Tag: Abeitsagentur - Arbeitsamt


Wächterpreis

Online am: 03.05.2013 | Aktualisiert am: 24.10.2015

Organspenden: zwischen Leben und Tod. Und auch Vetternwirtschaft?

Organe wie Leber, Niere oder Herz von (klinisch) Toten können Lebenden, die aber todkrank sind, Leben retten. In Deutschland ist die Zahl der lebensrettenden Organe sehr viel geringer als der dringende Bedarf. Potenziell müssen deshalb Menschen sterben. Das Aufkommen dieser Organspenden ist seit 2012 weiter gesunken. Grund: Übereifrige und selbstverliebte Chirurgen haben für ihre eigenen Patienten das Kontrollsystem unterlaufen, das eine faire Verteilung der lebensrettenden Organe sicherstellen solll: durch Manipulation der Krankenakten. Die Tageszeitungen, die dies ans Tageslicht gebracht aben, erhielten 2013 dafür einen "Wächterpreis der Tagespresse".

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Whistleblower

Online am: 03.03.2008 | Aktualisiert am: 08.11.2015

Gegen gefälschte Statistiken in den Arbeitsämtern: Erwin BIXLER

Eine Pressekonferenz im Wohnzimmer, die nicht sein durfte. Damit begann die Reform der Arbeitsmarktpolitik ab 2002. Sie endete in mehreren "Hartz-Reformen", z.B. "Hartz IV". Auslöser: Flächendeckende Manipulationen der Statistiken durch die Arbeitsämter. BIXLER hatte das früh erkannt und aufmerksam gemacht. Doch im Apparat der Arbeitsverwaltung mochte man Kritik oder Hinweise auf Missstände überhaupt nicht. BIXLER wurde totgeschwiegen. Bis er vom Bundesarbeitsminister nach Berlin einbestellt wurde. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf: Die Arbeitsmarktpolitik wurde verändert, BIXLER sozusagen entlassen.

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Wächterpreis

Online am: 04.05.2012 | Aktualisiert am: 18.12.2015

Finger weg vom OLG Koblenz

Wenn eine Partei über die absolute Mehrheit verfügt, läuft sie Gefahr, hochmütig zu werden und essentielle demokratische Spielregeln außer Kraft zu setzen. So geschehen 2006 in Rheinland-Pfalz, als die SPD versuchte, die eher konservative Richterschaft durch eigenes Parteivolk zu ersetzen. Kein Trick war Kurt BECK und seinem neuen Justizminister zu Schade, um den Präsidentenposten beim OLG Koblenz SPD-nah zu besetzen. Als das Bundesverwaltungsgericht das längst Geschehene als unrechtmäßig wieder aufhob, ersann die SPD einen neuen Trick: Sie wollte das OLG auflösen. Doch jetzt meldete sich die Zivilgesellschaft zu Wort - die SPD-Pläne wurden zur Makulatur. Und jener besetzte die OLG-Präsidentenposition, der von Anfang an der Geeignetere war - ohne Parteibuch.

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