
Gründung und Bau der König-Fahd-Akademie (KFA) auf Weisung des saudischen Königs Fahd
Eröffnung der KFA in Anwesenheit des damaligen Bundesaußenministers Klaus Kinkel (FDP) und des ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau (SPD)
Eröffnung einer Zweigstelle der KFA in Berlin
Beginn der Recherchen von panorama zur KFA Bonn nach Hinweisen von Ermittlern
panorama filmt mit versteckter Kamera in der Moschee der KFA
Zuständiges Schulamt der Bezirksregierung Köln erwägt durch Konfrontation mit Recherche-Ergebnissen eine Schließung der Schule
Erster panorama-Beitrag: "Brutstätten der Gewalt - Hass und Hetze an deutschen Koranschulen"
Dienstreise von Bundeskanzler Schröder nach Saudi-Arabien. Auch auf der Tagesordnung: Gespräche über die KFA
Sondergenehmigungen zum Besuch der Schule für Kinder mit deutscher Staatsbürgerschaft werden von der Stadt Bonn überprüft und aufgehoben
Bund deutscher Kriminalbeamter fordert sofortige Schließung des Instituts nach Zwischengutachten zu untersuchten Schulbüchern
Verwaltungsgericht Koblenz entscheidet im Eilverfahren über die zehn ersten Anträge von Schülern, die sich gegen die Aufhebung der Ausnahmegenehmigung wehrten: sieben Einsprüchen stattgegeben, drei abgelehnt
Dritter panorama-Beitrag über die KFA: "Islamismus im Schulunterricht - Deutsche Behörden machtlos"
Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz: Ausländische Kinder die ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, unterliegen der Schulpflicht und müssen daher grundsätzlich eine deutsche Schule besuchen
Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz in Köln: Bestätigung der Entscheidung des Vewaltungsgerichts
Dienstreise von Bundeskanzler Schröder nach Saudi-Arabien. Wieder Gespräche über die KFA
Vierter panorama-Beitrag über die KFA: "Viel versprochen, nichts gehalten - Behörden kapitulieren vor Islamistenschule"
Inzwischen hat das Thema Islamismus leider eine völlig neue Dimension angenommen, die gerade fast die ganze Welt verändert. Und viele andere Zusammenhänge tangiert.
Das DokZentrum wird - sobald Kapazitäten vorhanden sind - sich auch auf diese neue Thematik einstellen.
Mehr als zehn Jahre nach dem vierten panorama-Bericht kündigt Saudi-Arabien an, die Schule in Bonn zu schließen und eine im Bau befindliche Filiale in Berlin beenden zu wollen. Offizielle Begründung, die der saudische Botschafter dazu abgibt: Weil Deutschland über eines der besten Schulsysteme verfüge und sein Land davon lernen könne, sehe seine Regierung keine Notwendigkeit mehr, eigene Schulen zu unterhalten.
Der unbekannte saudische Whistleblower "Mujtahidd", der regelmäßig Informationen über Interna aus dem saudischen Königshaus kommuniziert, liefert eine andere Erklärung: Dem Land gehe so nach und nach das Geld aus, auch wenn Saudi-Arabien zu den größten Erdöllieferanten zähle. Der Staatshauslt betrage 270 Mrd. Euro und 115 davon seien im Prinzip ungedeckt. Bzw. wurden je zur Hälfte aus Rücklagen und neuen Schulden gedeckt.
Die königseigene Schule in Bonn ist teuer: auf 150 Kinder kommen 30 Lehrer.
Andererseits gehe viel Geld für Pomp und Protz drauf: So habe der Sommerurlaub des Königs Salman und dessen Kronprinz-Sohn Mohammed im marokkanischen Tanger gerade rund 950 Millionen Euro, also knap eine ganze Milliarde verschlungen. Das Königshaus war mit seiner Entourage von fast 4.000 Personen unterwegs. Alle Luxushotels in Tanger und Umgebung waren belegt.
Möglicherweise will sich aber das Land unter der Ägide des jüngsten Königssohn Abdul Aziz bin FAHD ein anderes Image im westlichen Ausland verschaffen. Presse- und Meinungsfreiheit, Menschenrechte von Andersdenkenden und Religionsfreiheit werden in Saudi-Arabien völlig negiert, Beispiel der Blogger Raif BADAWI. Das Land rangiert auf der Pressefreiheitsliste von Reporter ohne Grenzen auf einem der allerletzten PLätze.