Der Wächterpreis der Tagespresse

Journalisten als Wächter von (Presse)Freiheit und Demokratie:

  • "Couragierte Reporter" auszeichnen, die in "Wahrnehmung von staatsbürgerlichen Rechten", 
  • "den Kampf um eine saubere Verwaltung aufnehmen",
  • "Übergriffe der Bürokratie oder anderer Machtgruppen"

recherchieren und darüber berichten und dabei 

  • ohne Rücksicht auf Namen und bestehende Verhältnisse
  • Missstände schonungslos aufdecken,

dies ist das Ziel des "Wächterpreis der Tagespresse". So hat es die Stiftung “Freiheit der Presse”, die die Preise vergibt, formuliert. 

Missstände und Probleme gibt es überall. Oft weiten sie sich zu Affären und handfesten Skandalen aus. Und manchmal werden Lehren daraus gezogen, Missstände abgestellt, Gesetze verändert oder sonstige Konsequenzen gezogen. 

Die Medien haben - neben ihrem Job der Nachrichtenvermittlung - auch die Aufgabe, den Finger in solche Wunden zu legen. Man nennt dies “öffentliche Aufgabe” der Medien. Oder auch Watch-Dog (Wachhund)-Funktion 

Das DokZentrum ansTageslicht.de will diese für eine funktionierende Demokratie wichtige Aufgabenteilung bekannter und transparenter machen. Deshalb werden seit 2003 die mit dem Wächterpreis ausgezeichneten Berichte 

  • vollständig dokumentiert und
  • mit weiteren Hintergrundinformationen präsentiert.
  • Konkret: Wir rekonstruieren die Geschichte hinter den Geschichten.

Und wir dokumentieren, wie die Geschichten bzw. wie die dahinter stehenden Ereignisse letztlich weitergehen.

CC-BY-SA (4.0): www.ansTageslicht.de/Waechterpreisverleihung 2016 im Frankfurter Römer

Der "Watch-Dog" - Preis wird für Recherchen und Veröffentlichungen vergeben, die in Zeitungen und/oder deren Online-Ausgaben zu lesen waren. 

Oft kommen solche Themen als Ergebnis unterschiedlicher Kooperationen oder Arbeitsteilungen zwischen mehreren und/oder unterschiedlichen Medien bzw. Journalisten zustande. In solchen Fällen dokumentieren wir auch die Zusammenarbeit. Denn wir wollen zeigen, wie Menschen und Medien die “Welt verändern” können.

Da Berichte in den Medien durch Informationen und Informanten zustande kommen, können die Medien immer nur so gut, d.h. immer nur so aktuell und brisant sein wie die Informationen und Informanten selber. Aus diesem Grund wollen wir bereits an dieser Stelle auf unsere (Unter)Seite aufmerksam machen, die so genannten Informanten (Whistleblowern) konkrete Hinweise und Tipps liefert: www.informanteninfo.de.

Neues Wächterpreislogo beim BDZV seit 2026

Bis 2025 wurde die Stiftung “Freiheit der Presse”, die den Wächterpreis auslobt, von einem Stiftungsrat gemanagt. Seit 2026 hat der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger - BDZV diese Aufgabe übernommen.

Gleichzeitig gibt es eine Neuerung in der Preisvergabe:

Jetzt werden aus den Bewerbungen insgesamt sechs Einsender nominiert. Die endgültige Entscheidung wiird bei der Preisvergabe bekannt gegeben. Der Wächterpreis wird künftig parallel zusammen mit dem Theodor-Wolff-Preis verliehen.

Beim Wächterpreis gibt es zwei Kategorien mit je 3 Nominierungen:

  • Wächterpreis und
  • Wächterpreis-Stipendium für die “investigative Leistung einer Redaktion”.

Mehr dazu findet sich auf der Website des BDZV unter Der Wächterpreis

Dort ist auch die Jury benannt sowie das Prozedere.

Die mit einem “Wächterpreis der Tagespresse" ausgezeichneten Geschichten können Sie - zusammen mit den Geschichten hinter den Geschichten - aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Waechterpreisgeschichten

(JL)