Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

27. August 2016

Correctiv stellt "Bibliothek der verborgenen Dokumente" auf die Beine

So erklärt es die gemeinnützige Rechercheorganisation auf ihrer Homepage selbst:

"Viele Journalisten, Politiker oder Wissenschaftler haben große geheime Dokumentenmengen, die sie kaum alleine auswerten können. Auch eine Veröffentlichung der Rohdaten scheidet aufgrund juristischer oder geheimschutzrechtlicher Bestimmungen aus. So dürfen private Daten nicht einfach im Internet verbreitet werden.

Gleichzeitig wäre es auch häufig gefährlich, wahllos Ermittlungsakten, Rechnungshofberichte oder Geheimdienstunterlagen ungeschwärzt ins Netz zu blasen. Der Nutzen für Feinde unserer Gesellschaft wäre größer als der Nutzen für die Demokratie.

Aus diesem Grund wollen wir etwas Neues schaffen. Eine Bibliothek der verborgenen Dokumente.
Hier können Menschen, denen wir vertrauen, in unseren geheimen Unterlagen stöbern. Sie können in den Dokumenten, die wir bei unseren Recherchen zusammen getragen haben, recherchieren, ob sie etwas spannendes finden, das wir übersehen haben. Etwas, das in unseren Augen nebensächlich, aber für sie wichtig ist.

Wir wollen damit die Idee der transparenten Gesellschaft weiterentwickeln."

Kooperationspartner sind (bisher) netzpolitik.org und die Stiftung Erneuerbare Freiheit .

Der Bibliotheksbestand setzt sich derzeit zusammen aus

  • NSU-Akten aus dem Bundestag, aus den Landtagen in Thüringen und Baden-Württemberg sowie NRW
  • Unterlagen zu Blood & Honour vor dem Verbotsverfahren, sowie dazu gehörigen Unterlagen aus den rechtsextremen Netzwerken

Wie man an die Akten herankommen bzw. sie nutzen kann, erfährt man unter https://correctiv.org/bibliothek/anmeldung/

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