Jetzt plant Gustl MOLLATH's Anwalt, Hans-Bernd ZIEGLER aus Marburg, den Gang vors Bundesverfassungsgericht, nachdem der Chefarzt der Bayreuther "Klinik für Forensische Psychiatrie" dem zuständigen Landgericht Nürnberg mitteilt, dass sich bei MOLLATH's (Nicht)Gesundheitszustand "keine wesentlichen Veränderungen" ergeben hätten. Das Oberlandesgericht (OLG) segnet die Entscheidung des Landgerichts ab - MOLLATH bleibt in der 'Klappse'.
Ein Gegengutachten lehnen die Richter rundherum ab. Eine gutachterliche Stellungnahme, die Dr. med. Friedrich WEINBERGER erstellt hat, sowieso - WEINBERGER ist im Vorstand der Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie, die mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte kooperiert und die sich vehement gegen den politischen Missbrauch der Psychiatrie wendet. WEINBERGER'S Kritik an den Gutachten seiner Kollegen fällt vernichtend aus:
- Die Diagnose seiner Kollegen sei "aus Fahrlässigkeit oder Absicht" falsch gestellt worden
- Das Ganze käme einer "groben Falschbegutachtung" gleich
- und würde einer "Irreführung des Gerichts" Vorschub leisten.
So etwas lesen (Nürnberger) Richter nicht gerne. Sie nehmen WEINBERGER's Analyse nicht zur Kenntnis, geschweige denn ernst.
Nur wenig später meldet sich bei RA ZIEGLER ein langjähriger Freund der Familie MOLLATH, ein Zahnarzt aus Bad Pyrmont. Auch er, ein begeisterter Ferrari-Anhänger, hatte sich früher öfters mit MOLLATH's getroffen. Wie es so ist, treten auch bei alten Freundschaften Zeiten der Funkstille ein, im konkreten Fall auch bedingt durch den Rosenkrieg von Gustl und seiner Frau Petra. Jetzt hat der Zahnarzt auf Umwegen vom Schicksal seines Freundes erfahren, was er garnicht glauben möchte.
Der Zahnarzt kann eine bedeutungsvolle Information durchgeben - aus der Zeit, als er noch versucht hatte, zwischen beiden zu vermitteln. Damals hatte er nicht wortwörtlich genommen, was ihm Petra MOLLATH klipp und klar kommuniziert hatte: "Wenn Ferdl meine Bank und mich anzeigt, mache ich ihn fertig. Ich habe gute Beziehungen. Dann zeige ich ihn auch an, das kannst Du ihm sagen. Der ist doch irre, den lasse ich auf seinen Geisteszustand überprüfen, dann hänge ich ihm was an, ich weiß auch wie."
Zahnarzt BRAUN aus Bad Pyrmont ist bereit, diese Aussage an Eides Statt abzugeben