Jahrgang 1979 in Bramsche im Teutoburger Wald studierte sie Publizistik, Germanistik und Politikwissenschaft an der Uni Mainz und ging danach auf die Reportagenschule in Reutlingen.
Nach der Journalistenschule arbeitete sie als freie Journalistin, später als Pauschalistin im Dossier der ZEIT und als Reporterin fürs ZEITmagazin.
Seit 2020 ist sie Reporterin beim Magazin der Süddeutschen Zeitung.
Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem “Deutschen Reporterpreis” für die beste Reportage: eine Geschichte über ein Bootsunglück vor der Küste Griechenlands. Die war ihr deshalb wichtig, um zu zeigen, welche Folgen solch ein Unglück für die Überlebenden und Hinterbliebenen hat, was wir in aller Regel immer nur als (ganz) kurze Meldung in den Nachrichten wahrnehmen.
Wie sie zur Geschichte über den kleinen Lönne kam, hat sie uns aufgeschrieben unter Wie der Bericht entstand. Ihre Motivation, diese Geschichte zu machen: “Die Umstände, unter denen Lönne starb, waren von Beginn an auffällig und die Eltern fühlten sich im Stich gelassen und nicht ausreichend informiert. Im Laufe der Recherche wurde uns dann immer klarer, dass ein Kind bei einem medizinischen Notfall nicht immer die Hilfe bekommt, die es braucht. Diesen Missstand wollten wir durch unsere Geschichte dokumentieren, damit sich hoffentlich etwas ändert.”
Und auf die Frage, warum Journalismus wichtig ist: “Journalismus sorgt dafür, dass Menschen Dinge erfahren, die sie ohne ihn nicht erfahren würden, teils auch nicht erfahren sollen.”
So wie vermutlich auch im Fall des kleinen Lönne.
