Das Transparenzbarometer - eine aktuelle Chronik

Intransparenz wird täglich durch unzählige Recherchen und Berichte in den verschiedensten Medien, Blogs und Websites durchbrochen. Dies ist auch die Aufgabe eines freien Mediensystems: Transparenz für das demokratische Zusammenleben herzustellen, in dem sich jeder informieren, eine Meinung bilden und danach handeln kann. 

In der hiesigen aktuellen chronologischen Liste sollen vor allem strukturelle Transparenz-Entwicklungen dargestellt werden: Vorgänge, die seitens der Politik, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft, aber auch durch Medien angestoßen werden, die nachhaltige(re) Folgen für mehr Transparenz haben. Direkt aufrufen oder verlinken lässt sich diese Site unter www.transparenzbarometer.de.

Hier geht es zurück zur Übersicht der gesamten Transparenz-Site von ansTageslicht.de, zu der auch dieses Transparenzbarometer gehört. 

31. August 2015

Anspruch und Wirklichkeit bei Transparency International

Nach außen hin setzt sich die weltweit bekannte NGO für den Kampf gegen Korruption sowie für Transparenz und Whistleblower-Schutz ein. Intern funktioniert das aber offensichtlich völlig anders.

Die Geschichte einer Whistleblowerin, die erst intern Alarm geschlagen hatte, bevor sie zu CORRECT!V gegangen ist, endet so, wie derlei Fälle meistens enden: der Whistleblower muss gehen, der 'bad guy' bleibt in Amt und Würden. Auch bei Transpareny International. Alles kurzgefasst unter www.ansTageslicht.de/WB , ausführlich bei CORRECT!V: Auf taube Ohren

21. August 2015

Neue Dokumente: Franz Josef STRAUß doch korrupt

Die Politlegende "Franz Josef SRAUß", lange Jahre CSU-Vorsitzender und Bayerischer Ministerpräsident, löst noch immer bei vielen Erinnerungen aus: an Sprüche wie "Schmeißfliegen und Ratten" (O-Ton/FJS über einige Journalisten), an einen grobschlächtigen Machtmenschen pur oder auch an die SPIEGEL-Affäre 1962, in der FJS das Parlament belogen hatte und zurücktreten musste. In der ersten Landesverratsaffäre, sprich der "SPIEGEL-Affäre", die - so die damalige politische Kultur - nicht nach dem Verursacher, sondern nach dem unbotmäßigen Medium, dem Überbringer der schlechten Nachricht benannt wurde, ging es um einen Racheakt von FJS, der damals Bundesverteidigungsminister war: eine Retourkutsche für die vielen - von FJS als unfreundlich empfundenen - SPIEGEL-Berichte über ihn (zur Vorgeschichte der Affäre siehe auf ansTageslicht.de: Das Vorspiel). Korruption hatte das Nachrichtenmagazinh ihm schon damals mehrfach vorgehalten. Allerdings ohne oft konkrete Beweise dafür zu haben.

Jetzt ist es dem Politikwissenschaftler und Journalisten Peter SIEBENMORGEN gelungen, ungehinderten Zutritt zum Nachlass zu erhalten und eine 768-seitige Biografie zu erstellen. Gefunden hat er auch einige Dokumente, die eindeutig belegen, wie und von wem und wie oft und in welcher Höhe FJS sich Geld für "Beratungen" überwiesen ließ. Sein Helfer und Initiator der - natürlich legalen - Konstruktion: der damals als top-seriös geltende Steuerrechtler, Hochschullehrer und spätere Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Reinhold KREILE. Das Konstrukt: die Fa. Eureco Büro für Wirtschaftsberatung GmbH & Co.KG. Die Inhaber: FJS nebst Gattin Marianne. Allerdings: nicht direkt im Handelsregister eingetragen. Sondern über einen Treuhänder: Prof. Dr. Reinhold KREILE.

Das SIEBENMORGEN-Buch "Franz Josef Strauss. Ein Leben im Übermaß" ist jetzt im Handel (29,99 €). DER SPIEGEL hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, im Heft 35 eine ausführliche Besprechung (4 Seiten) dieses Mammutwerks zu präsentieren: Ein Leben für die Industrie