ADAMS gibt Guiliano FERRIERI vom L’Europeo ein Interview zu dem Störfall. Er vermutet, das Sinken der TCP-Weltmarktproduktion könnte GIVAUDAN dazu gebracht haben diesen Stoff in Seveso herzustellen. Er meint sich erinnern zu können, dass das TCP vor allen Dingen in eine weitere Fabrik von GIVAUDAN in Clifton, USA, transportiert wurde. Aus dem Grundstoff wurde "Agent Orange" hergestellt. ADAMS stellt im Interview auch eine Verbindung zwischen der italienischen Politik, u. a. vertreten durch den Premierminister Guilio ANDREOTTI, und Hoffmann-La Roche her. Der italienische Politiker Gianbattista MEDRI ist zudem Direktor der italienischen Niederlassung von Roche „Instituto delle Vitamine SpA“ in Mailand. Er war bei den Verhandlungen der EG-Klage zugegen und auch in Seveso bei Kontakten behilflich.
Bevor das Interview gedruckt wird, ruft der Verleger Andrea RIZZOLI den Chefredakteur des L’Europeo, Gianluigi MELEGA, an, fordert das Interview nicht zu veröffentlichen. RIZZOLI ist ein enger Freund des italienischen Premierministers Guilio ANDREOTTI, den ADAMS im Interview mit dem Seveso-Skandal in Verbindung bringt. Chefredakteur MELEGA entscheidet sich trotzdem zu veröffentlichen, bietet an, zu einem späteren Zeitpunkt auch ANDREOTTIs Standpunkt darzustellen. Drei Wochen nach der Veröffentlichung wird MELEGA entlassen.