
Erster Golfkrieg: Grenzkrieg zwischen Iran und Irak
Feldzug Saddam Husseins gegen Kurden, die den Iran unterstützt hatten - unter Einsatz chemischer Waffen (Giftgas), das aus amerikanischen Quellen stammt, sterben zehntausende Soldaten und Zivilisten
Irak annektiert Kuweit
Zweiter Golfkrieg – "Operation Wüstensturm":
Koalition aus 28 Ländern führt zur Befreiung Kuwaits - Anführer: US-Präsident George H.W. BUSH, der Vater des späteren US-Präsidenten George W. BUSH
UN-Resolution Nr. 687:
Irak akzeptiert den Beschluss der Vereinten Nationen seine biologischen und chemischen Waffen zu vernichten. Kontrolliert werden soll dies durch UN-Inspektoren
Putschversuch: irakische Oppositionelle unternehmen Putschversuch - mit Hilfe der USA
UN-Inspektionen im Irak
Der Weltsicherheitsrat plant eine Verschärfung der wirtschaftlichen Sanktionen, solange keine UN-Inspektionen irakischer Militäranlagen möglich sind
UNSCOM-Mitarbeiter verlassen den Irak. Nachdem US-Mitglieder der UN-Inspektoren wegen Spionageaktivität der UNSCOM des Landes verwiesen werden, verlassen alle UNSCOM Mitarbeiter den Irak
Einlenken Iraks nachAndrohung von UN-Militäraktionen
Rückkehr der UN-Inspekteure in den Irak
Zuspitzung der Situation: Die UNSCOM Ativitäten werden vom Irak beendet. UN-Mitarbeiter verlassen das Land. Verstärkung der US-Truppen in der Golfregion
Einlenken Husseins - die UN-Inspektoren setzen ihre Kontrollen fort
„Operation Wüstensturm“: Amerikanische und britische Luftanschläge auf Bagdad und Waffenlager im ganzen Land. Einspruch Chinas, Russland und Frankreichs
UN-Resolutionen Nr. 1284: Die UN beschließt neue Inspektionen. Ohne Erfolg
Anschläge auf das World Trade Center
„Achse des Bösen“: Präsident George W. BUSH erklärt den Irak zum Feind er USA
US-Vizepräsident Dick Cheney spricht sich für einen möglichst baldige
Entmachtung von Saddam Hussein aus
USA drohen mit Offensive – Irak weist Vorwurf zurück.
Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen droht BUSH der irakischen Regierung mit einer Offensive, falls sie sich nicht zu umfassender Abrüstung entschließt. Irak weist den Vorwurf, Massenvernichtungswaffen zu besitzen, als Lüge zurück
BUSH fordert von der UN ein Ultimatum. BUSH erhält Handlungsfreiheit.
Das Repräsentantenhaus in Washington verabschiedet mit großer Mehrheit eine Entschließung, die BUSH freie Hand für ein militärisches Vorgehen gegen Irak gibt
UN-Resolution Nr. 1441:
Sicherheitsrat verabschiedet die Resolution 1441, als Grundlage für neue Waffeninspektionen in Irak. Der irakische Staatschef Saddam Hussein wird eindringlich zur Abrüstung aufgefordert und bei Verstößen gegen die Resolution mit "ernsten Konsequenzen" bedroht
Irak akzeptiert die Resolution 1441
Die irakische Regierung legt fristgerecht einen 12.000 Seiten starken Bericht zu ihrem Rüstungspotenzial vor, wie es in der UN-Resolution 1441 verlangt wurde
Bericht zum Verlauf der Inspektionen:
Die UN-Chefinspekteure Hans BLIX und Mohamed El BARADEI geben im Sicherheitsrat einen ersten Bericht zum bisherigen Verlauf der Inspektionen ab
„Das alte Europa“ ("Old Europe"):
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld kritisiert in scharfer Form die Haltung Deutschlands und Frankreichs im Irak-Konflikt
Keine Hinweise auf Verstöße im Irak:
Blix und ElBaradei legen dem Sicherheitsrat einen weiteren Bericht über die Inspektionen vor und erklären, dass sie keine Hinweise auf schwer wiegende Verstöße entdeckt hätten
Stellungnahme weitere europäischer Länder. Die Staats- und Regierungschefs von acht europäischen Ländern - darunter Großbritannien, Spanien und Italien - rufen zur Unterstützung der USA auf und stellen sich damit demonstrativ gegen Deutschland und Frankreich
Veto vor dem NATO-Rat: Deutschland, Frankreich und Belgien legen im NATO-Rat ihr Veto gegen Maßnahmen zum militärischen Schutz der Türkei im Fall eines Irak-Kriegs ein
UN fordert die Zerstörung von Raketen im Irak.
UN-Chefinspektor Hans BLIX fordert den Irak ultimativ auf, bis zum 1. März mit der Zerstörung von Raketen zu begonnen, die eine größere Reichweite haben als die zugelassenen 150 Kilometer
Widerspruch von Deutschland, Frankreich und Russland: Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Russlands erklären in Paris, dass sie keiner UN-Resolution zustimmen werden, die einen Krieg gegen Irak legitimiert
Abrüstung im Irak: BLIX bescheinigt Irak in einem weiteren Bericht vor dem UN-Sicherheitsrat "wesentliche Schritte der Abrüstung". - Die USA und Großbritannien setzen im Entwurf ihrer zweiten Irak-Resolution eine Frist bis 17. März
Veto von Russland und Frankreich: Russland und Frankreich kündigen ihr Veto gegen den britisch-amerikanischen Resolutionsentwurf an
Ultimatum der USA: BUSH fordert Saddam HUSSEIN auf, sein Land binnen 48 Stunden zu verlassen.
Uno zieht sämtliche Mitarbeiter aus Irak ab: Alle Mitarbeiter der Vereinten Nationen werden aus dem Irak abgezogen
Saddam HUSSEIN lehnt Ultimatum ab.
Britisches Unterhaus unterstützt Tony BLAIR's Kriegskurs: Das britische Parlament spricht Premierminister Tony BLAIR seine Unterstützung für eine Beteiligung an einem Krieg gegen Irak aus.
Schröder sieht keinen Grund für einen Krieg:
Bundeskanzler SCHRÖDER kritisiert das Verhalten der US-Regierung im Irak-Konflikt scharf
Vorbereitungen des Krieges.
BUSH unterrichtet den Kongress formell von den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Krieg. - In Kuwait werden 16.000 Infanteriesoldaten und 10.000 Panzer unmittelbar an die Grenze zu Irak verlegt
Beginn des Irak Krieges – Ablauf des Ultimatums.
US-Luftwaffe greift den Irak an. Britische und amerikanische Truppen beginnen mit der Invasion
Präsident George W. BUSH erklärt die Kriegshandlungen im Irak für beendet: "mission accomplished"
Saddam HUSSEIN wird in einer Erdgrube entdeckt und gefangen genommen
Besatzungsmächte im Irak.
Der UN-Sicherheitsrat überträgt den Koalitionstruppen mit Resolution 1483 die Rechte und Pflichten von Besatzungsmächten
Besetzung des Iraks - offiziell - beendet. Die Regierungsgeschäfte werden von einer Übergangsregierung übernommen. Trotzdem bleiben die US-Truppen im Land, denn die Kampfhandlungen im Land selbst haben sich seit 2004 ausgeweitet. Die Truppen werden sogar von 130.000 auf 170.000 aufgestockt
Ersten freien Wahlen im Irak:
Im Irak finden die Wahlen zur Übergangsnationalversammlung statt. Es sind die ersten freien Parlamentswahlen seit über 50 Jahren
Die Nationalversammlung wählt den Kurden Dschalal TALABANI zum Staatspräsidenten (Bestätigung im Amt durch das Parlament am 22.04.2006)
Beginn des Gerichtsprozesses gegen Saddam HUSSEIN und sieben weitere Mitangeklagte (Anklage wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit)
Vollstreckung des Urteils:
Das Todesurteil gegen Saddam HUSSEIN (verhängt am 05.11., bestätigt am 26.12.2006) wird vollstreckt. Sein Leichnam wird in seinem Geburtsort al-Audscha nahe Tikrit beigesetzt
Jetzt erst wird es im Irak ein wenig 'ruhiger' - der US-Regierung gelingt es, die sunnitischen Stämme, die in der Minderheit sind, aber unter Saddam HUSSEIN politisch den Ton angaben - zu überreden, den Widerstand gegen die nunmehr dominierenden schiitischen Gruppen aufzugeben und stattdessen ihre Interessen nicht mit Waffengewalt, sondern im Parlament durchzusetzen versuchen. Außerdem beginnen die USA, ganze Stämme mit so genannter Aufbauhilfe politisch zu 'kaufen'
Der neue US-Präsident Barack OBAMA kündigt den Abzug der US-Kampftruppen bis Ende August 2010 an
OBAMA macht mit seiner Ankündigung ernst: von den 170.000 US-Soldaten bleiben nur noch 50.000 im Irak - zur Sicherung der Situation bzw. zwecks Mithilfe beim weiteren Aufbau irakischer Sicherheitskräfte. Aber auch die letzten US-Soldaten sollen bis Ende 2011 den Irak Land verlassen haben
Die genaue Ziffer kennt niemand. Die Initiative „Iraq Body Count“ zählt alle zivilen Getöteten, deren Schicksal in den Medien erwähnt oder dokumentiert wurde. Die Experten der Initiative "Iraq Body Count" gehen momentan von einer Zahl zwischen 97 000 und 106 000 Toten aus.
M.G.
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