
Jedes Jahr gibt es rund 60 Bewerbungen, aber nur 3 Preise. Im Prinzip ist das zu wenig, denn eigentlich haben (fast) alle diese Geschichten eine Auszeichnung verdient: In vielen Redaktionsstuben, heute meist Newsroom genannt, wird immer noch fleißig und hartnäckig recherchiert, Missstände aufgedeckt und öffentliche Diskussionen angeschoben. Die dann meist auch Veränderungen bewirken.
Der erste Preis
geht an Hannes GRASSEGGER und Till KRAUSE vom SZ-Magazin, München:
Über den Internetmoloch facebook weiß man wenig Genaues, schon garnicht, wie die internen Löschregeln lauten und wie sie angewendet werden, wenn es um Hassbotschaften, Foltervideos oder Kinderpornographie geht. Den beiden Redakteuren gelang es, Mitarbeiter ausfindig zu machen und zum Reden zu bringen, was diesen verboten ist: www.ansTageslicht.de/facebook
wurde der Lokalredakteurin Christiane MÜHLBAUER vom Tölzer Kurier zuerkannt. Dies ist ihre Geschichte:
Missstände gibt es allerorten und sie werden meist nicht bekannt. So auch bei der Kläranlage an der B 472, die sich die drei (kleinen) Bayerische Gemeinden Benediktbeuren, Bichl und Sindelsdorf teilen. Nur durch die Beharrlichkeit der Journalistin und mehreren Hinweisgebern (Whistleblowern) war es möglich, die Unregelmäßigkeiten öffentlich zu machen und die Politik unter Druck zu setzen:
www.ansTageslicht.de/Klaeranlage
Der Lokalredakteur zeigt am Beispiel eines Polizisten, der bei der Ausübung seines Berufs angeschossen und dienstunfähig wurde, wie sich Vater Staat in solchen Fällen um seine Diener kümmert: absolut unbefriedigend. Und ungerecht.
Seine detaillierten Berichte führten dazu, dass sich der Landtag von Nordrhein-Westfalen entschloss, eine Gesetzeslücke zu schließen: www.ansTageslicht.de/Polizisten
Die Preisverleihung hat am Montag, den 4. Juni 2018 wie üblich im Frankfurter Römer, dort im Kaisersaal stattgefunden.