Schauplatz Sachsen
Ein als Jungunternehmer und Müllschieber getarnter 30-jähriger Greenpeace-Rechercheur, der auch als Journalist arbeitet, wird vorübergehend mit einem flotten BMW ausgerüstet. Er begibt sich undercover in das kriminelle Müllschieber-Milieu.
Um sich für alle Fälle abzusichern, wird vorher das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen eingeweiht. Dort will der als Müllschieber auftretende Undercover-Rechercheur regelmäßig seinen Standort melden, sofern es möglich ist.
Drei Tage sucht der verkleidete „Unternehmer“ nach für die Zwischenlagerung von „Pflanzenschutzmitteln“ geeigneten Hallen. Drei potentielle Lagerhallen werden von ihm ausfindig gemacht. Alle leer - also uninteressant. Dann die Punktlandung. Ein Krimineller hat angebissen. Der technische Geschäftsführer einer Textilfirma Henning B. ist bereit, eine Halle in Oberlungwitz in der Nähe von Chemnitz, an den Lockvogel von Greenpeace zu vermieten. Eine Besichtigung der Halle, die sich im Sächsischen Vogtland befindet, sei allerdings erst nach dem Abtransport gen Rumänien am kommenden Montag möglich, denn da sei „noch Zeug drin“, so Henning B. Der von Greenpeace verkleidete Unternehmer Frank BRENDEL bleibt dran und kann die Lagerhalle letztlich doch besichtigen
Als der Aktivist die Halle betritt, schlägt ihm massiver Giftgestank aus maroden Fässern mit Altpestiziden entgegen. Rund 40 Paletten unterschiedlichster Chemiekalien aus der DDR-Landwirtschaft befinden sich hier. Bei seiner Inspektion der Halle, kann er die Lieferadresse auf den teiweise undichten leckenden Fässern erkennen: „Alexandru DAN“ im rumänischen Hermannstadt. Ersteinmal nichtssagend (für ihn)
Der von Greenpeace beauftragte Rechercheur glaubt zwar noch weitere Hallen in Sachsen zu finden, zieht sich aber aus Gründen der Sicherheit zurück. Sein Erlebnisprotokoll können Sie hier nachlesen: 3 Wochen undercover im Untergrund
Schauplatz Sachsen
Greenpeace-Aktivisten aus Berlin sind mit einem PKW unterwegs nach Sachsen. Sie positionieren sich vor der Halle in Oberlungwitz. Mit dabei: Ein Transparent „Kein Giftmüllexport! Greenpeace“. Sie sollen melden, wenn die LKW mit dem Gift Richtung Rumänien abfahren, und sie dann verfolgen