Die 'ausgezeichneten' Geschichten des "Wächterpreis der Tagespresse"

Sie sind hier chronologisch aufgeführt. Die letzten hier ganz oben:


Wächterpreis

Online am: 05.05.2016 | Aktualisiert am: 02.05.2016

Die Lohnlüge

Seit 1. Januar 2015 wird die Einführung des Mindestlohn gefeiert. Ein zäher politischer Kampf war dem vorausgegangen. Mindestlohn bedeutet - eigentlich - ein Menschenrecht. Geld für Arbeit zu erhalten, wovon man sich auch selbst ernähren kann, hat etwas mit Menschenwürde zu tun. Doch trotz Gesetz: Immer noch versuchen viele Unternehmen und Institutionen, darunter renommierte Namen, den Mindestlohn aufzuweichen oder zu umgehen. Und damit an der Würde der Menschen zu kratzen. Wir dokumentieren, wer und wie ...

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2016 | Aktualisiert am: 14.04.2016

PEGIDA: neuer bürgerlicher Rassismus

Im Oktober 2014 erschien PEGIDA zum ersten Mal auf den Straßen Dresdens. Mit dem „Abendspaziergang“ an einem Montag machten Demonstranten um Lutz BACHMANN auf sich aufmerksam. Niemand ahnte zu dem Zeitpunkt, dass aus dieser ersten friedlichen Demonstration eine Bürgerbewegung werden würde, die durch Gewaltbereitschaft, Hasstiraden, Volksverhetzung und Rassismus für Furore sorgen würde.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2016 | Aktualisiert am: 20.04.2016

Pauschales Versagen

Eigentlich zum Zwecke der Kostendämpfung ausgedacht entwickelt sich die Fallpauschale immer mehr zu einer Gelddruckmaschine für Krankenhäuser: durch sinnlose, aber besser bezahlte Operationen als eigentlich notwendig.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2015 | Aktualisiert am: 29.09.2015

Wahlbetrug in Deutschland

Manpulationen bei Wahlen kennt man aus vielen (fremden) Ländern. Aber - bisher - nicht aus Deutschland. Und doch kommt so etwas vor. Zumindest 2014 bei den Kommunalwahlen in den Bundesländern Bayern und Sachsen-Anhalt. 2 Wächterpreis-Träger haben das aufgedeckt. Und dafür gesorgt, dass es öffentlich wurde. Und dass die Wahlen wiederholt werden mussten. Unabhängig davon: Noch immer sind die Staatsanwälte mit ihren Ermittlungen aktiv.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2015 | Aktualisiert am: 30.12.2015

Der ADAC und sein manipulierter "Gelber Engel"

Groß, größer, der Größte - so hatte sich der ADAC immer selbst verstanden. Bis zum Jahr 2014. Da hatte die Süddeutsche Zeitung enthüllt, dass die bundesdeutsche Auto-Institution den alljährlichen Wettbewerb um Lieblingsauto der deutschen Autofahrer manipuliert. Und das seit Jahren.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2014 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Klinikneubau in Ulm am Rand der Pleite

Was zunächst groß gefeiert wurde, stellt sich hinterher als eine Fast-Pleite heraus: der Klinikneubau für die Chirurgie in Ulm. Ein 240 Millionenprojekt, für dessen Pannen, Fehler und irreparablen Mängel nun das Land Baden-Württemberg finanziell gerade stehen muss. Dass darüber jetzt überhaupt diskutiert wird, ist das Verdienst zweier Redakteure der SÜDWEST-PRESSE. Sie hatten die Geschichte öffentlich gemacht. Recherchen, die 2014 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet wurden.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2014 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Katholische Kirche und "Pille danach"

Wer medizinisch gesehen in Not gerät, dem müssen Ärzte helfen. So sieht es der Hippokratische Eid vor. In Katholischen Krankenhäusern indes wurden vergewaltigte Frauen abgewiesen, wenn sie die "Pille danach" haben wollten. So gebietet es die Katholische Glaubenslehre. Vorfälle im Jahr 2013 im Erzbistum Köln, die der Kölner Stadtanzeiger aufgegriffen hatte, entfachten eine öffentliche Diskussion. Auch innerhalb der Kirchenhierarchie. Innerhalb von sechs Wochen änderte die Kirche ihre Meinung: Jetzt darf in Vergewaltigungsfällen entsprechend beraten und geholfen, sprich die "Pille danach" verabreicht werden. Die Recherchen und Veröffentlichungen wurden 2014 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2014 | Aktualisiert am: 07.09.2015

Familienwirtschaft im Bayerischen Landtag

"Vetterleswirtschaft" ist in Bayern ein gängiger Begriff. Seit 2013 gibt es einen neuen: "Familienwirtschaft". War es lange Zeit gang & gäbe, Bekannte, nahe Verwandte oder 'Vettern' Aufträge bzw. Geld zuzuschustern, bis es politisch anrüchig wurde, so gingen mehrere Abgeordnete der CSU im Bayerischen Landtag weiter: Sie ließen sich ihre Ehefrauen vom Steuerzahler bezahlen. Manche sogar die eigenen Kinder. Bis alles die Müncher Abenzeitung aufgedeckt hatte. Dann war Schluß mit lustig. Und manche der 'hohen Tiere' in der CSU mussten sogar ihre Ämter aufgeben. Recherchen, die 2014 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichnet wurden.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2013 | Aktualisiert am: 04.01.2016

Die Waffenrepublik

Den Hinterbliebenen des Amoklaufs von Winnenden ist die gnadenlose Brutalität, die von Waffengebrauch ausgehen kann, schmerzlich bewusst geworden. Auch in Erfurt wurde durch Waffenmissbrauch eines Einzelnen ein beispielloses Blutbad angerichtet. Solche Vorkommnisse haben inzwischen mehr Tote gefordert als die Morde der RAF in den 70er Jahren. Vierzehn Volontäre der Süddeutschen Zeitung haben sich 2012 dieses Themasangenommen. Sie zeigen in einem Wochenend-Spezial alle Fassaden des deutschen Waffengebrauchs auf.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2013 | Aktualisiert am: 28.10.2015

"Gustl MOLLATH" - ein Justizskandal?

2006 vor Gericht von Vorwürfen seiner "Ex" freigesprochen, aber gleichzeitig in die Psychiatrie eingewiesen - wegen seines "paranoiden Gedankensystems". Und weil er "gemeingefährlich" sei. Das "paranoide Gedankensystem": MOLLATH's Vorwürfe und seine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche, in die seine "Ex" verstrickt sei. Rosenkrieg oder Vertuschung seitens Behörden und Justiz? Seit 2013 ist MOLLATH wieder frei: Die Staatsanwaltschaft hat das abgeschlossene Verfahren wieder neu aufgenommen. Und auch das Bundesverfassungsgericht hat das verlangt. Ergebnis einer längeren Berichterstattung durch die Medien. Eine Rekonstruktion der Themenkarriere.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2013 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Sportförderung und Intransparenz

Für den Hochleistungssport gibt der Bund viel Geld aus. Um die Mittel zu legitimieren, vereinbaren das zuständige Innenministerium und die Sportverbände Ziel- und Leistungsvereinbarungen. So auch für die Olympischen Spiele 2012 in London. Zwei junge Journalisten wollten Details erfahren. Um vergleichen zu können, wie stark Medaillenziele und tatsächlicher Medaillenspiegel voneinander abweichen. Anders gesagt: Wie effizient die Sportförderung ist. Daniel DREPPER und Niklas SCHENCK stellten daher Anfragen: nach dem Informationsfreiheitsgesetz. Das Bundesinnenministerium indes blockte. Und blockierte, wo und wie es nur ging. Bis die beiden Journalisten einen juristischen Hebel fanden, ihr Recht auf Informationen durchzusetzen. Es gelang in letzter Minute. Die Cleverness und Hartnäckigkeit wurde 2013 mit einem "Wächterpreis der Tagespresse" belohnt.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2013 | Aktualisiert am: 24.10.2015

Organspenden: zwischen Leben und Tod. Und auch Vetternwirtschaft?

Organe wie Leber, Niere oder Herz von (klinisch) Toten können Lebenden, die aber todkrank sind, Leben retten. In Deutschland ist die Zahl der lebensrettenden Organe sehr viel geringer als der dringende Bedarf. Potenziell müssen deshalb Menschen sterben. Das Aufkommen dieser Organspenden ist seit 2012 weiter gesunken. Grund: Übereifrige und selbstverliebte Chirurgen haben für ihre eigenen Patienten das Kontrollsystem unterlaufen, das eine faire Verteilung der lebensrettenden Organe sicherstellen solll: durch Manipulation der Krankenakten. Die Tageszeitungen, die dies ans Tageslicht gebracht aben, erhielten 2013 dafür einen "Wächterpreis der Tagespresse".

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2012 | Aktualisiert am: 20.12.2015

Reader's Digest: Unseriöse Methoden

"Reader's Digest": ein US-amerikanischer Medienkonzern, dessen Zeitschrift "Das Beste" in über 50 Ländern und 20 Sprachen weltweit erscheint. Einstmals knapp 30 Millionen Auflage, heute noch immerhin 16 Millionen. Inzwischen gehört das Unternehmen sog. Finanzinvestoren, auch "Heuschrecken" genannt. Der Geschäftsstil ist seither ein anderer. Das hat auch der Rentner Heinz BRUNNER zu spüren bekommen. Er fühlt sich arglistig getäuscht und finanziell ausgenommen.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2012 | Aktualisiert am: 18.04.2016

Verkaufte Familienhilfe

In Berlin, das "arm, aber sexy" ist, gibt der Staat jährlich rd. 400 Millionen Euro für die Unterstützung von "Familien" aus, die Probleme haben: fast eine halbe Milliarde. Das weckt Begehrlichkeiten, und so teilen sich fast 800 freie "Träger" diesen Kuchen. Und so wie der Appetit beim Essen kommt, so ineffizient wird vielfach das, was eigentlich sinnvoll gemeint ist. Nicht so sehr die Familien profitieren davon, sondern vor allem die Träger: ein System der freien Selbstbedienung.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2012 | Aktualisiert am: 18.12.2015

Finger weg vom OLG Koblenz

Wenn eine Partei über die absolute Mehrheit verfügt, läuft sie Gefahr, hochmütig zu werden und essentielle demokratische Spielregeln außer Kraft zu setzen. So geschehen 2006 in Rheinland-Pfalz, als die SPD versuchte, die eher konservative Richterschaft durch eigenes Parteivolk zu ersetzen. Kein Trick war Kurt BECK und seinem neuen Justizminister zu Schade, um den Präsidentenposten beim OLG Koblenz SPD-nah zu besetzen. Als das Bundesverwaltungsgericht das längst Geschehene als unrechtmäßig wieder aufhob, ersann die SPD einen neuen Trick: Sie wollte das OLG auflösen. Doch jetzt meldete sich die Zivilgesellschaft zu Wort - die SPD-Pläne wurden zur Makulatur. Und jener besetzte die OLG-Präsidentenposition, der von Anfang an der Geeignetere war - ohne Parteibuch.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2012 | Aktualisiert am: 08.07.2015

"Aktion Größenwahn": Rückkauf von Aktien an der EnBW

"Ein Geschäft nach dem Geschmack der schwäbischen Hausfrau" - so hatte es der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Stefan MAPPUS, CDU, vier Monate vor der anstehenden Landtagswahl im "Ländle" (März 2011) der überraschten Öffentlichkeit angekündigt. Es würde ein "Stück moderner Industriepolitik" werden: den Rückkauf von 45% der Anteile am ehemals staatseigenen Energiekonzern EnBW, einem der vier großen Energieriesen in Deutschland. Es kam anders. Nach Fukushima entwickelte sich der Deal zu einem Flop. Allerdings: Jetzt wird Deutschlands ehemals größter Atomkonzern "grün".

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2011 | Aktualisiert am: 25.02.2016

Traumberuf Tierarzt

"Tierarzt" zu sein, sich um die vielen Lebewesen in der Umgebung des Menschen zu kümmern, ist für so manchen ein beruflicher Traum. Und Veterinärmediziner sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ideale Arbeitsbedingungen - so könnte man denken. Die indes, konkret die berufliche Realität, sieht anders aus. Eine Volontärein der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat diese ganz andere Welt recherchiert. Und einen "Wächterpreis der Tagespresse" dafür erhalten.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2011 | Aktualisiert am: 20.11.2015

Die Steuerfahnderaffäre Teil 2: Hessen-CDU versus Frankfurter Rundschau

Die hessische CDU hat ein gebrochenes Verhältnis zu Steuerehrlichkeit. In den 70er Jahren war es ihr Schatzmeister, der den großen Konzernen und Firmen der Republik einen fast totsicheren Trick vermittelt hat, wie diese Steuern sparen und Geld waschen konnten und gleichzeitig die Kassen der Parteien auffüllen konnten. 1999 musste dann der hessische Ministerpräsident Roland KOCH einräumen, dass seine Partei auf Liechtensteinischen Konten schwarze Gelder gebunkert hatte: über eine anonyme Stiftung namens "Zaunkönig".

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2011 | Aktualisiert am: 09.11.2015

Kölner Stadtarchiv: Der Einsturz. oder: Pfusch beim U-Bahn-Bau

Damit hatte niemand gerechnet: Am 3. März 2009 sackt das Stadtarchiv in sich zusammen, begräbt Hunderttausende von alten Dokumenten und Archivalien der altehrwürdigen Domstadt unter sich. Und zwei Tote. Schnell stellt sich heraus: Beim U-Bahnschacht, der unter der Erde ausgebuddelt wurde, war nicht alles mit rechten Dingen zugegangen: Pfusch und Betrug.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2011 | Aktualisiert am: 08.07.2015

Sexueller (Macht)Missbrauch - eine unendliche Geschichte auch in Deutschland

Mit dem Motto Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter fordert die Bundesregierung seit Ende 2010 Menschen auf, Täter beim Namen zu nennen. Egal ob betroffene Opfer, Mitwisser oder jene Hinweise geben, die nur eine konkrete Vermutung haben. Denn sexueller Missbrauch ist seit dem 28. Januar 2010 zum Thema auch in Deutschland geworden. Grund: Die Berliner Morgenpost konnte konkret über Vorfälle am bekannten Berliner Canisius-Kolleg berichten, die alle wachgerüttelt haben. So dass auch jene Vorfälle beachtet wurden, die sich Jahre zuvor an der berühmten Odenwald-Schule abgespielt hatten. Die Serie der Berliner Morgenpost wurde mit einem "Wächterpreis" geehrt.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2010 | Aktualisiert am: 28.12.2015

Spenden aus der Justizkasse

Bundesweit verhängen Richter jährlich mehrere Millionen Euro an "Bußgeldern". Doch wohin mit dem ganzen Geld? Gibt es Regeln für die Verwendung? Darf ein Richter den gemeinnützigen Sportverein 'unterstützen', in dem der eigene Sohn aktiv ist? Eine "Wächterpreis"-Geschichte aus dem Jahr 2010.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2010 | Aktualisiert am: 02.12.2015

"Cross Border Leasing": selbstverschuldete Finanzkrise(n) im Rathaus

Das war das Modell: Eine Kommune verkauft ihr Schwimmbad, das Stadtwerk oder die Strassenbahn an einen US-amerikanischen Trust. Und mietet alles gleich wieder zurück. Und zahlt jetzt Leasinggebühren dafür. Der Trust und seine Anleger können Steuern sparen und geben einen (kleinen) Teil cash zurück. Und genau darauf setzen die Bürgermeister und Stadtkämmerer: Bargeld jetzt, alles andere später! Und später kam die Finanzkrise. Und so einiges anderes auch. Viele dieser CBL-Geschäfte entwickelten sich zum finanziellen Fiasko. Allerdings ohne größere Verwerfungen, weil es einen gibt, der für alles gerade steht: die Steuerzahler. Ein Überblick über das Modell und darüber, warum man einen frühen Warner nicht zur Kenntnis nehmen wollte.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2010 | Aktualisiert am: 24.10.2015

Mutige Recherchen im Rockermilieu

Recherchen im Milieu laufen nicht ohne Risiko ab. Erst recht nicht, wenn eine Journalistin am Werk ist. Christine KRÖGER, die auf dieses Thema eher zufällig gestoßen war, ließ nicht locker. Und sich auch nicht abschrecken - trotz einschlägiger Drohungen. Was sie herausfand, waren Verbindungen von Mitgliedern der "Hell's Angels" und der "Bandidos" zur Organisierten Kriminalität. Und sie stellte fest, dass dieses Phänomen von den (eigentlich) zuständigen Behörden regelmäßig verharmlost wurde. Für diese Recherchen und ihre journalistische Hartnäckigkeit erhielt die Journalistin des WESER-Kurier 2010 einen "Wächterpreis der Tagespresse".

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2010 | Aktualisiert am: 16.11.2015

Die Millionenfalle - das Bonner WCCB

Als die Stadtoberen Bonns 2005 ohne Inverstoren vor dem Bau des Word Conference Center Bonn (WCCB) als großes 40 Millionen Euro -Zukunftsprojekt standen, kam der „Präsident“ der SMI Hyundai Corporation, Man Ki Kim wie gerufen. Durch die finanzielle Unterstützung eines Unternehmens, mit dem man einen Jahresumsatz von über 30 Milliarden Dollar assoziierte, sollte die Fertigstellung des neuen politischen Zentrums der Stadt bald erfolgt und medial groß inszeniert werden. So begann die Stadt Steuergelder in Millionenhöhe ohne Sicherheiten der privaten GmbH bereitzustellen und übernahm gutgläubig auch die Bürgschaft für die aufgenommenen Kredite von über 74 Mio. Euro.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2009 | Aktualisiert am: 03.11.2015

Wo die Schule nicht im Dorf bleiben soll

Das Thema Schulschließungen ist seit einiger Zeit vielen geläufig: schrumpfende Dörfer, zuwenig Schüler, kein Geld für Lehrer. Manchmal haben Schulschließungen im ländlichen Raum auch andere Gründe: politische Grabenkämpfe zwischen zwei Gemeinden. So wie in zwei Beispielen, die hier beschrieben sind: in zwei Artikeln, ausgezeichnet mit einem "Wächterpreis der Tagespresse".

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2009 | Aktualisiert am: 09.11.2015

Mangelhafte Notfallrettung in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg, dem sog. Ländle, das hinsichtlich wirtschaftlicher Produktion und (Fastvoll)beschäftigung an vorderster Stelle in Deutschland steht und wo so bekannte Unternehmen wie Bosch, Porsche, Daimler-Benz u.a. beheimatet sind, sieht es, wenn es um medizinische Notfälle geht, weit weniger gut aus. Wer den Notfallrettungsdienst unter "112" alarmiert, muss länger warten als anderswo. Da kann es um Leben oder Tod gehen. Der Grund: Die Notfallrettung ist dort als (wirtschaftliches) Monopol organisiert - in den Händen des DRK. Einmalig in ganz Deutschland. Und einmalig, was die mangelnde Qualität betrifft. Ist Änderung in Sicht?

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2009 | Aktualisiert am: 22.12.2015

Handwerkskammer Trier: Luftgeschäfte und Subventionsbetrug?

Der absolute 'Klassiker': Selbstbedienung und Subventionsbetrug auf lokaler Ebene - dort, wo jeder jeden kennt und jeder jedem noch morgen in die Augen schauen muss bzw. will. Mit Anpassung und Wegschauen geht das am einfachsten. Und doch: Die lokale Tageszeitung schaut hin, und zwar ganz genau. Und berichtet darüber. Am Ende muss eine lokale Koryphäe ihren Hut nehmen ...

weiterlesen

Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.05.2009 | Aktualisiert am: 04.11.2015

Spendenskandal beim Kinderhilfswerk UNICEF

Einrichtungen wie UNICEF bzw. das "Deutsche Komitee für UNICEF e.V." sind non-profit - Organisationen, die vom Vertrauen derer leben, wenn ihnen Gelder für wohltätige Zwecke anvertraut werden. Dazu bedarf es ausreichender Transparenz und aktiver Kommunikation darüber, wo und wie dieses Geld verausgabt wird. Beziehungsweise den "Kindern der Welt" zugute kommt. Bei UNICEF war letzteres bis 2008 nicht der Fall. Recherchen und Berichte der Frankfurter Rundschau haben das geändert ...

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2008 | Aktualisiert am: 25.11.2015

"Schon GEZahlt?"

Es gibt praktisch keine Branche und kein Unternehmen, dass heute schon weiß, über wieviel Geld es morgen verfügen wird und ausgeben kann. Ausnahme: die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Seit Einführung der "Rundfunkgebühr" (GEZ-Gebühr) im Jahr 1975, die inzwischen "Rundfunkbeitrag" heißt, sind die Einnahmen der Sender kontinuierlich gestiegen: stärker als alles andere. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sich 2007 Gedanken über die t.w. seltsamen und fragwürdigen Einzugspraktiken gemacht. Und für die Recherchen einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekommen. Das DokZentrum ansTageslicht.de dokumentiert nicht nur diese Recherchen, sondern hat auch rekonstruiert, wie sich die Einnahmen für die "Öffentlich-Rechtlichen" seither entwickelt haben. Und prompt Ärger mit der Redaktion panorama des NDR bekommen.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2008 | Aktualisiert am: 17.11.2015

PFT und anderes im Trinkwasser aus der Ruhr

Die Aufregung war groß. Und kam dem CDU-Umweltminister UHLENBERG gerade recht: So konnte er alle kritischen Blicke und Fragen auf eine kriminelle Abfallentsorgungsfirma lenken. Dass das Problem tiefer und größer war, wusste er von seinem zuständigen Abteilungsleiter Dr. Harald FRIEDRICH. Doch den wollte er loswerden - die Wasserwirtschaft hatte darum gebeten. Und deswegen ließ er gegen ihn ermitteln. Der Journalist David SCHRAVEN kam ihm dabei sehr ungelegen. Denn der hatte seinen Finger in die Wunde gelegt. Und dafür einen "Wächterpreis" erhalten.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2008 | Aktualisiert am: 28.10.2015

Sexspitzel in der Staatskanzlei - der Fall Gabriele PAULI

Dass der große Landesfürst mal über die Anschuldigungen einer Ducati - fahrenden Landrätin stolpern würde, dass hätte sich Edmund STOIBER wohl nicht in seinen wildesten Träumen erdacht. Dazu kam es Ende 2006: In einer CSU-typischen Affäre, gespickt mit Bespitzelungen, geplanten Intrigen, chauvinistischen Machthabern und einem vermeintlichen Bauernopfer brachte die AZ-Redakteurin Angela BÖHM viele Abgründe der Christlich Sozialen Union Bayerns ans Tageslicht. STOIBER musste abtreten ...

weiterlesen

Wächterpreis Whistleblower

Online am: 03.05.2008 | Aktualisiert am: 20.08.2015

"Man muss nicht alles sehen". Wie 3 staatliche Neo-Nazi-Bekämpfer kaltgestellt wurden

"Hingucken" heißt das Motto der Landesregierung in jenem Bundesland, das an der Spitze der Statistik rechter Gewalttaten steht: Sachsen-Anhalt. "Man muss nicht alles sehn!" erklärt der Dessauer Polizeivizepräsident drei Staatsschützern, die bisher sehr erfolgreich waren in ihrem Kampf gegen "rechts". Dem Polizeichef tut seine Äußerung und seine Meinung keinen Abbruch. Die 3 Staatsschützer hingegen, die sich aktiv engagiert haben, müssen ihre Dienststelle verlassen und werden degradiert. Bis heute.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 21.03.2008 | Aktualisiert am: 27.10.2015

Ausländerhass - Der Fall Noel MARTIN

Fremdenfeindlichkeit und brutale Gewalt von Rechts passen nicht zu einer Gesellschaft, die sich demokratisch, tolerant und weltoffen gibt. Trotzdem ist Ausländerhass weit verbreitet. Wir dokumentieren hier den Fall eines britischen Bauarbeiters, der - aus Jamaika stammend - wenige Kilometer vor Berlin 1996 zum Krüppel wurde: Noel MARTIN. Jugendliche hatten ihn in seinem Auto verfolgt, überholt und dabei einen großen Stein durchs Seitenfenster geworfen. Noel MARTIN verlor die Kontrolle über seinen Wagen und krachte gegen einen Baum. Die Polizei begann erst 4 Wochen danach zu ermitteln: Nachdem die taz, die tageszeitung einen ausführlichen Bericht veröffentlicht hatte.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 10.05.2007 | Aktualisiert am: 16.11.2015

CIA und Guantanamo in Deutschland

Der in Bremen geborene M. KURNAZ hatte Pech und war "zur falschen Zeit am falschen Ort". Eher zufällig wurde der 19jährige vom CIA gekidnappt und nach Guantanamo Bay, das US-Folterlager auf Kuba verschleppt. Das jugendliche Opfer amerikanischer Wild-West-Willkur hoffte im Kerker allerdings vergeblich auf die Hilfe (informierter) deutscher Behörden. In Berliner Amtsstuben schmiedete man schon längst Pläne, seine Rückkehr nach Deutschland - möglichst für immer - zu verhindern ...

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2007 | Aktualisiert am: 02.12.2015

Nix wie weg - Reisen mit E.ON & Co

Dürfen Stadträte und Bürgermeister, die darüber zu entscheiden haben, von welchem Energiekonzern sie Strom und Gas kaufen (wollen), auf Einladung eben dieser Energiekonzerne zur Oper nach Wien oder auf eine Erdölplattform fahren? Nachgedacht darüber hatte lange niemand. Bis Redakteur Ekkehard RÜGER aus der Einmann-Lokalredaktion des Bergischen Volksboten einen Tipp bekam und einen ersten Artikel schrieb. Der löste eine Welle von staatsanwaltschaftlichen Durchsuchungen aus, zwang die Energieriesen zu einem neuen Kodex. Redakteur RÜGER bekam dafür 2007 einen "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2007 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Die Entführung des EL MASRI

Die USA, die gerne die Weltpolizei abgeben und sich als Hüter demokratischer Werte gerieren, sind gleichzeitig die Erfinder des politischen Outsourcing von Folter. Folter ist nämlich in den USA verboten. Was liegt da näher, andere Länder damit zu beauftragen. Z.B. Polen oder andere sogenannte Schurkenstaaten? Einen, den es getroffen hat: der deutsch-libanesische Khaled El MASRI aus Ulm. Von der CIA erst gekidnappt, nach Afghanistan verbracht, dort gefoltert, später wieder frei gelassen: eine Verwechslung. Wir rekonstruieren die ganze Geschichte. Und wie andere Journalisten weltweit diesen Fall bekannt gemacht haben.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2007 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Besuch der Alten Dame beim Hamburger Abendblatt

Eine "Alte Dame" mit Rentnerporsche steht in der Redaktion des Hamburger Abendblatt. Sie erzählt eine unglaubliche Geschichte: erst wurde sie entmündigt, dann enteignet. Es geht um ein 7.500 qm großes Grundstück, das der Bürgermeister von Kummerfeld kaufen möchte. Sie aber will nicht verkaufen. Dann wurde sie plötzlich für geschäftsunfähig erklärt. Die erste Tat des neuen "Betreuers": Er verkauft das Grundstück an die Gemeinde. So abenteuerlich die Geschichte klingt: sie stellt sich als real heraus. Grund für zwei Journalisten, der Sache auf den Grund zu gehen. Nun stellen sich plötzlich presserechtliche Hindernisse in den Weg. Der neue 'Vormund' hat auch einen bekannten Presseanwalt eingeschaltet ...

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2006 | Aktualisiert am: 07.01.2016

Der Ehrenämterkönig von Passau

Eine klassische Geschichte: Ein Fraktionsvorsitzender im Kreistag der in Bayern (damals absolut) dominanten Partei, der gleichzeitig im Gemeinerat sitzt, als Verbandsrat im Abfallwirtschaftsverband fungiert und und, also ein "gestandenes Mannsbild" verkörpert, das kritische Nachfragen nicht nur abwehrt, sondern mit Drohungen begegnet, löste bei zwei Lokalreportern der Passauer Neuen Presse erst Nachdenken, dann Recherchen aus. Am Ende stellte sich heraus, dass der "Ehrenämterkönig" auch heimlich überall abkassierte.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2006 | Aktualisiert am: 02.11.2015

Sozialleistungsmissbrauch und Behördenwirrwarr

"Sütze" vom Staat zu erhalten und gleichzeitig heimlich größere Geldbeträge auf einem Konto der Dresdner Bank zu horten, die mit der türkischen Zentralbank zusammenarbeitet - geht das? Es funktioniert(e). Bis Steuerfahnder durch Zufall dieser Konstruktion auf die Schliche kamen. Allerdings: Das zu ändern gestaltet(e) sich äußerst schwierig: Kompetenzstreitereien zwischen den verschiedenen Behörden und föderale Eitelkeiten.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2006 | Aktualisiert am: 06.01.2016

Käuflichkeit journalistischer Arbeit - Jürgen EMIG

Die ersten Berichte der BILD-Zeitung und der Welt, dass da Geld fließen würde, verliefen im Sand. Die Welt musste sogar eine Gegendarstellung abdrucken. Ein Jahr später räsonierte die in Kassel erscheinende Hessiche/Naussauische Allgemeine über einen seltsamen Besuch des Sportchefs (Fernsehen) des Hessischen Rundfunks bei einer Eishockey-Veranstaltung. Dieser Bericht löste andere Reaktionen aus: Der Redakteur erhielt ein erstes Dokument zugeschickt, das belegte, dass der Sportchef käuflich war: Wer zahlte, kam mit seiner Sportveranstaltung auch auf den Bildschirm; Korruption im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2005 | Aktualisiert am: 10.01.2016

Die "Putzfrauenaffäre" von Zell am Main

Der Bürgermeister von Zell am Main (Würzburg) lässt sich von der 'Putzfrau', die fürs Reinigen im Rathaus zuständig ist, sein Privatauto waschen - in der Dienstzeit. Der Vorfall wird bekannt und führt zu einer Anfrage im Gemeinderat. Der Bürgermeister verspricht Besserung. Und kündigt sozusagen seiner 'Putzfrau'. Die Lokalzeitung macht einen Bericht darüber. Es ist der Beginn einer längeren Affäre, in der der Bürgermeister die Informationsfreiheit der Zeitung beschneiden will. Die klagt vor Gericht. Und gewinnt.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2005 | Aktualisiert am: 13.01.2016

Olympia in Leipzig

Ausgaben, z.B. einer großen Stadt, sind gleichzeitig Einnahmen: für andere. Wenn also eine Stadt wie Leipzig viel ausgeben möchte, um die Olympischen Spiele vor Ort zu holen, dann freuen sich darüber viele. Ein Klassiker. Bzw. ein gefundenes Fressen für die Presse. Eigentlich. Doch die Enthüllungen kamen durch die Berliner Zeitung zustande. Leipzig ist in Leipzig zu nah dran an Leipzig. Erst recht wenn jemand wie Otty SCHILY, seinerzeit Bundesinnenminister, mitmischt.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2005 | Aktualisiert am: 19.11.2015

"Operation Stinktier": Wie ein Zementkartell einen unliebsamen Konkurrenten plattmachen will

Unter diesem Namen hatten die weltweit 'Großen' in der Zementindustrie Anfang 2000 einen Plan ausgeheckt, die Fa. Readymix, ebenfalls ein großer Wettbewerber, heimlich zu übernehmen und dann 'fertig zu machen', sprich zu liquidieren. Grund: Readymix hatte sich dem Bundeskartellamt als Kronzeuge zur Verfügung gestellt, weil es die branchenüblichen Kartellabsprachen nicht mehr mitmachen wollte. Kartelle sind hierzulande unzulässig und verboten. Jetzt steht die ganze Branche vor Gericht: Die Kunden wollen Schadensersatz ...

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2004 | Aktualisiert am: 28.11.2015

Zahnmafia - Ganoven mit (Ge)Biss

Einfach ein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen und der Betrug ist perfekt – für den Zahnarzt und sein Dentallabor: Zahnersatz wurde billig im Ausland produziert, die ausländischen Rechnungen auf deutsche Höchstpreise umgeschrieben. Welche Firmen waren involviert? Welche Strafen wurden verhängt? Was machen die Betrüger heute? Was muss man beim Zahnersatz beachten? Und was ist mit den Gesundheitsreformen? Wir bringen etwas Licht ins Dunkel.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2004 | Aktualisiert am: 02.12.2015

Sportidol Carl DIEM

Lange schaute man weg, wollte nichts wissen. Insbesondere in Würzburg, seiner Geburtsstadt. Doch DIEM war ein Nazi. Auch wenn man ihn nur als Sportler sehen wollte.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2004 | Aktualisiert am: 15.02.2016

"Folter"-Drohung": ein Mörder, ein totes Kind, ein Polizeivizepräsident

Ein elfjähriger Junge wird entführt, der Entführer gefasst. Wo er das Kind versteckt hält, ob es noch am Leben ist, verrät er nicht. Die Uhr tickt - nach mehreren Tagen in der Kälte und ohne Wasser und Essen droht der Tod des jungen Lebens. Der Entführer: ein 27jähriger Jurastundent, der sich mit dem Geld und seiner Freundin ein schönes Leben machen wollte. Darf die Polizei Gewalt androhen? Um das Leben des Kindes zu retten? Wie weit dürfen (müssen/sollten) Verhörmethoden bei zweifelsfrei enttarnten Kidnappern gehen? Der Frankfurter Polizeivizepräsident hat sich für eine Grenzüberschreitung entschieden. Ihm lag das Leben des Kindes am Herzen. Der Täter wurde wegen Mordes bzw. "besonderer Schwere der Schuld" zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber auch der Polizeivize musste büßen. Gerecht? Ist die Androhung von Schmerzen "Folter"?

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2003 | Aktualisiert am: 18.11.2015

Schulbuchskandal und Engelwerk in Auerbach

Wenn Biologiebücher in der Schule beim Thema menschliches Leben erst mit der Geburt auf Seite 15 anfangen, dann stimmt etwas nicht. Genau das war der Fall über mehrere Jahre in einer Realschule im Bayerischen, genauer: im oberpfälzischen Auerbach, einem kleinen Städtchen von nicht einmal 10.000 Einwohnern. Und dort in einem Kloster - eine Einrichtung der „Kongregation der Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“. Als der Nordbayerische Kurier zu recherchieren und berichten begann, änderte sich einiges.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2003 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Der vergessene Krieg: Mutige Journalisten + Tschetschenien

Tschetschenien - politisch derzeit ein Teilgebiet der Russischen Föderation - ist wie Afghanistan: Seit mehreren Jahrhunderten kämpfen die Einwohner gegen Fremdherrschaft. Als sich die Republik 1991 nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums für unabhängig erklärt, kommt es - mal wieder - zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Offiziell sind die längst beendet. Aber eben nur offiziell. 2002 haben sich zwei Korrespondenten von Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Rundschau inkognito auf den Weg gemacht - so wie seinzeit Anna POLITKOWSKAJA. Um über den vergessenen Krieg zu berichten.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2003 | Aktualisiert am: 13.01.2016

Kölner Müllverbrennungs-und Parteispendenskandal

Müll - klassisches Produkt einer Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft. Die Branche, die sich um dessen Entsorgung kümmert: grob, hemdsärmeldig, verschlossen - ideal um Geldströme zu verschleiern. Z.B. um Parteien mit Spenden wohlgefällig zu stimmen. Bereits in den 90er Jahren regt sich nicht nur Protest gegen den überdimensionierten Bau einer MVA. Auch kritische Stimmen melden sich zu Wort. Die Staatsanwaltschaft erhält anonyme Hinweise und durchsucht. Nicht den Angeschuldigten, sondern den vermeintlichen Informanten. Und findet nichts. Und stellt alles wieder ein. Erst als 4 Jahre später das BKA ermittelt, werden die Kölner Staatsanwälte wieder aktiv. Diesesmal ernsthaft. Und eröffnen ein neues Kapitel des Kölner Klüngels. Eine gigantische Parteispendenaffäre kommt ans Tageslicht. Es betrifft die SPD.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.1970 | Aktualisiert am: 30.12.2015

Bremer Filz - Baulandskandal 1969

Der Bremer Baulandskandal aus dem Jahre 1969 gehört zu den größeren Affären der Republik. Auch wenn die Vorgänge regional begrenzt waren. Die Affäre vermittelt ein typisches Spiegelbild politischer und wirtschaftlicher Verfilzung wie sie damals weit verbreitet war im Nach-Nachkriegsdeutschland der 60iger Jahre. Eine Rekonstruktion auch dazu, wie der damals junge Redakteur diese Geschichte überhaupt machen konnte. Und dafür den allerersten "Wächterpreis der Tagespresse" zugesprochen bekam. Allerdings nicht ohne Komplikationen.

weiterlesen

Der Wächterpreis

"Couragierte Reporter" auszeichnen, die in "Wahrnehmung von staatsbürgerlichen Rechten", 

  • "den Kampf um eine saubere Verwaltung aufnehmen", 
  • "Übergriffe der Bürokratie oder anderer Machtgruppen" recherchieren und 
  • darüber dann auch berichten, und zwar "ohne Rücksicht auf Namen" und bestehende Verhältnisse sowie
  • Missstände schonungslos aufdecken. 

Dies ist das Ziel des "Wächterpreis der Tagespresse". So hat es die Stiftung "Freiheit der Presse" konstitutiert, die die Auszeichnungen verleiht. Mehr ...

Die Wächterpreis-Site:

Die aktuellen Geschichten unter Die Wächterpreisträger 2016. Alle Preisträger von Anbeginn: Die Wächterpreisträger in zeitlicher Folge. Wie der Preis entstand: Kurze Historie des Wächterpreises.

Organisatorische Infos: Verfahren und Termine; Die Jury; Stiftungsrat und Geschäftsstelle.