Tag: Kartell


Wächterpreis

Online am: 05.05.2007 | Aktualisiert am: 02.12.2015

Nix wie weg - Reisen mit E.ON & Co

Dürfen Stadträte und Bürgermeister, die darüber zu entscheiden haben, von welchem Energiekonzern sie Strom und Gas kaufen (wollen), auf Einladung eben dieser Energiekonzerne zur Oper nach Wien oder auf eine Erdölplattform fahren? Nachgedacht darüber hatte lange niemand. Bis Redakteur Ekkehard RÜGER aus der Einmann-Lokalredaktion des Bergischen Volksboten einen Tipp bekam und einen ersten Artikel schrieb. Der löste eine Welle von staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungen aus, zwang die Energieriesen zu einem neuen Kodex. Redakteur RÜGER bekam dafür 2007 einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen.

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Whistleblower

Online am: 01.02.2012 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Harald FRIEDRICH und das (schlechte) Trinkwasser aus der Ruhr

Die Karte veranschaulicht, worum es in diesem Whistleblowerfall geht: um die Versorgung von rund 4 Millionen Menschen entlang der Ruhr mit Trinkwasser. Dabei nimmt die Ruhr auf der einen Seite die Abwässer der Industrie und der Haushalte auf, auf der anderen Seite wird aus diesem "Oberflächengewässer" das Trinkwasser gewonnen. Bei perfektionierten Kläranlagen und Trinkwasseraufbereitungsanlagen, die auf dem neuesten Stand der Technik wären, eigentlich kein Problem. Eigentlich.

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Whistleblower

Online am: 23.01.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

'Singen' für Europa: Stanley ADAMS - ein Whistleblower gegen Hoffmann-La Roche

Ein hochrangiger Manager des Schweizer Pharma-Multi Hoffmann-La Roche steigt aus und gibt der EU-Kommission in Brüssel interne Unterlagen über das weltweite Vitamin C-Kartell. Die Kommission durchsucht den Konzern, agiert aber ausgesprochen unprofessionell - die Pharma-Manager können sehen, wer der Informant war. Der wird jetzt gejagt, heimlich, während er sich in Sicherheit wiegt: zugesagter Schutz der EU-Kommission. Doch damit ist es nicht weit her. Stanley ADAMS wird geschnappt und wegen "Spionage" angeklagt. 20 Jahre Haft stehen in der Schweiz auf diesen Tatbestand.

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Wächterpreis

Online am: 05.05.2009 | Aktualisiert am: 09.11.2015

Mangelhafte Notfallrettung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg, dem sog. Ländle, das hinsichtlich wirtschaftlicher Produktion und (Fastvoll)beschäftigung an vorderster Stelle in Deutschland steht und wo so bekannte Unternehmen wie Bosch, Porsche, Daimler-Benz u.a. beheimatet sind, sieht es, wenn es um medizinische Notfälle geht, weit weniger gut aus. Wer den Notfallrettungsdienst unter "112" alarmiert, muss länger warten als anderswo. Da kann es um Leben oder Tod gehen. Der Grund: Die Notfallrettung ist dort als (wirtschaftliches) Monopol organisiert - in den Händen des DRK. Einmalig in ganz Deutschland. Und einmalig, was die mangelnde Qualität betrifft. Ist Änderung in Sicht?

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2005 | Aktualisiert am: 19.11.2015

"Operation Stinktier": Wie ein Zementkartell einen unliebsamen Konkurrenten plattmachen will

Unter diesem Namen hatten die weltweit 'Großen' in der Zementindustrie Anfang 2000 einen Plan ausgeheckt, die Fa. Readymix, ebenfalls ein großer Wettbewerber, heimlich zu übernehmen und dann 'fertig zu machen', sprich zu liquidieren. Grund: Readymix hatte sich dem Bundeskartellamt als Kronzeuge zur Verfügung gestellt, weil es die branchenüblichen Kartellabsprachen nicht mehr mitmachen wollte. Kartelle sind hierzulande unzulässig und verboten. Jetzt steht die ganze Branche vor Gericht: Die Kunden wollen Schadensersatz ...

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Wächterpreis

Online am: 03.05.2003 | Aktualisiert am: 13.01.2016

Kölner Müllverbrennungs-und Parteispendenskandal

Müll - klassisches Produkt einer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft. Die Branche, die sich um dessen Entsorgung kümmert: grob, hemdsärmeldig, verschlossen - ideal um Geldströme zu verschleiern. Z.B. um Parteien mit Spenden wohlgefällig zu stimmen. Bereits in den 90er Jahren regt sich nicht nur Protest gegen den überdimensionierten Bau einer MVA. Auch kritische Stimmen melden sich zu Wort. Die Staatsanwaltschaft erhält anonyme Hinweise und durchsucht. Nicht den Angeschuldigten, sondern den vermeintlichen Informanten. Und findet nichts. Und stellt alles wieder ein. Erst als 4 Jahre später das BKA ermittelt, werden die Kölner Staatsanwälte wieder aktiv. Diesesmal ernsthaft. Und eröffnen ein neues Kapitel des Kölner Klüngels. Eine gigantische Parteispendenaffäre kommt ans Tageslicht. Es betrifft die SPD.

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