Einer, der sich getraute. Und dafür bitte bezahlen musste. Und danach ein unwirkliches Leben führte.
Vom Grenzübergang bei Lugano direkt ins Gefängnis. Seine Frau verzweifelt an der drohenden Strafe von 20 Jahren und begeht Selbstmord. Whistleblower Stanley ADAMS kommt aber wieder frei - durch internationalen Druck, u.a. der EU-Kommission. Sein Schicksal ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Zunächst kämpft er für eine finanzielle Wiedergutmachung und versucht in Italien ein neues Leben aufzubauen. Dies misslingt - er wird blockiert. Und erneut verhaftet. Italien ist Gastgeber für andere Hoffmann-La Roche-Aktivitäten: z.B. in Seveso. ADAMS geht nach England. Dort wird er Jahre später wegen Mordversuchs angeklagt. Und verurteilt. Er kommt nach weiteren 5 1/2 Jahren wieder frei. Eine gezielte Verschwörung?
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Stanley ADAMS mit seinen drei Töchtern - nach dem verzweifelten Selbstmord seiner Frau
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Das Wirken und Handeln des Whistleblowers in einer ausführlichen Version: Wie er bei Hoffmann-La-Roche angefangen hat, zum Prokuristen ernannt und die Karriereleiter weiter bestiegen hat. Bis er die EU-Kommission über die Preisabsprachen der eigenen Firma informierte. Der Anfang einer Hetzjagd und unfairer Methoden, die bis zum Selbstmord seiner ersten Frau führen. Und die ihn letztlich selbst zum Mordangeklagten machen.
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Probiert hatte der Schweizer Pharmakonzern alles, denn Kartelle waren nach schweizerischem Wirtschaftsverständnis absolut erwünscht. Aber im restlichen Europa biß er auf Granit. Die (Anti)Kartellbehörden versuchten gegenzusteuern: bedingt erfolgreich. Auch in Deutschland. Der Pharmakonzern ist auch heute ein erfolgreiches Weltunternehmen.
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Kartellabsprachen bedeuten überhöhte Preise. Der 'Dumme' ist der Endverbraucher. In freien Marktwirtschaften sind deswegen Kartelle oder das mißbräuchliche Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung verpönt. Trotzdem kommt dies immer wieder vor - Kartelle sind schwierig zu knacken, weil alle Kartell-Teilnehmer von zu hohen Preisen profitieren. Niemand will deshalb 'singen' bzw. den Whistleblower abgeben. Im vorliegenden Fall geschah jedoch genau dies: Der "World Product Manager" für Vitamine beim Pharmariesen Hoffmann-La Roche hatte gegenüber der EG-Kommission (Kartell- bzw. Wettbewerbsabteilung) ausgepackt - der Pharmariese führte ein weltweites Vitaminkartell an. Mit dramatischen Folgen für den Whistleblower.
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Nicht nur bei Vitaminen und Pharmazeutika war Hoffmann-La-Roche engagiert. Auch bei der Vorproduktion zum Vietnam-Gift "Agent Orange" mischte der Phramakonzern mit. Damit das nicht zu offensichtlich war, geschah das in Italien und in einer ausgegliederten Tochterfirma: in Seveso. Dort explodierte dann die Fabrik.
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bis hin zum damaligen italienischen Ministerpräsidenten Guilio ANDREOTTI - ihm passt ein Interview nicht, das ADAMS der Zeitschrift L'Europeo in Sachen Seveso gegeben hat.
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