Tag: Missmanagement


Wächterpreis

Online am: 05.05.2014 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Klinikneubau in Ulm am Rand der Pleite

Was zunächst groß gefeiert wurde, stellt sich hinterher als eine Fast-Pleite heraus: der Klinikneubau für die Chirurgie in Ulm. Ein 240 Millionenprojekt, für dessen Pannen, Fehler und irreparablen Mängel nun das Land Baden-Württemberg finanziell gerade stehen muss. Dass darüber jetzt überhaupt diskutiert wird, ist das Verdienst zweier Redakteure der SÜDWEST-PRESSE. Sie hatten die Geschichte öffentlich gemacht. Recherchen, die 2014 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet wurden.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2012 | Aktualisiert am: 08.07.2015

"Aktion Größenwahn": Rückkauf von Aktien an der EnBW

"Ein Geschäft nach dem Geschmack der schwäbischen Hausfrau" - so hatte es der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan MAPPUS, CDU, vier Monate vor der anstehenden Landtagswahl im "Ländle" (März 2011) der überraschten Öffentlichkeit angekündigt. Es würde ein "Stück moderner Industriepolitik" werden: den Rückkauf von 45% der Anteile am ehemals staatseigenen Energiekonzern EnBW, einem der vier großen Energieriesen in Deutschland. Es kam anders. Nach Fukushima entwickelte sich der Deal zu einem Flop. Allerdings: Jetzt wird Deutschlands ehemals größter Atomkonzern "grün".

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2013 | Aktualisiert am: 24.10.2015

Organspenden: zwischen Leben und Tod. Und auch Vetternwirtschaft?

Organe wie Leber, Niere oder Herz von (klinisch) Toten können Lebenden, die aber todkrank sind, Leben retten. In Deutschland ist die Zahl der lebensrettenden Organe sehr viel geringer als der dringende Bedarf. Potenziell müssen deshalb Menschen sterben. Das Aufkommen dieser Organspenden ist seit 2012 weiter gesunken. Grund: Übereifrige und selbstverliebte Chirurgen haben für ihre eigenen Patienten das Kontrollsystem unterlaufen, das eine faire Verteilung der lebensrettenden Organe sicherstellen solll: durch Manipulation der Krankenakten. Die Tageszeitungen, die dies ans Tageslicht gebracht aben, erhielten 2013 dafür einen "Wächterpreis der Tagespresse".

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Whistleblower

Online am: 27.06.2008 | Aktualisiert am: 28.10.2015

Altenpflege: Brigitte HEINISCH in Berlin schlägt Alarm

Darf eine Altenpflegerin Alarm schlagen, wenn sog. bettlägrige Heimbewohner bis zur Mittagszeit ungewaschen bleiben? Und teilweise in ihrem Urin und Kot liegen (müssen)? Der Berliner Gesundheitskonzern Vivantes meint 'nein'. Brigitte HEINISCH sagte "ja!". Deswegen musste sie sich durch alle Instanzen der deutschen Arbeitsgerichtsbarkeit klagen. Und dann vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. Erst dort hatte sie Erfolg: Whistleblowing ist ein Menschenrecht. Und das Recht der Öffentlichkeit auf Information ist wichtiger als das Geschäftsinteresse von Unternehmen.

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Whistleblower

Online am: 28.07.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006: keine Whistleblower, 15 Tote

Gefeiert wurde 1973 ausgiebig: Die kleine Kurstadt hatte nun eine eigene Eissporthalle. Doch niemand machte sich Gedanken, dass es für das stolze Bauwerk keine Prüfstatik gab, dass es deswegen eigentlich keine Baugenehmigung hätte geben dürfen, dass der ganze Bauvorgang aktenmäßig unvollständig war und vieles andere sonst. Über 30 Jahre hatte das niemand moniert, niemand Alarm geschlagen. Zeit wäre genug gewesen. Am 2. Januar 2006 geschah es dann. Eine Rekonstruktion der vielen Fehler und des Schweigens. Und wie der Vorfall durch die Justiz (nicht wirklich) aufgearbeitet wurde.

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Wächterpreis

Online am: 04.05.2011 | Aktualisiert am: 09.11.2015

Kölner Stadtarchiv: Der Einsturz. oder: Pfusch beim U-Bahn-Bau

Damit hatte niemand gerechnet: Am 3. März 2009 sackt das Stadtarchiv in sich zusammen, begräbt Hunderttausende von alten Dokumenten und Archivalien der altehrwürdigen Domstadt unter sich. Und zwei Tote. Schnell stellt sich heraus: Beim U-Bahnschacht, der unter der Erde ausgebuddelt wurde, war nicht alles mit rechten Dingen zugegangen: Pfusch und Betrug.

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Whistleblower

Online am: 27.01.2009 | Aktualisiert am: 14.11.2015

Whistleblower Holger SPRENGER und VW. Wie der Autokonzern mit engagierten Mitarbeitern umgeht

Was "Hartz IV" bedeutet, weiß jeder. Die meisten kennen auch den Namensgeber: Peter HARTZ, lange Jahre oberster Personalchef bei VW. In seine Ägide fallen die sog. Lust- und Puffreisen von VW - Praktiken, mit denen man sich die Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder gefügig machen konnte. Dieser Skandal kam im Jahr 2005 ans Tageslicht. Bereits vorher gab es einen anderen: Betrug und Korruption im Konzern. Das bekam auch Holger SPRENGER am eigenen Leib zu spüren. Er versuchte dagegen vorzugehen. Und lief auf allen Ebenen auf. Bis hin beim Aufsichtsrat. Als er bei der Hauptversammlung aller Aktionäre Ferdinand PIECH damit konfrontierte, wurde SPRENGER gekündigt. Und weil er viele betriebliche Verbesserungsvorschläge gemacht hatte, aber um die Früchte betrogen wurde, gelang es ihm, sein ihm zustehendes Honorar per Gerichtsvollzieher bei VW einzutreiben.

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2010 | Aktualisiert am: 16.11.2015

Die Millionenfalle - das Bonner WCCB

Als die Stadtoberen Bonns 2005 ohne Inverstoren vor dem Bau des Word Conference Center Bonn (WCCB) als großes 40 Millionen Euro -Zukunftsprojekt standen, kam der „Präsident“ der SMI Hyundai Corporation, Man Ki Kim wie gerufen. Durch die finanzielle Unterstützung eines Unternehmens, mit dem man einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden Dollar assoziierte, sollte die Fertigstellung des neuen politischen Zentrums der Stadt bald erfolgt und medial groß inszeniert werden. So begann die Stadt Steuergelder in Millionenhöhe ohne Sicherheiten der privaten GmbH bereitzustellen und übernahm gutgläubig auch die Bürgschaft für die aufgenommenen Kredite von über 74 Mio. Euro.

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Whistleblower

Online am: 05.10.2010 | Aktualisiert am: 09.12.2015

Keine Atomwaffenzünder für den Iran

Waffen verboten" - so wir hier auf diesem Schild heißt es beispielsweise in Hamburger S-Bahn-Bahnhöfen. Waffen in jeglicher Form sind absolut unerwünscht. Denn Waffen sind potenziell gemeingefährlich. Das sieht - im Prinzip - auch die internationale Staatengemeinschaft so, auch wenn sich viele daran nicht halten und Waffenproduktion oder Waffenexport zulassen oder nicht verhindern. In Deutschland ist es - eigentlich - verboten, Waffen oder relevante Bauteile in Krisengebiete auszuführen. Zum Beispiel auch in den Iran. Ein junger Zöllner hatte 2002 nachts und durch sofortiges Handelns genau so etwas verhindert. Er wurde entlassen. Grund: Er habe den Dienstweg nicht eingehalten.

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Whistleblower

Online am: 11.03.2011 | Aktualisiert am: 09.12.2015

Der Fall Kevin - tot im Kühlschrank

Auch Kindern soll es im "Sozialen Rechtsstaat" gut gehen. Für potenziell gefährdete Kinder gibt es daher staatliche Eingreifmöglichkeiten. 2006 sind sich die zuständigen Stellen einig, den zweieinhalbjährigen Kevin seinem drogensüchtigen Vater zu entziehen. Bedienstete des "Amtes für Soziale Dienste" finden ihn tot im Kühlschrank...

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2015 | Aktualisiert am: 30.12.2015

Der ADAC und sein manipulierter "Gelber Engel"

Groß, größer, der Größte - so hatte sich der ADAC immer selbst verstanden. Bis zum Jahr 2014. Da hatte die Süddeutsche Zeitung enthüllt, dass die bundesdeutsche Auto-Institution den alljährlichen Wettbewerb um Lieblingsauto der deutschen Autofahrer manipuliert. Und das seit Jahren.

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Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.06.2018 | Aktualisiert am: 04.06.2018

3 Rathäuser und 1 Kläranlage: eine schmutzige Geschichte"

Affären um Kläranlagen haben nicht den Charme, zum Dauerbrenner der Berichterstattung zu werden. Diese schon und sie steht an der B 472 im Tölzer Land und arbeitet für drei kleine Kommunen, die zusammen nur 7.000 Einwohner zählen. Dass die Missstände abgestellt wurden, hat der Tölzer Kurier mit seiner "Öffentlichkeitsarbeit" bewirkt. Die Geschichte wurde dafür 2018 mit einem "Wächterpreis" ausgezeichnet

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