA. Betroffen: der Baseball-Star Barry BOND, aber auch weltbekannte Olympioniken wie die fünffache Medaillengewinnerin Marion JONES. 2007 wurden ihr alle Titel aberkannt, dann eine Verurteilung wegen Meineids. Ihr Trainer, der zwischendrin zum anonymen Hinweisgeber wurde, aber bis zuletzt log, wurde ebenfalls verurteilt. Die Ermittlungen trieben unermüdliche Ermittler bei der Steuerbehörde und der USADA voran. Die Journalisten Mark FAINARU-WADA und Lance WILLIAMS machten alles öffentlich.

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Frankie & Betsy ANDREU: die Whistleblower im Fall Lance ARMSTRONG

Was geschehen kann, wenn man dopt, konnte Frankie ANDREU 1996 bei seinem Freund Lance ARMSTRONG sehen: der lag mit Krebs im Krankenhaus, konnte sich danach aber wieder berappeln. Frankie hatte bis dahin nie gedopt. Als er 2000 bei der Tour de France nicht mehr mithalten konnte, weil er sauber war, musste er seinen Radlerjob aufgeben. Aber dennoch seine Familie ernähren. Währenddessen zog sein Freund von Triumpf zu Triumpf. Frankie und seine Frau waren inzwischen entschiedene Gegner des verlogenen Systems. Und wurden zu Whistleblowern.

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Floyd LANDIS - der späte Whistleblower im Fall Lance ARMSTRONG

2006 war er ganz oben: Gewinner der Tour de France. Kurz danach flog er wegen Dopings auf und 2007 wurde ihm der Gewinnertitel wieder aberkannnt. Jetzt war er ganz unten. Sein Kollege und Freund, der nach wie vor dopte und sein Lehrmeister war, befand sich ganz oben: Lance ARMSTRONG. LANDIS geriet ins Grübeln. Und entschloss sich, zu handeln.

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David WALSH - ein Journalist bringt alles ins Rollen: mit Hilfe von Whistleblowern

Ohne ihn wäre es möglicherweise nie aufgeflogen oder hätte zumindest länger gedauert: Dass das weltbekannte Radidol Lance ARMSTRONG ein gerissener Betrüger ist. David WALSH, ein irischer Sportjournalist, hat alles ins Rollen gebracht. Er hatte Informanten und Whistleblower motiviert, auszupacken. Und alles zu Papier gebracht: 2004 zunächst in einem französischen Buch "L.A. Confidentiel".

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Wie die Tour de France als "Tour de Farce" geoutet wird - eine Chronologie

Jahre über Jahre ein weltweit beliebtes Sportereignis. Gleichzeitig ein Festival von Betrügern: Doping war gang und gäbe. Niemand wollte das zugeben, Kritiker wurden nicht ernst genommen. Bis ein erster auspackte. Und dann ein zweiter und ein dritter. Aber niemand nahm sie ernst. Die schönen Bilder im TV waren allen wichtiger: den Funktionären, der Öffentlichkeit, den Medien. Doch spätestens 2007 wurde klar: das Sportspektakel ist eine Tour de Farce. Und die großen Idole Jan ULLRICH und Lance ARMSTRONG sind gerissene Betrüger.

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Aussteiger, Kronzeuge, Whistleblower: Was Menschen bewegen kann, auszupacken oder Alarm zu schlagen

Sich outen, auspacken, gestehen oder Alarm schlagen kann unterschiedliche Motive haben: von hehren, also uneigennützigen Interessen, über Reue und (späte) Einsicht bis hin zur zum sozialen Druck, nicht der Letzte zu sein. Manchmal sehen sich die Auspacker sogar unter juristischen Zwang. Wir versuchen, die unterschiedlichen Ziele der Doper und Korrupten zu analysieren.

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