Das ganze Gammelfleischproblem im Überblick

Der Fleischverbrauch in Deutschland ist mit 90 Kg im Jahresdurchschnitt und pro Kopf gerechnet weltweit hoch. In den USA liegt dieser Wert bei 135 Kg, im EU-Durchschnitt bei 95. In China ist er nur halb so hoch, nämlich 45 Kg pro Kopf und in den Entwicklungsländern liegt er durchschnittlich bei 11 Kg. Fleisch gehört hierzulande zu den essentiellen Lebensmitteln. Die Produktion ist deshalb in weiten Bereichen quasi 'industrialisiert': riesige Produktionsanlagen, in denen die Tiere eng zusammengepfercht und mit diversen legalen Zusatz(nahrungs)mitteln schneller 'groß' bzw. schlachtreif werden. Für die Fleischhersteller ist das so am effizientesten. Daran haben wir uns auch weitgehend gewöhnt und akzeptieren das, sofern wir nicht auf die ökologisch korrekte Aufzucht ausweichen.

Foto: Adrian PETER, Report Mainz. Mit freundlicher Genehmigung

"Effizienz" praktizieren andere aber auch oft anders: mit der Produktion und dem Verkauf von "nicht zum Verzehr geeigneter" Ware. Mit anderen Worten: mittels "Gammelfleisch" bzw. "Ekelfleisch".

Gesundheitsgefährdend ist das - gottlob - in den allermeisten Fällen nicht, wenn 'vergammeltes' Fleisch in anderem Fleisch 'untergejubelt' wird oder anderswie versteckt ist. Zum Beispiel wenn - nach Haltbarkeitsfrist gesehen - abgelaufenes Fleisch - neu etikettiert - wiederum als Frischfleisch ausgepriesen wird. Oder wenn Fleisch, das eigentlich "nicht zum Verzehr geeignet" ist, in Döner-Spießen untergemischt oder als "Wildschwein" in Restaurants angeboten wird. Besonders appetitlich aber auch nicht. Und es ist auch nicht legal.

  • Dass das Thema 'Gammelfleisch' bzw. 'Ekelfleisch' überhaupt zum Thema werden konnte,

  • dass inzwischen jeder weiß, was das ist,

  • und dass letztlich auch die 'hohe Politik' dann darauf reagieren musste,

dies alles ist nicht zuletzt das Verdienst von Informanten, Hinweisgebern und so genannten Whistleblowern. Von Menschen also, die von illegalen Machenschaften wissen und diese Informationen an Behörden (z.B. Lebensmittelaufsicht, veterinärische Dienste), an die Staatsanwaltschaft, den Zoll oder die Polizei, oder auch an die Medien weitergeben.

Wir dokumentieren hier

  • solche Fälle von Täuschung und Betrug

  • und wie diese Machenschaften 'aufgeflogen' sind.


Unter Auf einen Blick: Ereignisse - Informanten - Folgen haben wir - überblicksartig - die 'größten' Skandale zusammengestellt und dabei skizziert, was sich daraus ergeben hat.

Unter Gammelfleisch und kein Ende? Eine kleine, aber unendliche Chronologie finden Sie eine ausführliche Zuammenstellung aller Ereignisse seit 2002 - jenem Jahr, in dem zum ersten Mal dieses Problem thematisiert wurde, direkt aufrufbar auch unter dem Permalink www.ansTageslicht.de/Gammelfleischchronologie 

Einige Erklärungen zum Thema Fleisch gibt es unter Problem: Fleisch!.

Das Land Bayern war einer der Ausgangspunkte für die vielen Skandale. Dazu haben wir - ganz kurz - die Ereignisse der größten Skandalfirma in Bayern: BERGER Wild aus Passau rekonstruiert. Was in einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss herausgekommen ist, den der Bayerische Landtag eingesetzt hatte - zu Zeiten, in denen die CSU noch die staatstragende Mehrheit hatte und ganz Bayern als ihr ureigenes Untertanenreich ansah und dabei jegliche Kritik als staatszersetzende Majestätsbeleidigung betrachtete - das finden Sie unter Gammelfleisch + Politik: Was dabei herauskommt.

Wir haben aber auch zusammengestellt, wass jeder Einzelne tun kann:

  • was man über "K1", "K2" und "K3" wissen sollte

  • auf was man beim Kauf achten muss

  • und bei wem man Alarmschlagen kann, wenn man von illegalen und ekligen Machenschaften erfährt:

unter Was kann man tun? Tipps + Tricks für Verbraucher.

Über die im März 2009 im Berliner Bezirk Pankow gestartete Aktion "Alles Sauber. Also Rein!" informieren wir Sie hier unter Das Smiley-Projekt. Wir wünschen - auch weiterhin - Guten Appetit!

 Die ganze Geschichte können Sie direkt aufrufen oder verlinken unter www.ansTageslicht.de/Gammelfleisch.

(JL)

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