Online am: 06.05.2013 | Aktualisiert am: 04.01.2016
Den Hinterbliebenen des Amoklaufs von Winnenden ist die gnadenlose Brutalität, die von Waffengebrauch ausgehen kann, schmerzlich bewusst geworden. Auch in Erfurt wurde durch Waffenmissbrauch eines Einzelnen ein beispielloses Blutbad angerichtet. Solche Vorkommnisse haben inzwischen mehr Tote gefordert als die Morde der RAF in den 70er Jahren. Vierzehn Volontäre der Süddeutschen Zeitung haben sich 2012 dieses Themasangenommen. Sie zeigen in einem Wochenend-Spezial alle Fassaden des deutschen Waffengebrauchs auf.
weiterlesenOnline am: 04.05.2003 | Aktualisiert am: 07.10.2015
Tschetschenien - politisch derzeit ein Teilgebiet der Russischen Föderation - ist wie Afghanistan: Seit mehreren Jahrhunderten kämpfen die Einwohner gegen Fremdherrschaft. Als sich die Republik 1991 nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums für unabhängig erklärt, kommt es - mal wieder - zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Offiziell sind die längst beendet. Aber eben nur offiziell. 2002 haben sich zwei Korrespondenten von Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Rundschau inkognito auf den Weg gemacht - so wie seinzeit Anna POLITKOWSKAJA. Um über den vergessenen Krieg zu berichten.
weiterlesenOnline am: 04.05.2007 | Aktualisiert am: 07.10.2015
Die USA, die gerne die Weltpolizei abgeben und sich als Hüter demokratischer Werte gerieren, sind gleichzeitig die Erfinder des politischen Outsourcing von Folter. Folter ist nämlich in den USA verboten. Was liegt da näher, andere Länder damit zu beauftragen. Z.B. Polen oder andere sogenannte Schurkenstaaten? Einen, den es getroffen hat: der deutsch-libanesische Khaled El MASRI aus Ulm. Von der CIA erst gekidnappt, nach Afghanistan verbracht, dort gefoltert, später wieder frei gelassen: eine Verwechslung. Wir rekonstruieren die ganze Geschichte. Und wie andere Journalisten weltweit diesen Fall bekannt gemacht haben.
weiterlesenOnline am: 25.11.2011 | Aktualisiert am: 09.10.2015
Wozu Überheblichkeit und finanzielle Gigantomanie führen kann, zeigt die Geschichte des bekannten Fußballclubs Borussia Dortmund: in den 'Beinahe-Abpfiff', konkret in die Pleite. Zwei überzeugte Anhänger verhinderten das, zugleich zwei kritische Journalisten: Freddy RÖCKENHAUS und Thomas HENNECKE. Sie begannen unabhängig voneinander zu recherchieren, als ihnen mehrere Merkwürdigkeiten auffielen. Dann taten sie sich zusammen: Die Recherchen gingen schneller und waren effektiver. Ihre ersten Veröffentlichungen kurz vor Weihnachten 2003 wirkten wie eine Bombe. Sie setzten einen Krimi in Gang.
weiterlesenOnline am: 03.05.2013 | Aktualisiert am: 13.01.2020
Organe wie Leber, Niere oder Herz von (klinisch) Toten können Lebenden, die aber todkrank sind, Leben retten. In Deutschland ist die Zahl der lebensrettenden Organe sehr viel geringer als der dringende Bedarf. Potenziell müssen deshalb Menschen sterben. Das Aufkommen dieser Organspenden ist seit 2012 weiter gesunken. Grund: Übereifrige und selbstverliebte Chirurgen haben für ihre eigenen Patienten das Kontrollsystem unterlaufen, das eine faire Verteilung der lebensrettenden Organe sicherstellen solll: durch Manipulation der Krankenakten. Die Tageszeitungen, die dies ans Tageslicht gebracht aben, erhielten 2013 dafür einen "Wächterpreis der Tagespresse".
weiterlesenOnline am: 03.03.2010 | Aktualisiert am: 14.11.2015
Wer in Bayern als hoher Finanzbeamter darauf dringt, dass auch die "Großkopferten" korrekt ihre Steuern zahlen (sollen), legt sich schnell mit den Mächtigen an. VIP's wie "Kaiser Franz" oder der ehemalige Wienerwald-Chef Friedrich JAHN genossen im Freistaat Bayern lange Sonderstatus. So musste auch Dr. Wilhelm SCHLÖTTERER regelmäßig mit dem Bayern-Chef Franz Josef STRAUSS aneinandergeraten. SCHLÖTTERER wurde degradiert, aufs Abstellgleis geschoben. Kein Grund für den aufrechten Beamten, klein beizugeben. Und inzwischen ist auch vieles anders geworden. "Fälle" wie Uli HOENEß werden nicht mehr einfach so akzeptiert.
weiterlesenOnline am: 10.05.2007 | Aktualisiert am: 16.11.2015
Der in Bremen geborene M. KURNAZ hatte Pech und war "zur falschen Zeit am falschen Ort". Eher zufällig wurde der 19jährige vom CIA gekidnappt und nach Guantanamo Bay, das US-Folterlager auf Kuba verschleppt. Das jugendliche Opfer amerikanischer Wild-West-Willkur hoffte im Kerker allerdings vergeblich auf die Hilfe (informierter) deutscher Behörden. In Berliner Amtsstuben schmiedete man schon längst Pläne, seine Rückkehr nach Deutschland - möglichst für immer - zu verhindern ...
weiterlesenOnline am: 03.05.2015 | Aktualisiert am: 30.12.2015
Groß, größer, der Größte - so hatte sich der ADAC immer selbst verstanden. Bis zum Jahr 2014. Da hatte die Süddeutsche Zeitung enthüllt, dass die bundesdeutsche Auto-Institution den alljährlichen Wettbewerb um Lieblingsauto der deutschen Autofahrer manipuliert. Und das seit Jahren.
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