Menschen und Medien verändern die Welt. Auch in Russland

Unabhängig, also nach freiem Willen, zu berichten, Missstände anzusprechen und/oder dabei Roß & Reiter zu benennen, ist in einem Staat wie Russland nicht ganz so einfach. Trotzdem geschieht es. In großen Städten und in kleinen. In vielen Regionen des größten Landes der Erde. Natürlich auch in Moskau.

Wir stellen hier einige solcher unabhängigen Medien vor: anhand von Geschichten, die diese Medien recherchiert und veröffentlicht haben. Und was danach geschehen ist. Bzw. ob und was sich verändert hat.

Das Stagebild oberhalb dieses Textes steht für diese Interaktion zwischen der Zivilgesellschaft bzw. der Öffentlichkeit und den Medien: "Wir hoffen auf Dich, Sloboda!" Dies ist eine regelmäßige Rubrik der Zeitung Sloboda aus Tula, 200 Km südlich von Moskau. 

Wir beschreiben hier aber auch, wie diese unabhängigen Medien funktionieren (können). Denn nur, wenn man es sich auch wirtschaftlich 'leisten' kann, weil man dies so möchte, kann man auch ohne Druck 'von außen' objektiv berichten.

"Wir": Das sind Studenten und angehende Journalisten aus Russland, die sich im Sommer 2017 im Rahmen des Projekts Menschen-Medien-Demokratie (mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes, der ZEIT-Stiftung in Hamburg und des Senatskanzlei von Berlin) in Berlin für 2 Wochen getroffen haben, um a) nach solchen Medien zu suchen, und um b) mit unabhängigen Medienmachern aus Russland zu diskutieren, wie das geht.

Wir dokumentieren hier - nach und nach - rund 12 solcher Geschichten, die erklären, wie Menschen und Medien die Welt verändern (können). Auch in Russland.

Diese Geschichten und die Portraits ihrer Macher werden nach und nach online gehen.

Bisherige Portraits von unabhängigen Medien, die wir im Jahr 2016 gefunden und beschrieben haben, finden sich unter www.ansTageslicht.de/Russlandmedien



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