Die ERSTE Durchsuchung
An diesem Tag findet bundesweit eine größere Aktion statt. 1.100 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) sind im Einsatz, um rund 180 Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland zu durchsuchen. Sie sind auf der Suche nach so genannten Illegalen. Eine ähnliche bundesweite Aktion (Schwerpunktprüfung bei Fleischereibetrieben) hatte es bereits 2002 gegeben. Aufgrund der sich daran anschließenden Ermittlungen wurden mehrere Telefonkommunikationsüberwachungsmaßnahmen (TKÜ) bei Gericht beantragt und genehmigt. Schwarzarbeit wird hierzulande aus vielerlei Gründen als kriminelles Delikt geahndet, insbesondere, wenn Schwarzarbeit den Umfang organisierter Kriminalität annimmt. Beim Abhören von Geschäftsgesprächen ergeben sich in der Regel viele neue Hinweise und Namen.
In Bayern suchen die Beamten vor allem nach illegalen Ungaren, die nach Deutschland geschleust wurden.
U. a. bei der Firma Berger-Wild GmbH mit Firmensitz in Passau. Bei der Durchsuchung stellt sich tatsächlich heraus, dass BERGER illegal ungarische Arbeiter beschäftigt. Außerdem geben die beschlagnahmten Unterlagen Hinweise, dass ständig gegen das Lebensmittelrecht verstoßen wird.
Die Zöllner beschlagnahmen daraufhin BERGERs Computer, um die Geschäftspost, z.B. den Email-Verkehr zu überprüfen