Wie hätte der Einsturz der Eissporthalle verhindert werden können?

Ein technisches Gutachten von Prof. Dipl. Ing. Rolf SENNEWALD

Prof. Dipl.-Ing. Rolf SENNEWALD war 12 Jahre lang Vizepräsident der Bayerischen Ingenieurkammer "Bau". Derzeit ist er geschäftsführender Gesellschafter der Kling Consult GmbH im schwäbischen Krumbach und des Ingenieurbüros Förster + Sennewald in München. Er erhielt vor kurzem eine Gastprofessur an der tschechischen technischen Universität in Prag. Im Übrigen ist er als Beratender Ingenieur, als Prüfingenieur und Prüfsachverständiger für Standsicherheit in Massiv-, Metall- und Holzbau sowie als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden sowie für den konstruktiven Ingenieurbau tätig.

"Eine Kombination aus formalen und rechnerischen Fehlern, Ausführungsmängeln und insbesondere aus Wartungsdefiziten und Fehleinschätzungen des tatsächlichen Zustandes der Holzbinder hat letztlich zum Einsturz des Daches geführt. Im Wesentlichen waren eine ungeeignete Leimsorte sowie die mangelhafte Wartung und Überwachung der Halle für die Katastrophe verantwortlich. Folglich hätte wohl nur eine bessere Zustandskontrolle des hölzernen Dach-Tragwerkes der Halle den Einsturz durch rechtzeitig einzuleitende Sanierungsmaßnahmen verhindern können", so lautet die Zusammenfassung seines Gutachtens, das er in Form eines Aufsatzes veröffentlicht hatte.


Der vorliegende Fassung dieses Aufsatzes ist die Zusammenfassung eines Vortrages, den Rolf SENNEWALD im September 2006 an der Technischen Universität in Darmstadt hielt. Wir danken Herrn Sennewald für die freundliche Zusammenarbeit und die Überlassung des Manuskripts, das wir Ihnen hier dokumentieren dürfen: "Wie hätte der Einsturz der Eissporthalle verhindert werden können?"