Der Redakteur der NN

Das spannende Studium „Politikwissenschaft, Neuere Geschichte und Kommunikationswissenschaft“ absolvierte ich nur aus reiner jugendlicher Aufmüpfigkeit, dem ungezähmten Willen, die Gesellschaft jetzt endlich zum Besseren zu verändern, und einem ganz und gar noch nicht kanalisierten Interesse an gesellschaftlichen Vorgängen. Erst nach drei, vier Semestern tauchte immer drängender die Frage auf, wo das Ganze denn beruflich so hinführen soll. Dann hieß es immer öfters 'Wir gehen in die Medien'. Bis zum Ende des Studiums sammelte ich etwas fundierte journalistische Erfahrung durch freie Mitarbeit bei verschiedenen Medien und bewarb mich erfolgreich nach dem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München, wo ich in der Vergangenheit eine Absage erhalten hatte."

Besonders stolz ist er auf seine Auszeichnung des „Goldenen Engelshaares“, die ihm Frauen verliehen haben, die sich 2002 auf einem Schiff in Passau von einem abtrünnigen Bischof aus Südamerika zu römisch-katholischen Priesterinnen weihen ließen. Ansonsten sind für ihn bedeutende Auszeichnungen bestimmte Reaktionen von Lesern auf seine Geschichten.

„Es hat sich glücklich so gefügt“, dass er zum Journalismus gekommen ist. Aber  er würde jetzt grundsätzlich von einem Studium „Journalismus“ abraten. KASPEROWITSCH beschreibt diesen Beruf als eine Art spezifischer Sicht auf diese Welt, die man sich aufgrund bestimmter Erfahrungen aneignet. Um seine grundsätzliche Neugier zu befriedigen, gab es für ihn keinen geeigneteren Weg bzw. Beruf als diesen. Seine Begeisterung wuchs von Jahr zu Jahr, weil er es in unmittelbarer Nähe mit interessanten Menschen und prägenden Ereignissen zu tun hatte.

Damit war auch schnell die Motivation vorhanden, sich der Geschichte von Gustl Mollath zu widmen. Zunächst auch ganz allein und auf eigene Kosten.

Um sich damit beim „Wächterpreis der Tagespresse“ zu bewerben, das hat er schlicht vergessen – er ist zu bescheiden und gleichzeitig zu stark engagiert: jeden Tag und bei jedem Thema, über das er recherchiert und schreibt.

Wir haben seine Berichte, die er auch weiterhin in den Nürnberger Nachrichten veröffentlich hat, nachdem die Süddeutsche Zeitung die überregionale Führung übernommen hat, hier in einem PDF zusammengefasst.

„Jeder Beruf hat seine Bedürfnisse und im Falle des Journalismus sind das die Bedürfnisse nach Informationen, Austausch, Unterhaltung, Wissen oder Erkenntnisse“, sagt er. Wieder ganz bescheiden.

Erreichbar unter michael.kasperowitsch [at] pressenetz.de

(KL)

Wo die Person ebenfalls eine Rolle spielt: