Eine erste Sensibilisierungswelle der öffentlichen - und dann auch politischen - Wahrnehmung hat mit zwei großen Berichten im SPIEGEL über die anonymen Stiftungen im Fürstentum Liechtenstein und in der Illustrierten stern begonnen: "Durchlaucht ist sauer". 2007/2008 hatte dann die weltweite Erschütterung der in den USA ausgelösten Finanzkrise und der totale Zusammenbruch mehrerer großer Banken das Meinungsbild bei der 'hohen Politik' verändert. Staatstragende und bisher staatstragend redende (labernde) Politikgrößen nahmen erstmals Begriffe wie "Banken sind Betrüger" und ähnliche Formulierungen in den Mund. Da ging es noch vor allem um die Millionen-Boni, die sich die Banker zusätzlich zu ihren dicken Gehältern genehmigten, und die toxischen Finanzprodukte, mit denen sie das weltweite Finanzsystem beinahe zum Einsturz gebracht hatten.
