Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

24. Juli 2016

Olympische Spiele und IOC: Whistleblower nicht erwünscht!

"Kniefall vor Russland" übertitelt die Berliner Zeitung ihren Bericht, in dem sie von der Erklärung des IOC-Chefs Thomas BACH berichtet. BACH ist mit PUTIN gut befreundet.

BACH lässt nun doch russische Sportler zu den am 5. August beginnenden Olympischen Spielen in Rio zu. Allerdings nur wenn sie nachweisen können, dass sie 'sauber'von Doping sind. Das dürfte den russischen Sportlern in einem Land wie Russland nicht so schwer fallen. Der russische IOC-Chef hatte zuvor erklärt, dass alle Sportler in den letzten 6 Monaten von ausländischen Laboren getestet worden seien.

Die WADA und andere nationale IOC's können diese Entscheidung nicht verstehen - sie hatten wegen des systematischen "Staatsdopings" auf einem kompletten Ausschluss Russlands von den Spielen bestanden - der Fairness wegen.  Die Russen sehen das natürlich genau andersherum.

Auf noch weniger Verständnis stößt in der westlichen Sportwelt der Ausschluss der Whistleblowerin Julija STEPANOWA. Sie hatte bereits vor vielen Jahren ausgepackt, dass sie a) selbst vormals gedopt habe und dass dies b) in Russland flächendeckend und systematisch geschehe - mit ausdrücklicher Billigung und aktiver Unterstützung des russischen Sportministeriums. Seitdem ist sie 'auf der Flucht', lebt in den USA und wollte unter neutralem Label antreten. Dies lässt PUTIN-Freund BACH nun nicht zu. Begründung: Trotz ihrer Verdienste um die Aufklärung erfülle sie nicht die "ethischen Anforderungen" des IOC.

Wer über das System Sport in Russland mehr wissen möchte, lese Jens WEINREICH'S Hintergrundbericht über das IOC, die olympische Familie und den russischen Inlandsgeheimdienst FSB (in EN).

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