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Das Transparenzbarometer - anstageslicht.de

Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

22. September 2016

Bahamas-Leaks

Mit Rudolf ELMER und WikiLeaks fing es an: am 14. Februar 2008 - siehe www.ansTageslicht.de/Elmer-Chronologie

Und so ging es weiter:

  • Am 4. April 2013 mit Offshore-Leaks. Es war ein Paukenschlag, dem weitere folgen sollten.
  • Im Januar 2014: China-Leaks
  • Dezember 2014: LuxLeaks
  • Februar 2015: Swiss-Leaks
  • April 2016: panama-papers
  • September 2016: Bahamas-Leaks.

Führend im Verbund: die Süddeutsche Zeitung - als Mitglied des International Consortiums of Investigative Journalists (ICIJ): Diese Politiker tauchen in den Bahams-Leaks auf. Darunter die ehemalige EU-Kommissarin für Wettbewerb Neeli KROES. Und andere.

Die inzwischen 7 Steuerflucht-Leaks machen eines klar: Um steuerliche Gerechtigkeit herzustellen, kann man sich auf Politik und Behörden nicht verlassen. Sie sind nicht die Lösung. Manchmal sogar ganz konkreter Teil des Problems. 

10. Mai 2016

Jetzt ist es soweit: Die Datenbank "panama papers" ist eröffnet

Bisher nur bekannt (siehe Eintrag 4. April 2016), dass es sie gibt: die rd. 250.000 Briefkastenfirmen, hinter denen sich Menschen und Institutionen verstecken (wollen): "Politicans, Criminals and the Rogue Industry That Hides Their Crash", wie es auf der Startseite heißt, die das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) jetzt freigeschaltet hat: https://panamapapers.icij.org

Die Datenbank lässt sich nach Ländern und Namen durchforsten. Und es gibt bereits erste Zusammenfassungen, z.B. von einigen Despoten und ihren Verwandten & Vertrauten: https://panamapapers.icij.org/the_power_players/

Vorherige Leaks, die Steuerflüchtlinge und den illegalen Strom von verschobenen Geldmassen dokumentieren, betrafen

  • 2013: Offshore-Leaks
  • 2014: China-Leaks
  • 2014: Luxembourg-Leaks
  • 2015: Swiss-Leaks (HSBC Bank)

Spätestens mit den panama papers ist klar geworden, dass das ICIJ-Consortium zum wichtigsten Akteur international in Sachen Offenlegung und Steuerflucht geworden ist. Noch nie haben Journalisten

  • in so kurzer Zeit
  • so viele Informationen ans Tageslicht gebracht,
  • die enormen Druck und Tempo in die öffentliche Debatte gebracht haben,
  • die nun erste Wirkungen zu zeigen beginnt: immer mehr Politiker in immer mehr Ländern sehen sich gezwungen, zu handeln.

4. April 2016

Panama-Leaks: Nicht der Staatsapparat. Whistleblower und Medien bringen die Dinge voran:

Auf den Tag genau drei Jahre später, als erstmals offshore-Leaks weltweit ans Netz ging, ein Datenjournalismusprojekt, an dem über 86 Journalisten aus 46 Ländern gleichzeitig und erstmals über Steueroasen und Steuerflüchtlinge veröffentlicht hatten, nun ein neuer, umgleich größerer Scoop: Diesesmal waren es rd. 400 Journalisten aus 78 Ländern, die in über einjähriger Arbeit die Datenbankbestände einer in Panama ansässigen Kanzlei namens Mossack Fonseca auswerten konnten: Die Namen von rd. 250.000 panamesischen Offshore-Firmen bzw. Briefkastenfirmen und die dahinter stehenden Besitzer. 

Darunter: Drogenbosse und Kriminelle, bekannte und unbekannte Milliardäre, Politiker aus dem arabischen Raum und deren Verwandte, der ukrainische Präsident und Schokoladenfabrikant Petro POROSCHENKO, aber auch intime Freunde aus dem Umfeld von Wladimir PUTIN. So z.B. der Musiker und Cellist Sergej ROLDUGIN, der an einem Netzwerk beteilgt war, über das mehr als 2 Milliarden US-Dollar aus Russland in Offshore-Briefkästen abgeflossen sind.

Aber auch bekannte Sportler nutzen derlei Tricks, um Transfers zu verschleiern, Gelder zu verstecken und Steuern zu hinterziehen. Beispiele: Lionel MESSI aus Argentinien, der frühere FIFA-Generalsekretär Jerome VALCKE, der den Besitz seiner 32-Meter-Yacht damit kaschieren will (bzw. wollte), der FIFA-Funktionär Michel PLATINI u.a.m.

Das größte Datenleck, das es bisher je gab - 2,6 Terrabyte bzw. 10 mal so umfangreich wie 2013 bei Offshore-Leaks - kam durch eine Anfrage eines "John Doe" zustande, der sich meldete, ob die Süddeutsche Zeitung "interessiert" sei? Er würde "gerne teilen"! Die dann nach und nach eingehenden Datenmengen waren so groß (11,5 Millionen Dokumente), dass sich die SZ außer Stand sah, dies alles selbst alleine zu verarbeiten. Die Redakteure schalteten das International Consortium of Investigative Journalists ein, die auch alle anderen "Leaks" organisiert und koordiniert hatten.

Jetzt gibt es zwei Websites, auf denen das alles nachzulesen ist und was weiter ausgewertet und veröffentlicht werden soll: