Passauer Neue Presse, 07.01.2016

von Martin RIEDLAICHER

Kommentar

Passauer Neue Presse , 18.07.2005

Es ging über lange und quälende Monate, aber nun scheint das Ende der Huber-Affäre da, zumindest was den politischen Teil betrifft. Die Kripo und der Staatsanwalt haben weiter schwer zu tun, um die Vergehen und Schäden festzustellen. Es hat jemand über Jahre abkassiert, es muss jemand zahlen. Aber das ist eine andere Ebene.

Beim Verband ist das Haus jetzt bestellt, es steht ein neuer Mann an der Spitze, und der soll nun die Chance bekommen. Die Last ist schwer, aber der Job ist machbar. Walter Taubeneder kann auf ein Team zählen. Es ist kompetent und motiviert. Das gilt für die Verwaltung, das gilt für die Lehrer.

Davon hatte auch Klaus Huber profitiert. Er hat seine Verdienste, hatte aber immer den Mythos genährt, er hätte alles allein erledigt, jeden Stein selber gemauert.

Die Wahrheit ist: Die Bauten an der neuen Berufsschule sowie das Projekt Salzstadel waren Gemeinschaftswerke, an denen alle Beteiligten mit großem Einsatz angepackt und bis ans Ende der Kräfte geschuftet haben, darunter auch der Huber-Vorgänger.

Auf den Verdiensten Hubers liegt jetzt immer der Schatten, dass er sein Engagement nutzte, um Geschäfte und Geld zu machen. Dieses Treiben ist nun beendet.

Es handelt sich ganz offenbar um einen „Einzeltäter“, deshalb dürfte es nicht schwer sein, den Verband wieder auf eine gerade Bahn zu bringen. Dass das so schnell ging, ist auch ein Verdienst von OB Albert Zankl. Als die Sache ruchbar wurde, hat er sofort anpackt, keine Rücksicht auf (Partei)-freund und Feind genommen, die Sache untersucht und auch nicht lang drum herum geredet. Das war sehr professionell und ist leider nicht immer üblich im Politgeschäft.

Die Huber-Affäre ist zu Ende. Alle Beteiligten beim Berufsschulverband können sich jetzt wieder voll um ihren eigentlichen Job kümmern: Junge Leute auszubilden. Das machten sie bisher gut, das werden sie auch weiter tun.

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