Chronologie: Wie aus Leipzig keine Olympia-Stadt wurde

27.06.2001

Offizielle Bewerbung Leipzigs beim Nationalen Olympischen Kommitee (NOK)


03.01.2003

Unterzeichnung eines Dokumentes durch THÄRICHEN und JUNG: 150.000 € Provision für Marketingfirma SCI.


12.04.2003

NOK-Entscheidung: Wahl Leipzigs zur deutschen Olympiabewerberstadt


14.04.2003

Gründung des Bewerbungkommitees Leipzig 2012 GmbH


20.06.2003

Laut Rechnung wurden 60.900 € an die SCI gezahlt.


Sommer 2003

Die Pentacom erbringt Dienstleistungen für TIEFENSEE und Olympia.


04.10.2003

Veröffentlichung der Stasi-Aktivitäten von THÄRICHEN


08.10.2003

THÄRICHEN lässt sein Amt ruhen 


15.10.2003

Affäre TIEFENSEE - Beginn der Berichterstattung in der Berliner Zeitung


16.10.2003

Ministerpräsident MILBRANDT fordert Prüfung der, in Auflösung befindlichen, Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH.
Überprüfung der Geschäfte mit der Pentacom.


17.10.2003

Einstweilige Verfügungen der Beteiligten


18.10.2003

Fristlose Kündigung von THÄRICHEN durch den Aufsichtsrat der Leipzig 2012 GmbH, Unregelmäßigkeiten bei der Geschäftsführung.


28.10.2003

Kontrolle der Olympia GmbH durch Regierungspräsidium


01.11.2003

JUNG informiert TIEFENSEE über offenen Rechnungen mit dem SCI


03.11.2003

Veröffentlichung Prüfbericht über Olympia GmbH


05.11.2003

JUNG gerät unter Druck und legt eine eidesstattliche Erklärung ab.


06.11.2003

Leipziger Regierungspräsidium prüft nun die Geschäfte von TIEFENSEEs Olympiabewerbern.
JUNG streitet die Verantwortung für die Unterschrift ab.
MILBRANDT hält an der Bewerbung fest.


07.11.2003

Beginn der Berichterstattung der Leipziger Volkszeitung. Rücktritt des Leipziger Olympiabeauftragten JUNG. OB TIEFENSEE beruft JUNG als Geschäftsführer der Leipziger Marketing GmbH und Aufsichtsrat der Olympia GmbH ab.  

Prüfverfahren der Kommunalaufsicht gegen die Stadt Leipzig und OB TIEFENSEE. Vorgänge um Leipzig im IOC mit Argusaugen wahrgenommen. Deutsche Olympiabewerbung für 2012 auf der Kippe.


08.11.2003

TIEFENSEE vor der NOK-Vollversammlung: "Auch ich habe Fehler gemacht".
TIEFENSEE verspricht "schonungslose Aufklärung".


09.11.2003

Keine Chance mehr für Leipzig 2012 im internationalen Wettbewerb.

15.11.2003

OB TIEFENSEE wird von dem Vorwurf entlastet, aktiv in unlautere Provisionszahlungen der früheren Bewerbungsgesellschaft verwickelt zu sein.


19.11.2003

Krisensitzung des Aufsichtsrats des Bewerbungskomitees Leipzig 2012 GmbH – Ergebnis: Deutsche Bewerbung um Olympische Sommerspiele 2012 geht weiter. Der Hauptschuldige für strafrechtlich relevante Geschäftsvorgänge ist für SCHILY der ehemalige Olympia-Geschäftsführer THÄRICHEN, Konzentration der Ermittlungen auf ihn.


20.11.2003

THÄRICHEN will sich noch immer nicht zu den immer schwerer werdenden Vorwürfen äußern; er erneuert seine Aussage, dass er "zu keiner Zeit am Aufsichtsrat einer Olympia GmbH vorbei Verträge angebahnt hat".


27.11.2003

  • Leipziger Staatsanwaltschaft: Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Thärichen. Verdacht: THÄRICHEN habe ohne Rechtsgrund über eine Provisionsvereinbarung mit SCI 80.000 € zur Zahlung freigegeben. 
  • Kein Grund für ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren gegen JUNG. OB TIEFENSEE will JUNG ab 02.12. wieder ins Amt als Beigeordneter für Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule einsetzen. 
  • Leipziger Regierungspräsidium: Ankündigung von Vorermittlungen gegen JUNG – „Verdacht eines Dienstvergehens wegen leichtfertigen Umgangs mit öffentlichen Geldern“.

Januar 2004

Buch "Operation 2012" erscheint (Grit HARTMANN, Cornelia JESKE und Jens WEINREICH)


18.05.2004

Leipzig wird von der Liste der Kandidatenstädte durch die Entscheidung des IOC gestrichen.


22.02.2005

Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft gegen THÄRICHEN und JUNG, ohne strafrechtliche Konsequenzen.


10.04.2005

Oberbürgermeisterwahl in Leipzig - TIEFENSEE wird mit 67,1% der Wählerstimmen wiedergewählt.

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