Online am: 03.05.2008 | Aktualisiert am: 20.08.2015
"Hingucken" heißt das Motto der Landesregierung in jenem Bundesland, das an der Spitze der Statistik rechter Gewalttaten steht: Sachsen-Anhalt. "Man muss nicht alles sehn!" erklärt der Dessauer Polizeivizepräsident drei Staatsschützern, die bisher sehr erfolgreich waren in ihrem Kampf gegen "rechts". Dem Polizeichef tut seine Äußerung und seine Meinung keinen Abbruch. Die 3 Staatsschützer hingegen, die sich aktiv engagiert haben, müssen ihre Dienststelle verlassen und werden degradiert. Bis heute.
weiterlesenOnline am: 14.02.2011 | Aktualisiert am: 12.03.2020
Was geschieht, wenn Polizisten Polizisten anzeigen? Und die Aussagen zweier gegen eine (einzige) steht? Auch wenn sich die Aussagen der Mehrheit selbst widersprechen? Und: Ist das Thema Korruption bei der Polizei überhaupt ein 'Thema'? Wir analysieren das am Beispielsfall "R.G.", der sich bei uns gemeldet hatte.
weiterlesenOnline am: 04.05.2010 | Aktualisiert am: 18.07.2022
Recherchen im Milieu laufen nicht ohne Risiko ab. Erst recht nicht, wenn eine Journalistin am Werk ist. Christine KRÖGER, die auf dieses Thema eher zufällig gestoßen war, ließ nicht locker. Und sich auch nicht abschrecken - trotz einschlägiger Drohungen. Was sie herausfand, waren Verbindungen von Mitgliedern der "Hell's Angels" und der "Bandidos" zur Organisierten Kriminalität. Und sie stellte fest, dass dieses Phänomen von den (eigentlich) zuständigen Behörden regelmäßig verharmlost wurde. Für diese Recherchen und ihre journalistische Hartnäckigkeit erhielt die Journalistin des WESER-Kurier 2010 einen "Wächterpreis der Tagespresse".
weiterlesenOnline am: 27.11.2011 | Aktualisiert am: 13.12.2022
"Die Staatsanwaltschaften in Hannover und Verden haben schwere Verfehlungen des heutigen Hannoveraner Oberstaatsanwalts Uwe GÖRLICH ungeahndet gelassen. Sie drehten und wendeten die Verdachtsmomente, Aussagen, Indizien und Beweise gegen ihren Kollegen so lange, bis sie ihn am Ende nicht mehr anzuklagen brauchten." Zitat aus einem Vermerk eines dritten Staatsanwalts, der alles aufklären und alle notwendigen Maßnahmen einleiten sollte. Z.B. die Ermittlungen gegen Frank HANEBUTH, den berühmt-berüchtigten Anführer der "Hell's Angels". Eine Geschichte von Christine KRÖGER (WESER-Kurier), die für ihre mutigen Recherchen einen Henry-Nannen-Preis erhielt.
weiterlesenOnline am: 03.05.2004 | Aktualisiert am: 19.04.2024
Ein elfjähriger Junge wird entführt, der Entführer gefasst. Wo er das Kind versteckt hält, ob es noch am Leben ist, verrät er nicht. Die Uhr tickt - nach mehreren Tagen in der Kälte und ohne Wasser und Essen droht der Tod des jungen Lebens. Der Entführer: ein 27jähriger Jurastundent, der sich mit dem Geld und seiner Freundin ein schönes Leben machen wollte. Darf die Polizei Gewalt androhen? Um das Leben des Kindes zu retten? Wie weit dürfen (müssen/sollten) Verhörmethoden bei zweifelsfrei enttarnten Kidnappern gehen? Der Frankfurter Polizeivizepräsident hat sich für eine Grenzüberschreitung entschieden. Ihm lag das Leben des Kindes am Herzen. Der Täter wurde wegen Mordes bzw. "besonderer Schwere der Schuld" zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber auch der Polizeivize musste büßen. Gerecht? Ist die Androhung von Schmerzen "Folter"?
weiterlesenOnline am: 01.09.2012 | Aktualisiert am: 17.05.2022
Medien und Menschen verändern die Welt, so lautet das Credo des DokZentrums ansTageslicht.de. Deshalb bleibt auch in Russland nichts wie es ist. Änderungen gehen manchmal halbwegs schnell von Statten. Meistens dauert alles etwas länger. Prognosen stellen kann keiner. Aber beschreiben, was vor und hinter den Kulissen geschieht. Wir versuchen die Entwicklung der neuen Zivilgesellschaft in Russland abzubilden. Es sind russische Studenten, die das im DokZentrum machen.
weiterlesenOnline am: 29.05.2017
"Ausgelassene Stimmung - Feiern weitgehend friedlich" lautete die Überschrift der ersten Pressemeldung der Kölner Polizei am Neujahrsmorgen. Das Gegenteil war der Fall. Die drei Tageszeitungen in Köln machten sich an die Arbeit, um aufzuklären, was wirklich geschehen war. Dafür bekamen sie 2017 den Wächterpreis der Tagespresse zuerkannt.
weiterlesenOnline am: 02.06.2018 | Aktualisiert am: 12.01.2020
Was, wenn ein Polizist im Dienst verletzt oder angeschossen wird? Und dadurch dienstunfähig wird? Landet er dann auf dem beruflichen und finanziellen Abstellgleis? Hat er Anspruch auf eine Entschädigung? Frank LAHME, Redakteur beim Westfälischen Anzeiger, hat mit seiner Berichterstattung einige Dinge verändern können. Und wurde dafür 2018 mit einem Wächterpreis ausgezeichnet.
weiterlesenOnline am: 28.05.2019 | Aktualisiert am: 02.06.2019
Das Attentat von Anis Amri gilt als eine der schwersten terroristischen Straftaten der Bundesrepublik. Die Recherche des Investigativjournalisten Florian Flade von der Tageszeitung "Die Welt" belegt: Bis heute haben Behörden den Fall nicht lückenlos aufgeklärt – auch, weil sie massive Fehler bei den Ermittlungen machten.
weiterlesenOnline am: 17.06.2021 | Aktualisiert am: 07.07.2021
Ein vierjähriger Junge stirbt 1988 in Hanau unter ungeklärten Umständen – und der Fall droht, in Vergessenheit zu geraten. Erst die intensiven Recherchen von Gregor Haschnik von der Frankfurter Rundschau fördern ab 2014 immer mehr Hinweise auf ein schreckliches Verbrechen im Umfeld einer sektenähnlichen Gruppierung zu Tage. Der Erstickungstod des kleinen Jungen wird aufgerollt und mündet 2020 in einem aufsehenerregenden Mordprozess gegen die Führerin der Gruppe, Sylvia D.: „Wie starb Jan H.“ ist eine erschütternde Geschichte über blinden religiösen Gehorsam, Gewalt und Behördenversagen mitten in Deutschland.
weiterlesenOnline am: 07.07.2022 | Aktualisiert am: 18.07.2022
Im Deutschen Bundestag, der Herzkammer der parlamentarischen Demokratie, rechtsradikale Polizisten? Die den Pulsschlag des Parlaments bewachen sollen? Die taz hat die Existenz solcher Leute entlarvt. Und einiges verändern können.
weiterlesenOnline am: 13.12.2023 | Aktualisiert am: 15.12.2025
Terror ist durch nichts zu rechtfertigen. Weder mit der allein "richtigen" Religion oder blinder Hass gegenüber einer ethnischen Herkunft. Trotzdem ist dieses Phänomen weltweit präsent. Ein Land trifft es besonders. Und der Terror begann auf deutschem Boden. Vor 1945 und nach 1960.
weiterlesenOnline am: 05.06.2025 | Aktualisiert am: 05.06.2025
Luftgeschäfte und fingierte Rechnungen, Geheimverträge, Schere und Uhu-Kleber - alles Zutaten, um Weltmarktführer zu werden. Bis sich ein Whistleblower meldet. Den aber nicht alle ernst nehmen.
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