Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

10. September 2016

USA verweigern britischem Whistleblower die Einreise

Der ehemalige britische Botschafter Craig MURRAY kann nicht in die USA einreisen. Dort soll er eine Rede auf John KIRIAKOU halten, dem Ende September von der Sam Adams Associates for Integrity in Intelligence (SAAII) der John Adams Award verliehen wird. MURRAY, KIRIAKOU und ADAMS sind alle drei Whistleblower.

Mehr unter www.ansTageslicht.de/andere

September 2016

US-amerikanische Wertaufsichstbehörde zahlt hohe Belohnung an Whistleblower aus

In den USA seit über 150 Jahren selbstverständlich: Wenn der Staat geschädigt oder betrogen wird, muss der Schädiger oder Betrüger nicht nur den illegal erworbenen Vorteil zurückzahlen, sondern der Hinwesigeber erhält davon auch eine anteilige Belohnung.

Jetzt hat die SEC an einen Whistleblower, einen ehemaligen Mitarbeiter des Chemie- und Agrargkonzerns Monsanto 22,5 Mio $ ausbezahlt. Monsante hatte (in kleinerem Rahmen) Bilanzen gefälscht. Es ist die zweithöchste Summe, die die SEC seit sie 2011 ein eigenes Whistleblowerprogramm aufgelegt hatte, gewährt hat. Mehr - u.a. zur Geschichte dieses Instruments - unter www.ansTageslicht.de/andere

25. August 2016

Finanzbeamter bangt um sein Leben. Die Gegner: die Berliner Finanzbehörde und kriminelle Clans

Bekanntermaßen waren Finanzbehörden schon immer sehr konservativ und verschlossen und, wenn es um Missstände ging, wenig einsichtig. Egal ob im Nazi-Reich und direkt danach (vgl. Zweite Karrieren beim Bundesfinanzministerium nach 1945) oder heutzutage: www.ansTageslicht.de/Steuerfahnder, www.ansTageslicht.de/Borcharding, www.ansTageslicht.de/Schloetterer, www.ansTageslicht.de/KlausFoerster u.a.m.).

Dies bestätigt auch ein Vorgang, bei dem ein anonymer Whistleblower bzw. Informant von seinen Erfahrungen als Betriebprüfer der Agentur JBM News gegenüber berichtet. Im Gegensatz zu Steuerfahndern, die ihre Unterlagen von der Polizei auf dem Schreibtisch serviert bekommen, wenn die sich mit Vollbewaffnung und SEK-Unterstützung Zugang zu den Betriebsstätten verschafft haben, müssen Betriebsprüfer persönlich vor Ort prüfen. Dies wird immer lebensbedrohlicher - die Familienclans, die ihr Geld mit OK vermehren, arbeiten mit allen Mitteln, wenn es ums Bedrohen von Externen geht, die ihre Kreise stören.

Auf der anderen Seite geraten die Finanzbeamten durch ihren Dienstherrn unter Druck. Sie greifen hart durch, wenn jemand mit derlei Informationen an die Öffentlichkeit geht. Whistleblowing, um Missständen abzuhelfen, stellt in ihren Köpfen Illoyalität und Dienstgeheimnisverrat dar.

Außerdem: Die Chefs gehen nicht auf Außendienst. Haben auch oft nicht den Einblick und schon garnicht die (schlechten) Erfahrungen jener, die die eigentliche Arbeit machen, können so gesehen die Dilemmasituation, in der ein Finanzbeamter steckt, nicht beurteilen. Sie machen es aber trotzdem. Die Folge: in den Amtsstuben der Berliner Finanzbehörde hat sich ein Schweigekartell entwickelt, das von den Vorgesetzten genährt wird.

Auf der Ebene der Untergebenen wird - verständlicherweise - immer weniger wirklich geprüft. Die Folge: gefälschte Steuererklärungen und Kassenmanipulationen. Die Steuermindereinnahmen sind erheblich.

Noch bedenklicher sind die psychologisch-politischen Folgen: Ganz normale Menschen außerhalb des Steuerapparats, die derlei Entwicklungen mitbekommen, wenden sich immer mehr vom Staats- und Gemeinwesen ab, werden zu Wählern und Unterstützern populistischer Parteien.

Hier geht es zum Erfahrungsbericht des anonymen Finanzbeamten: Chaos um Steuerhinterziehung in Berlin - Finanzbeamter bangt um sein Leben

legalporn4k.com