
Wasser, sprich Trinkwasser, ist das Lebenselixier Nr. 1. Ohne Wasser kein Leben. Es ist das wichtigste Lebensmittel und kann durch nichts anderes ersetzt werden. Aus diesem Grund wird Trinkwasser, konkret die Aufbereitung und die Qualität, staatlich überwacht - Trinkwasser gehört hierzulande zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln.
Die Anforderungen, sprich Qualitäten, sind in der DIN 2000 und in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) geregelt. Mit festgesetzten Grenzwerten wird geregelt, wieviel andere chemische Stoffe im Wasser enthalten sein dürfen, z.B. Mineralstoffe, und was nicht bzw. was maximal an spezifischen anderen chemischen Stoffen, z.B. Schadstoffe wie Schwermetallen usw. enthalten sein darf.
Trinkwasser lässt sich vor allem auf zwei grundsätzlichen Wegen gewinnen:
Weitere Quellen sind
In Deutschland sieht die Trinkwasserversorgung auf der Basis des jeweils verwendeten „Rohwassers“ folgendermaßen aus (Stand 2001):
In Hamburg, Bremen, Berlin, Schleswig-Holstein oder Sachsen-Anhalt wird reines Grundwasser als Rohwasser zur Trinkwasserversorgung verwandt – diese Trinkwasserqualitäten gehören zu den besten, die sich denken lassen. Hamburg beispielsweise zahlt den Bauern in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen in den jeweiligen ländlichen Gewinnungsgebieten des Trinkwassers Geld dafür, dass sie ihre Äcker nicht bewirtschaften, damit das einsickernde Grundwasser nicht durch Düngung mit Nitraten und Phosphaten belastet wird. Das Hamburger Trinkwasser ist deswegen "1a".
Anders in Nordrhein-Westfalen und vor allem ganz anders in jenen Regionen und Städten, die entlang der Ruhr liegen.
Die Ruhr gehört zu jenen Flüssen in Deutschland, die gleichzeitig
dienen. Welche kommunalen Kläranlagen und Firmen als "Industrielle Direkteinleiter" im Jahr 2003 gelistet sind, können Sie den beiden folgenden Karten mit Namensliste entnehmen:
Quelle f. beide Abb: NRW-Abwasserbericht, 10. Auflage 2002
Aus diesem Umstand, die Ruhr als Abwasserkanal und gleichzeitig als Trinkwasserquelle zu nutzen, resultieren die Probleme, um die es in dieser Geschichte geht. Sie zirkulieren um die Frage,
Und das sind die möglichen Wasseraufbereitungstechnologien dazu. Ob immer das zum Einsatz kommt, was am (aller)besten ist, hängt oftmals auch davon ab, wie die Interessenslage derer aussieht, die darüber entscheiden (können bzw. dürfen).Deswegen spielen auch die Strukturen der Wasserwirtschaft an der Ruhr eine so bedeutende Rolle.Wie sich die Kläranlagen und die Trinkwasserwerke an der Ruhr verteilen, sehen Sie auf dieser Karte:
Copyright: ansTageslicht.de / Alexander SALENKO
Klicken Sie sich auf der Karte einmal durch:
Im Bereich der mittleren Ruhr ist das Trinkwasser am schlechtesten. Die Trinkwasserwerke an der oberen und unteren Ruhr hingegen setzen bessere Wasseraufbereitungstechniken als die Gelsenwasser AG ein.
Hier geht es zu einer tabellarischen Liste aller Kläranlagen. Sie erfahren dort,
und die gemessenen Konzentrationen an Stickstoffen und Phosphorverbindungen. Allerdings sind diese Werte, die vom Ruhrverband selbst stammen, nur sogenannte Jahresmittelwerte über 365 Tage gerechnet:
(JL)