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Das Transparenzbarometer - anstageslicht.de

Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

30. April 2016

Regisseur Daniel HARRICH im Visier der Münchner Staatsanwaltschaft

Gegen den Filmemacher des mit einem Grimme-Preis ausgezeichneten Spielfilms "Meister des Todes", der im September im ARD-Fernsehen lief und im Rahmen einer Aktuellen Stunde auch im Deutschen Bundestag gezeigt wurde, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft: Daniel HARRICH, der u.a. auch zusammen mit Ulrich CHAUSSY den Film "Der blinde Fleck" (Oktoberfest-Attentat 1980) gedreht hatte. In "Meister des Todes", der mit Heiner LAUTERBACH, Veronica FERRES, Axel MILBERG u.a. hochrangig besetzt ist, geht es um die illegalen Exporte des Heckler & Koch "G 36"-Sturmgewehrs nach Mexiko - unter Umgehung der Exportrestriktionen.

HARRICH konnte den illegalen Weg der Waffenlieferung u.a. mit Hilfe von Whistleblowern aus dem Unternehmen rekonstruieren, die dafür mit ihrem Arbeitsplatzverlust büßen mussten. Diesen Sinneswandel - mit allen Konsequenzen - zeigt der Film. HARRICH hatte nach Beendigung der Recherchen  seine Unterlagen der Staatsanwaltschaft übergeben. Bereits 5 Jahre zuvor hatte Jürgen GRÄSSLIN, der mit HARRICH eng zusammenarbeitet, bei der Stuttgarter Staatsanwaltschaft Anzeige gegen Heckler & Koch erstattet, die sich aber Zeit ließ mit den Ermittlungen. Erst nach dem Film und der Vorführung im Bundestag sah sich die Staatsanwaltschaft genötigt, Anklage gegen ehemalige Mitarbeiter der bundesdeutschen Waffenschmiede wegen Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des Außenwirtschaftsgesetzes zu erheben - u.a. anhand des Materials von HARRICH.

HARRICH und GRÄSSLIN haben inzwischen auch ein Buch zum Thema veröffentlicht: "Netzwerk des Todes", erschienen im Münchner Heyne Verlag (Bertelsmann-Konzern). Dort finden natürlich auch die Materialen der Filmrecherche Eingang. Jetzt kommen die Münchner Staatsanwälte auf die (glorreiche) Idee, Ermittlungen wegen des Verdachts verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen n. § 353 d StGB einzuleiten. Mehr unter www.juergengraesslin.com