Sexspitzel in der Staatskanzlei - der Fall Gabriele PAULI

Um eine Kritikerin aus den eigenen Reihen loszuwerden, wollte Edmund STOIBER (CSU) die "Schöne Landrätin" Gabriele PAULI diskreditieren: mithilfe eines 'Spions'


Der Fall der "Schönen Landrätin" Gabriele PAULI im Überblick

Die CSU ist vor allem eine Männerdomäne - Frauen haben keinen leichten Stand. Bis auf einige wenige Vorzeigefrauen. Wer überdies innerparteilich Kritik übt, macht sich schnell unbeliebt. So rasch, dass man anfängt zu suchen - z.B. nach irgendwelchen sexuellen Affären, mit denen man Kritikerinnen diskreditieren kann. So geschehen in der Bayerischen Staatskanzlei 2006. Die Monate danach wurden dann zum Jahr der Rücktritte - Edmund STOIBER inklusive.

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Making-of: So entwickelte sich der Skandal zum Politikum

Ein Rückblick von Angela BÖHM: Es war die letzte Sitzung vor Weihnachten. Zum Abschluss des Jahres gab CSU-Chef Edmund Stoiber im Parteivorstand morgens im Franz-Josef-Strauß-Haus einen Überblick über die Lage der Nation. Er erklärte dem Spitzengremium, wie schwierig das Regieren in der großen Koalition sei, schimpfte über die Gesundheitsreform und brachte ein Thema, das die Schlagzeilen über die Weihnachtsferien beherrschen sollte: Die Pkw-Maut, mit einer Jahresvignette von 120 Euro für jedes Auto. Der Plan war in der CSU strittig, so wurde an diesem Montagvormittag des 18. Dezembers 2006 darüber auch heftig gestritten.

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Drei Rücktritte: eine Chronologie

Es kam nicht nur zum Rücktritt des 'Bad Guy', der intrigierte, und nicht nur zum politischen Rückzug des Opfers. Auch der 'Chef' musste aufgeben: Bayerns Ministerpräsident Edmund STOIBER, CSU.

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Die Großkopferten der CSU in Bayern

Die Bayerische CSU versteht sich als Volkspartei und erfreut sich seit jeher großer Akzeptanz. Sie gibt sich auch demokratisch und in Bayern finden Volksentscheide sehr häufig statt. Das Sagen in der Partei allerdings haben nur wenige: rund 200 vorwiegend Männer sind es, die die Geschicke der CSU und damit Bayerns lenken. So funktioniert eben in Bayern das System CSU und damit auch das System Bayern.

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System Bayern

"Mia san mia" - heißt in Bayern die Erklärung. Für praktisch alles. Wie das System Bayern funktioniert und welche Rolle die CSU dabei spielt, erfahren Sie hier.

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System CSU

Den Sonderstatus, den Bayern gern für sich beansprucht, findet man auch bei der Christlich-Sozialen Union. Als einziges Bundesland lehnte die bayerische Regierung mit dem damaligen Ministerpräsidenten Hans EHARD 1949 das Grundgesetz ab (63 Abgeordnete dafür, 101 dagegen). Begründet wurde dies damit, dass der Bund zuviel Macht über die Länder hätte und Bayern seinen Entscheidungsspielraum gefährdet sah. Da jedoch die nötige Zweidrittel-Mehrheit bereits gegeben war, wurde das Grundgesetz auch für Bayern verbindlich.

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Interview mit Gabriele PAULI

Sie stand uns Rede und Antwort.

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Andere Skandale in Bayern

Die Bespitzelungsaffäre um Gabriele PAULI im Jahre 2006 ist nur einer von vielen Skandalen, die in der Parteigeschichte der CSU zu finden sind. Dossiers, gezielte Indiskretionen und Intrigen haben in Bayern und der CSU Tradition. Franz Josef STRAUSS höchstpersönlich prägte mit seinen dubiosen Machenschaften die Partei scheinbar so stark, dass man denken könnte, die Achtung vor Privatangelegenheiten bedeute in der CSU nicht mehr viel.

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ABC der Akteure im Fall "Gabriele PAULI"

Wer zog wann und wo im Fall der "schönen Landrätin" Gabriele PAULI hinter den Kulissen die Strippen: das ABC von Roß und Reiter

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Die Berichte der AZ

die mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet wurden.

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