Justiz(versagen). Und Polizei.

Einblicke in staatliche Gewalten, die Existenzen vernichten können. Und nicht immer zum Wohle der Bürger agieren. Oder wirklich neutral sind. 



Wächterpreis

Online am: 29.05.2017 | Aktualisiert am: 29.05.2017

31.12.2015: Silvesternacht in Köln

"Ausgelassene Stimmung - Feiern weitgehend friedlich" lautete die Überschrift der ersten Pressemeldung der Kölner Polizei am Neujahrsmorgen. Das Gegenteil war der Fall. Die drei Tageszeitungen in Köln machten sich an die Arbeit, um aufzuklären, was wirklich geschehen war. Dafür bekamen sie 2017 den Wächterpreis der Tagespresse zuerkannt.

weiterlesen

Online am: 12.03.2017 | Aktualisiert am: 12.03.2017

"Wir machen Meinung"

Wenn Bürger gegen ihre Versicherung klagen, sind sie oft hoffnungslos unterlegen. Häufig lassen sich die Konzerne von der Kölner Kanzlei Bach Langheid Dallmayr (BLD) vertreten. Deren Juristen sind hoch spezialisiert, schreiben an den massgeblichen Kommentaren mit und kennen sich im Versicherungsrecht oft besser aus als Richter. Kritiker befürchten, dass die Kanzlei ein ganzes Rechtsgebiet beeinflusst – zum Nachteil von Verbrauchern. Eine Geschichte des gemeinnützigen Recherchebüros CORRECT!V.

weiterlesen

Online am: 15.09.2015 | Aktualisiert am: 17.12.2015

Lisa HASE zwischen Zahnschmerz und Justiz

Fehler über Fehler und nach mehreren Jahren zwölf Zähne weniger. Und trotzdem weiterhin Schmerzen: Die Odyssee der Leidensgeschichte von Lisa HASE, die im Göttinger Universitäts-Zahnklinikum begann. Nach dem Leidensweg durch über 20 Zahnarztpraxen die nächste Tortour: der Gang durch die juristischen Instanzen. Und der Versuch der Justiz, das auszusitzen: durch Überprüfung der "Prozessfähigkeit". Schließlich steht im Fokus der Vorsitzende der Schlichtungsstelle der Zahnärztekammer in Göttingen.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 05.05.2013 | Aktualisiert am: 28.10.2015

"Gustl MOLLATH" - ein Justizskandal?

2006 vor Gericht von Vorwürfen seiner "Ex" freigesprochen, aber gleichzeitig in die Psychiatrie eingewiesen - wegen seines "paranoiden Gedankensystems". Und weil er "gemeingefährlich" sei. Das "paranoide Gedankensystem": MOLLATH's Vorwürfe und seine Anzeige wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche, in die seine "Ex" verstrickt sei. Rosenkrieg oder Vertuschung seitens Behörden und Justiz? Seit 2013 ist MOLLATH wieder frei: Die Staatsanwaltschaft hat das abgeschlossene Verfahren wieder neu aufgenommen. Und auch das Bundesverfassungsgericht hat das verlangt. Ergebnis einer längeren Berichterstattung durch die Medien. Eine Rekonstruktion der Themenkarriere.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 04.05.2012 | Aktualisiert am: 18.12.2015

Finger weg vom OLG Koblenz

Wenn eine Partei über die absolute Mehrheit verfügt, läuft sie Gefahr, hochmütig zu werden und essentielle demokratische Spielregeln außer Kraft zu setzen. So geschehen 2006 in Rheinland-Pfalz, als die SPD versuchte, die eher konservative Richterschaft durch eigenes Parteivolk zu ersetzen. Kein Trick war Kurt BECK und seinem neuen Justizminister zu Schade, um den Präsidentenposten beim OLG Koblenz SPD-nah zu besetzen. Als das Bundesverwaltungsgericht das längst Geschehene als unrechtmäßig wieder aufhob, ersann die SPD einen neuen Trick: Sie wollte das OLG auflösen. Doch jetzt meldete sich die Zivilgesellschaft zu Wort - die SPD-Pläne wurden zur Makulatur. Und jener besetzte die OLG-Präsidentenposition, der von Anfang an der Geeignetere war - ohne Parteibuch.

weiterlesen

Online am: 27.11.2011 | Aktualisiert am: 14.12.2015

Im Zweifel für den Staatsanwalt

"Die Staatsanwaltschaften in Hannover und Verden haben schwere Verfehlungen des heutigen Hannoveraner Oberstaatsanwalts Uwe GÖRLICH ungeahndet gelassen. Sie drehten und wendeten die Verdachtsmomente, Aussagen, Indizien und Beweise gegen ihren Kollegen so lange, bis sie ihn am Ende nicht mehr anzuklagen brauchten." Zitat aus einem Vermerk eines dritten Staatsanwalts, der alles aufklären und alle notwendigen Maßnahmen einleiten sollte. Z.B. die Ermittlungen gegen Frank HANEBUTH, den berühmt-berüchtigten Anführer der "Hell's Angels". Eine Geschichte von Christine KRÖGER (WESER-Kurier), die für ihre mutigen Recherchen einen Henry-Nannen-Preis erhielt.

weiterlesen

Online am: 14.02.2011 | Aktualisiert am: 07.10.2015

Der Fall RG - alltäglicher Justizirrtum in Deutschland?

Was geschieht, wenn Polizisten Polizisten anzeigen? Und die Aussagen zweier gegen eine (einzige) steht? Auch wenn sich die Aussagen der Mehrheit selbst widersprechen? Und: Ist das Thema Korruption bei der Polizei überhaupt ein 'Thema'? Wir analysieren das am Beispielsfall "R.G.", der sich bei uns gemeldet hatte.

weiterlesen

Online am: 26.11.2010 | Aktualisiert am: 05.01.2016

Ein Koffer für den Staatsanwalt: unbekannte Fotos über die RAF

31 Jahre nach dem kollektiven Selbstmord von Baader-Meinhof-Häftlingen tauchen Fotos von den teilweise im Detail ungeklärten Vorgängen auf. Sie landen bei Michael OHNEWALD.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 06.05.2010 | Aktualisiert am: 28.12.2015

Spenden aus der Justizkasse

Bundesweit verhängen Richter jährlich mehrere Millionen Euro an "Bußgeldern". Doch wohin mit dem ganzen Geld? Gibt es Regeln für die Verwendung? Darf ein Richter den gemeinnützigen Sportverein 'unterstützen', in dem der eigene Sohn aktiv ist? Eine "Wächterpreis"-Geschichte aus dem Jahr 2010.

weiterlesen

Wächterpreis

Online am: 03.05.2004 | Aktualisiert am: 15.02.2016

"Folter"-Drohung": ein Mörder, ein totes Kind, ein Polizeivizepräsident

Ein elfjähriger Junge wird entführt, der Entführer gefasst. Wo er das Kind versteckt hält, ob es noch am Leben ist, verrät er nicht. Die Uhr tickt - nach mehreren Tagen in der Kälte und ohne Wasser und Essen droht der Tod des jungen Lebens. Der Entführer: ein 27jähriger Jurastundent, der sich mit dem Geld und seiner Freundin ein schönes Leben machen wollte. Darf die Polizei Gewalt androhen? Um das Leben des Kindes zu retten? Wie weit dürfen (müssen/sollten) Verhörmethoden bei zweifelsfrei enttarnten Kidnappern gehen? Der Frankfurter Polizeivizepräsident hat sich für eine Grenzüberschreitung entschieden. Ihm lag das Leben des Kindes am Herzen. Der Täter wurde wegen Mordes bzw. "besonderer Schwere der Schuld" zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber auch der Polizeivize musste büßen. Gerecht? Ist die Androhung von Schmerzen "Folter"?

weiterlesen