Ernest BAKSCHETSIAN und sein Stellvertreter Alexander WOROBJOV kehren von einer Dienstreise aus Moskau zurück. Sie hatten vor einem Gremium des Föderalen Zolldienstes Bericht über die Ergebnisse und Erfolge der neuen Zollpolitik berichtet. Umgerechnet rund 500 Millionen Dollar sind durch kontinuierliche Anwendung der Zollvorschriften in den letzten 1 1/2 Jahren zusätzlich in die Staatskasse geflossen, seit BAKSCHETSIAN in Wladiwostok sein neues Amt angetreten hatte.
Der russische Ministerpräsident Michael FRADKOV überreicht Ernest BAKSCHETSIAN in Anwesenheit der anderen Kollegen vom Föderalen Zolldienstes in Anerkennung seiner Verdienste eine wertvolle Uhr, in der sein Name eingraviert ist. BAKSCHETSIAN versteht diese Geste so, dass das, was er in Wladiwostok tut, politisch auch so gewollt ist.
Kaum ist er und WOROBJOV in Wladiwostok aus dem Flugzeug gestiegen, werden sieverhaftet. Gund: Verwicklung an der Lieferung von Schmuggelwaren der drei Firmen „Senkanta“, „Fribura“ und „Argau“. Konkret: Sie hätten dabei ihre Kompetenzen überschritten. So steht es in dem Report des FSB, der gerade fertig geworden ist.
WOROBJOV und BAKSCHETSIAN kommen ins "Untersuchungsgefängnis Nr. 1"(Следственный Изолятор № 1 Партизанский пр., 28Б, г. Владивосток, Приморский край, Россия).
BAKSCHETSIAN wird dort die nächsten 1 ½ Jahre verbingen (müssen) – genauso lange war er bis dahin Leiter des Zolls.
Er darf in den nächsten Monaten weder Briefe schreiben noch darf ihn seine Frau in der U-Haft besuchen - BAKSCHETSIAN ist völlig isoliert.
Jetzt wird auch BAKSCHETSIAN's Haus mehrmals durchsucht. Seine Frau fliegt nach Moskau, versucht German GREF, den Minister für ökonomische Entwicklung zu erreichen, doch der kann nichts mehr tun: das Zollwesen ist inzwischen einem anderen Ministerium zugeordnet worden