Whistleblower-Kurzportraits

In diesem Teil des DokZentrums ansTageslicht.de stellen wir in knapper Form Portraits von mutigen Menschen vor, die sich gegen Missstände und Unrechtmäßigkeiten jeder Art zur Wehr gesetzt haben: sogenannte Whistleblower. Meistens bezahlen sie das mit Mobbing und/oder Kündigung, Einkommensverlust und manchmal auch mit dem sozialen Tod.

Die Dokumentation entsteht - unter anderem - in Kooperation mit dem Whistleblower-Netzwerk e.V. Einige der Fälle sind auch - zusätzlich - ausführlich dokumentiert, oft rekonstruiert von Studierenden. Wir skizzieren hier aber auch Beispiele, die andere Journalisten und Medien aufgegriffen haben.

Diese Site soll dokumentieren, welch wichtige Rolle Informanten und Whistleblower für ein gerechtes und sauberes Funktionieren unseres gesellschaftlichen Zusammenhangs spielen - auch wenn Whistleblower - derzeit noch - selten für ihren Mut anerkannt werden. Dies wird sich allerdings ändern, weil die EU inzwischen klare Vorgaben gemacht hat, die Whistleblower künftig schützen sollen.

Diese Kurzportraits können Sie direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Whistleblower-kurz (oder auch www.ansTageslicht.de/Whistleblower-Kurzportraits). Mehr zum Thema "Whistleblowing" ganz allgemein finden Sie unter www.ansTageslicht.de/Whistleblowing.

Beispiele von Whistleblowern gibt es ebenfalls in der Online-Ausstellung des Whistleblower-Netzwerks.



Online am: 04.06.2019 | Aktualisiert am: 11.06.2019

Karsten vom BRUCH - Whistleblower beim Unternehmen BOSCH. Folge: gekündigt.

"Du schaffsch beim Bosch, dann halt Dei Gosch" - so lautet die Empfehlung von Mitarbeitern untereinander. Soll bedeuten: Wer Kritik übt, weil schlecht entwickelt oder gearbeitet wird, ist schnell seinen Job los. So ist es Karsten vom BRUCH ergangen. BOSCH selbst sieht sich anders, spricht vom "Ethos im Umgang mit unseren Geschäftspartnern, Mitarbeitern und Gesellschaft". Tatsächlich hat BOSCH maßgeblich beim Dieselbetrug von VW und anderen Autoherstellern mitgewirkt

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Whistleblower

Online am: 11.03.2019 | Aktualisiert am: 15.05.2019

Rudolf ELMER - ein Whistleblower aus Cayman Islands, den das schweizerische Bundesgericht freisprach, aber dennoch abstraft: lebenslang

Nach 14 Jahren, im Februar 2019, wird das Urteil des Schweizer Bundesgerichts über den Whistleblower veröffentlicht: Er wird freigesprochen davon, dass er das Schweizer Bankgeheimnis verraten hatte. Denn das gilt nicht auf den Cayman Islands, wo Drogenhändler, korrupte FiFa-Funktionäre, Mörder oder griechische Reeder ihre unversteuerten Gelder verstecken. ELMER hat das bekannt gemacht - zusammen mit WikiLeaks. Aber jetzt muss der Whistleblower alle Kosten bezahlen: 325.000 Schweizer Franken.

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Whistleblower

Online am: 01.03.2019 | Aktualisiert am: 03.06.2019

Hermann THEISEN - ein Whistleblower, der nicht aufgibt, auf illegale Waffenexporte und unbekannte Atomwaffenlager aufmerksam zu machen

Im Gefängnis gesessen, Strafbefehle abgewehrt, Gerichtsprozesse geführt. Immer ging es um Krieg und Waffen. Anders gesagt: gegen Krieg und gegen illegale Waffenexporte. Hermann THEISEN, der in seinem Beruf oft mit traumatisierten Flüchtlingskindern zu tun hat, und weiß, wovon er spricht, ist seit seiner Jugend engagiert. Und ein Whistleblower.

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Whistleblower

Online am: 01.02.2019 | Aktualisiert am: 27.04.2019

Swen ENNULLAT - ein Whistleblower, der zuletzt vom Hof gejagt wurde und als Bürgermeister zurückkehrte

Polizist in Sachsen-Anhalt und dort zum ersten Mal zum Whistleblower geworden. Folge: von der Polizeibehörde verjagt. Dann Staatsschützer in Berlin, danach Angestellter im Rathaus in Königs-Wusterhausen vor den Toren Berlins. Dort zum zweiten Mal als Whistleblower aktiv und vom Hof gejagt. Triumphal zurückgekehrt als Bürgermeister, der sich jetzt gegen Parteienfilz engagiert.

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Whistleblower

Online am: 01.02.2019 | Aktualisiert am: 07.05.2019

Julia und Vitaly STEPANOV - zwei Whistleblower, die mit Hilfe eines Journalisten das russische Staatsdoping enttarnen

Ohne sie wäre es auch heute noch immer nicht wirklich amtlich: Dass es in Russland ein staatlich 'gefördertes' Doping-System gibt. Und dass ein Großteil der auf internationalen Wettbewerben gewonnenen Medaillen ausschließlich Betrug geschuldet ist. Was dazu führt, dass Athleten, die es seinerzeit nicht auf die ersten drei Plätze geschafft haben, nachträglich ihre redlich erworbene Medaille erhalten

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Whistleblower

Online am: 30.01.2019 | Aktualisiert am: 06.05.2019

ANONYMUS - ein Whistleblower aus der HVB-Bank, der dafür sorgte, dass ein Justizskandal zum Justizskandal werden konnte

Auf Justitita, die für Recht und Gesetz sorgen soll, sollte man sich nicht verlassen. Gustl MOLLATH, der ungerechtfertigterweise in der Psychiatrie eingesperrt war, weil es so seine "Ex" haben wollte, wäre nicht freigekommen, wenn nicht ein Whistleblower unbekannten Namens eingeschritten wäre. Und MOLLATH zur Freilassung verholfen hatte. Dabei aber auch Justiz und Politik bloßgestellt hat.

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Whistleblower

Online am: 28.01.2019 | Aktualisiert am: 02.05.2019

Michael EPP - der erste deutsche Whistleblower aus Dubai, der den False Claims Act in den USA nutzt

Die Supreme-Group ist ein weltweit agierender Konzern, den so gut wie niemand kennt: ein Logistik-Unternehmen, das Kriege begleitet. Panzer und Kanonen brauchen Treibstoff, die G.I.s der US-Armeen Coca Cola und Steaks aus der Heimat. Wer liefern darf, kann satte Gewinne einfahren, vor allem dann, wenn er betrügt. Michael EPP hat das nicht akzeptiert. Und Alarm geschlagen. Die Folge: Supreme musste ein halbe Milliarde Dollar an Strafe und Wiedergutmachung zahlen.

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Whistleblower

Online am: 07.01.2019 | Aktualisiert am: 04.05.2019

Miroslaw STRECKER - ein LKW-Fahrer, der zum Whistleblower wurde

Den Betrug am Verbraucher, beispielsweise bei Gammelfleisch, bemerkt der Verbraucher in der Regel nicht. Dazu bedarf es Whistleblower, die Alarm schlagen. LKW-Fahrer STRECKER hat es gemacht. Und war einer von vielen, die es gemacht haben. Ergebnis: Heute ist es für Betrüger schwieriger geworden, andere übers Ohr zu hauen.

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Whistleblower

Online am: 02.01.2019 | Aktualisiert am: 05.05.2019

Sven GRATZIK - ein Polizist, der gegen Neonazis kämpft, wird als Whistleblower kaltgestellt

"Hingucken" hieß die Devise in Sachsen-Anhalt, um Neo-Nazis Einhalt zu gebieten. Sven GRATZIK hatte wohl zu genau hingeguckt. Und wurde wie zwei andere seiner Kollegen abgestraft. So funktioniert(e) der Polizeiapparat in jenem Bundesland, das in der bundesweiten Statistik mit rechtsextremen Straftaten an erster Stelle steht.

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Whistleblower

Online am: 01.01.2019 | Aktualisiert am: 17.04.2019

Erwin BIXLER - ein Whistleblower, der das System der manipulierten Statistiken der Arbeitsämter zu Fall brachte

Pressekonferenz im Wohnzimmer eines Beamten. Das darf nicht sein. Aber es musste sein: Die Familie hatte Hunger und der Eisschrank war inzwischen leer - BIXLER's wurden belagert: von Journalisten, die alle ein Interview wollten. Denn Erwin BIXLER hatte gerade dem Bundesarbeitsminister erklärt, weil niemand anderes auf ihn hören wollte, wie einfach die Arbeitsämter (heute: Jobcenter) ihre Statistiken frisierten. Die Folgen: Die Arbeitsmarktpolitik wurde reformiert, BIXLER frühpensioniert.

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Whistleblower

Online am: 01.11.2018 | Aktualisiert am: 06.05.2019

Brigitte HEINISCH - eine Whistleblowerin, die als Altenpflegerin bis vor den Europäischen Gerichtshof gezogen ist. Und obsiegte

Das Offenlegen von Missständen ist nach der europäischen Charta der Menschenrechte durch die Meinungsfreiheit gedeckt. So hat es der allerhöchste Gerichtshof in Europa entschieden. Die Altenpflegerin wollte sich nicht damit abfinden, dass ihre betreuten Personen nur unzureichend versorgt werden. Wegen ihrer Kritik hatte sie der (staatliche) Arbeitgeber gefeuert.

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Whistleblower

Online am: 01.10.2018 | Aktualisiert am: 06.05.2019

Prof. Dr. Eberhard HILDT - ein junger Wissenschaftler wird zum Whistleblower ohne Angst um seine Karriere zu haben

Wer als angehender Wissenschaftler die eigene Elite kritisiert, verscherzt sich im Regelfall seine eigene Karriere - selbst wenn die Chefs Betrüger sind. Wissenschaftsbetrug bei der Krebsforschung ist besonders heftig, denn die Täuschung enttäuscht große Hoffnungen. In diesem konkreten Fall ist alles gut gegangen. Die Betrüger wurden enttarnt und der Hinweisgeber konnte trotzdem etwas werden: einer der bekanntesten deutschen Virologen.

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Whistleblower

Online am: 01.10.2018 | Aktualisiert am: 11.06.2019

Andrea FUCHS - eine Whistleblowerin aus der DZ Bank, die 20 Male gekündigt wurde

Urkundenfälschung(en), falsche Eidesstattliche Versicherungen vor Gericht, Insiderverrat, Manipulation(en) in der konzerneigenen Revisionsabteilung - Alltag in der DZ Bank, der Mutter aller Volksbanken und Raiffeisenkassen? Mit all dem musste sich Andrea FUCHS auseinandersetzen. Sie wurde insgesamt 20 Mal gekündigt, weil sie intern und extern Missstände angeprangert hatte.

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