"Steueroase Hessen"? Oder: 10 Steuerfahnder, die sich dagegen wehren

Erst waren es 50, dann zehn. Zum Schluss blieben vier übrig, die weiterhin nach Recht und Gesetz arbeiten wollten. Sie wurden zwangsweise psychiatrisiert. Und als Beamte entlassen. Jetzt haben sie erfolgreich auf Schadensersatz geklagt.


Die Hessische Steuerfahnder-Affäre im Überlick

Was zu rot-grünen Zeiten in Hessen mit einer Großrazzia der Commerzbank 1996 begann und rd. 60.000 Steuerhinterziehungsfälle nach sich zog, ging unter der neuen Ära Roland KOCH (CDU) mit einer Einschränkung der Steuerfahndung weiter. Wer sich dem neuen Amtsinhaber widersetzte, wurde ganz schnell sanktioniert: durch Zwangsversetzung. Jene die nicht aufgaben, weil sie sonst gegen Recht und Gesetz gehandelt hätten, wurden zwangspsychiatrisiert und als "paranodie Querulanten" aus dem Staatsdienst entlassen - der jüngste war noch keine 40 Jahre alt. Die Standhaften wurden 2009 mit dem Whistleblowerpreis ausgezeichnet.

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Auf 1 Blick: die hessische Steuerfahnder-Affäre als Grafik

Wie das alles zusammenhing und was auf was Einfluss gehabt hat.

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Der Stand der Dinge in der Hessischen Steuerfahnder-Affäre

Inzwischen ist die Affäre auch in Leipzig angekommen: auf der Theaterbühne. Ursprünglich sollte das Theaterstück um dei Steuerfahnder in einem großen Saal des Leipziger Finanzamts aufgeführt werden. Jetzt müssen die Schauspieler in ein Off-Theater ausweichen.

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Chronologie aller Ereignisse der Hessischen Steuerfahnder-Affäre: 1991 - 2011

So wirksam waren die Maßnahmen der hessischen Obrigkeit: Von 48 Unterschriften, die sich wehrten, blieben immer weniger übrig: durch indirekte Drohungen, offen praktizierte Zwangsversetzungen, Umorganisationen der Abteilungen. Die letzten standhaften Steuerfahnder wurden psychiatrisiert und zwangsweise aus dem Staatsdienst entlassen.

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Hessische Steuerfahnderaffäre: ABC der Akteure

Informationen über die wichtigsten Akteure, soweit sie die politische Macht und den Behördenapparat repräsentieren

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Hessische Steuerfahnder-Affäre: ABC der Ausgegrenzten und Whistleblower

Die Schicksale derer, die sich für Recht und Gesetz eingesetzt haben. Und in der hessischen Finanzverwaltung schlechte Erfahrungen dabei machen mussten.

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Zwei hessische Ex-Steuerfahnder im Gespräch

Ein Interview mit Rudolf SCHMENGER und Frank WEHRHEIM aus dem Jahr 2009. Was sie denken, wie sich sich fühlen, warum sie zu dem stehen, was sie gemacht haben.

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Was der Parlamentarische Untersuchungsausschuss nicht klären konnte (bzw. nicht wollte)

Untersuchungsausschüsse sind letztlich, was die Bildung von Mehrheiten betrifft, das Spiegelbild des Parlaments. Woran eine regierende Mehrheit kein Interesse haben kann, wird sich auch im Untersuchungsausschuss nicht durchsetzen (können). So muss vieles auf der Strecke bleiben. Auch in den hier anstehenden 2 Untersuchungsausschüssen im Hessischen Landtag.

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Steuerhinterziehung: Kavaliersdelikt oder asoziales Verhalten?

Lange Zeit (nur) als "Kavaliersdelikt" angesehen merken inzwischen auch die (Aller)Letzten, das Steuerhinterziehung letztlich Betrug an der steuerzahlenden Allgemeinheit ist. Was einige wenige und/oder 'Große' nicht zahlen, dafür müssen dann die anderen aufkommen. Hier einige Zahlen zum Wirtschafts- und zum Steuerkreislauf.

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Whistleblower-Preis 2009 für die Hessischen Steuerfahnder

Die beiden letzten, die sozusagen 'übrig blieben', bekamen 2009 den Whistleblower-Preis zugesprochen

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Hans LEYENDECKER über den Steuerfahnder Klaus FÖRSTER

Anlässlich der Whistleblower-Preisverleihung an Rudolf SCHMENGER und Frank WEHRHEIM, stellvertretend für alle anderen aufrechten Steuerbeamten: eine Laudatio von Hans LEYENDECKER, Süddeutsche Zeitung, auf einen anderen aufrechten Steuerfahnder, der damals ebenfalls am Ende seine Karriere stand.

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