Till KRAUSE

SZ-Magazin

Wächterpreisträger 2018 - zusammen mit Hannes GRASSEGGER: www.ansTageslicht.de/facebook

Till Krause (links) und Hannes GRASSEGGER (rechts) zusammen

Warum er diese Geschichte - zusammen mit Hannes GRASSEGGER - gemacht hat?

"Facebook ist eines der mächtigsten Unternehmen der Welt - und doch so verschlossen, wenn es um seine Löschregeln geht. Das Leben von Zensoren wiederum interessiert uns, seit wir Parallaxe von Slavoj ZIZEK  gelesen haben. Der beschreibt die Zensoren im Ostblock als die interessantesten Menschen. Die Einzigen, die über den Tellerrand des Systems sahen. Ich fragte mich, was sehen die, die über den Rand des Internets hinaussehen können? Wir wussten, dass es in Berlin dieses Löschzentrum gibt, das die Bertelsmann Firma Arvato im Auftrag von Facebook betreibt. Und wir wussten, dass diese Arbeit in anderen Ländern viele Probleme bereitet. Also wollten wir einfach wissen: Wie arbeiten diese Menschen bei Arvato in Berlin? Und was müssen sie löschen?"

Neugierig war Till KRAUSE schon immer. Und präzisiert: "professionell neugierig". Der Journalismus vermittelt die Möglichkeit, "Dingen auf den Grund zu gehen und Sachen herauszufinden. Andererseits, weil es kaum einen Beruf gibt, der so viel gesellschaftliche Verantwortung trägt und gleichzeitig so viel Spaß macht."

So lief dann auch sein beruflicher Weg zielorientiert: Studium der Theater- und Medienwissenschaften, Amerikanistik und Christlicher Publizistik an der Uni Erlangen (Magister 2007), zwischendrin Fulbright Stipendiat an der San Francisco State University (Master of Arts, 2006) und der University of California Berkeley. Anschließend Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule München und Diplom-Journalistikstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität (Dipl-Journalist, abgeschlossen 2009). Anschließend Promotion in neuerer deutscher Literatur- und Kulturwissenschaft als Stipendiat der FAZIT-Stiftung am Graduate Centre for the Study of culture an der Uni Gießen. Seit 2012 trägt er den Titel "Dr.phil."

Danach mehrere Praktika beim Bayerischen Rundfunk und einer Werbeagentur, anschließend beim Feuilleton der FAZ und beim SZ-Magazin. Fürs letztere arbeitete er zunächst als Freier, seit 2016 ist er dort festangestellter Redakteur.

Seine Themenpalette ist breit und so bunt wie 'sein' SZ-Magazin:

Und was bedeutet Journalismus für Till KRAUSE?

"Journalismus ist ein Mittel, um den Mächtigen auf die Finger zu schauen. Aber er ist auch viel mehr als das. Er bietet Orientierung und Information, Unterhaltung ein Einordnung, Humor und Bildung. Ohne freie Presse und unabhängige Journalistinnen und Journalisten ist eine Demokratie unmöglich. Darum ist jeder Angriff auf die Presse auch ein Angriff auf die Werte, für die demokratische Gesellschaften stehen."  

Das, was Till KRAUSE hier sagt, bringt er auch nachwachsenden Journalist*innen bei. Seit 2013 übernimmt er Lehraufträge an der Universität Passau und in Erlangen: Magazinjourmalismus und Recherche.

Kontakt: tkrause[at]sz-magazin.de 
twitter: @tillkrause 

Und hier der Link zum Portrait von Hannes GRASSEGGER

Wo die Person ebenfalls eine Rolle spielt: