Online am: 22.08.2012 | Aktualisiert am: 24.08.2015
Damit hatte niemand gerechnet: Dass kurz nach der zweiten Verurteilung des Oligarchen und PUTIN-Kritikers Mikhail CHODORKOWSKI im Dezember 2010 jemand öffentlich erklären würde, wie das Urteil zustande gekommen ist. Die (damalige) Pressesprecherin des Gerichts und Mitarbeiterin des Richters Nikolai DANILKIN hat es gewagt. Sie musste dafür auch die (beruflichen) Konsequenzen tragen. AnsTageslicht.de hat sie interviewt.
weiterlesenOnline am: 04.05.2003 | Aktualisiert am: 07.10.2015
Tschetschenien - politisch derzeit ein Teilgebiet der Russischen Föderation - ist wie Afghanistan: Seit mehreren Jahrhunderten kämpfen die Einwohner gegen Fremdherrschaft. Als sich die Republik 1991 nach dem Zusammenbruch des Sowjet-Imperiums für unabhängig erklärt, kommt es - mal wieder - zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Offiziell sind die längst beendet. Aber eben nur offiziell. 2002 haben sich zwei Korrespondenten von Süddeutscher Zeitung und Frankfurter Rundschau inkognito auf den Weg gemacht - so wie seinzeit Anna POLITKOWSKAJA. Um über den vergessenen Krieg zu berichten.
weiterlesenOnline am: 19.03.2011 | Aktualisiert am: 07.10.2015
Wer sich in Russland mit den politisch Großen und wirtschaftlich Mächtigen anlegt, macht sich schnell unbeliebt. Die kleine Zeitung indes hat bis heute überlebt und sich auch durchgesetzt. Die Auflage steigt langsam, aber sie steigt. Auch in Wladiwostok gibt es offenbar immer mehr Menschen, die wissen wollen, was wirklich passiert. Ein kleines Portrait: über die Zeitungsmacher und einige ihrer Geschichten.
weiterlesenOnline am: 25.07.2011 | Aktualisiert am: 11.03.2022
Wladiwostok, das Einfallstor für Importe, aber auch Schmuggelwaren aller Art, ist von Moskau weit weg: über 7 Zeitzonen entfernt, weshalb dort auch die Uhren anders ticken. Was in Moskau gewollt wird, muss noch lange nicht in Wladiwostok umgesetzt werden. Dies hat auch Ernest BAKSCHETSIAN zu spüren bekommen, der dort als oberster Zollchef Recht und Gesetz durchsetzen sollte. Und wollte. Die lokalen Strukten vor Ort und in der ganzem Region Primorje ließen das nicht zu: ein dicht gewebtes Netz aus Sicherheitsapparat, örtlichen Politikern und Geschäftsleuten, oft alles in Personalunion miteinander verquickt, sahen ihre Kreise gestört...
weiterlesenOnline am: 01.08.2010 | Aktualisiert am: 27.01.2016
Ein Hubschrauberflug mit VIP's an Bord, u.a. russischen Geschäftleuten, einem Gouverneur sowie dem Kontaktmann des russischen Parlaments beim Staatspräsidenten MEDWEDEW, endet im Absturz: eine technische Panne. So die offizielle Version. Doch aus dem "Unfall" wird schnell ein Skandal: "Altaigate" - in Anlehnung an die bekannte "Watergate"-Affäre. Nicht technische Probleme führten in den Tod, sondern riskante Flugmanöver, um den Passagieren ein illegales Jagdvergnügen zu ermöglichen. Es kommt zu Protesten und Aktionen ... Es ist die erste Geschichte, die das DokZentrum im Sommer 2010 zusammen mit Studierenden des Freien Russisch-Deutschen Instituts für Publizistik (FRDIP) an der Lomonosov-Universität in Moskau rekonstruiert hat. zur ganzen Geschichte
weiterlesenOnline am: 01.03.2010 | Aktualisiert am: 11.02.2016
1993 von ehemaligen Journalisten der russischen 'BILD-Zeitung' (Komsomolskaja Prawda) gegründet und von Mikhail GORBATSCHOW sowie einem (inzwischen) regimekritischen Oligarchen finanziell abgesichert, ist bei dieser Zeitung vieles neu: Die Auflage ist mit rund 300.000 Exemplaren in dem Nichtzeitungsland Russische Föderation vergleichsweise hoch. Noch höher: die inoffizielle Reichweite - aufgrund ihrer akribischen Reportagen und Recherchen wird sie von fast allen Mächtigen gelesen. Und gehasst. Mit entsprechenden Folgen: Es gibt wenig Zeitungen auf der Welt, die so viele Journalisten 'verloren' haben. Darunter z.B. auch Anna POLITKOWSKAJA. Sie wurde an PUTIN's Geburtstag im Jahr 2006 erschossen.
weiterlesenOnline am: 14.02.2011 | Aktualisiert am: 11.02.2016
Erst für die Stadtverwaltung des Moskauer Vorstadt Chimki tätig, dann die Seiten gewechselt und eine eigene Zeitung gegründet: die "Wahrheiten aus Chimki". Schnell geriet der ehemals staatstreue Journalist, der danach über Filz und Korruption schrieb, ins Visier der neuen Mächtigen. Er wurde bedroht, dann zum Krüppel zusammengeschlagen, konnte danach nicht mehr sprechen. Sein letztes Thema und Engagement: der Autobahnbau, der den Wald von Chimki frisst. Vom Krüppeldasein konnte sich BEKETOV nicht mehr erholen - er starb 2013 im Alter von 55 Jahren. Seine Arbeit wird aber weitergeführt.
weiterlesenOnline am: 01.10.2009 | Aktualisiert am: 02.12.2022
So nennt sich das Projekt. Es besteht aus drei Bausteinen. Darunter: eine Kooperation zwischen dem DokZentrum ansTageslicht.de und dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik. Anders gesagt: eine Kooperation zwischen Moskau und Berlin.
weiterlesenOnline am: 01.09.2012 | Aktualisiert am: 17.05.2022
Medien und Menschen verändern die Welt, so lautet das Credo des DokZentrums ansTageslicht.de. Deshalb bleibt auch in Russland nichts wie es ist. Änderungen gehen manchmal halbwegs schnell von Statten. Meistens dauert alles etwas länger. Prognosen stellen kann keiner. Aber beschreiben, was vor und hinter den Kulissen geschieht. Wir versuchen die Entwicklung der neuen Zivilgesellschaft in Russland abzubilden. Es sind russische Studenten, die das im DokZentrum machen.
weiterlesenOnline am: 19.05.2008 | Aktualisiert am: 19.04.2016
Sie hat wenig ausgelassen - schon zu Sowjetzeiten. Wollte immer und überall Land und Leute dokumentieren, sprich fotografieren. Sogar in den verseuchten und gesperrten Reaktor von Tschernobyl ist sie hineingekommen.
weiterlesenOnline am: 02.09.2016
Es gibt sie. Nicht so viele, aber immerhin. Sie bedienen spezifische Nischen. Oder sie wagen sich sogar weiter vor. Nicht nur die Nowaja Gaseta, Echo Moskwy oder Sowerschenno Sekretno. Das Land ist riesig. Und nicht so einfach überall von oben herab zu regieren. Wir portraitieren 26 Beispiele.
weiterlesenOnline am: 11.04.2017
Sport: die schönste Nebensache der Welt. So heißt es. Für viele ist Sport weit mehr: Ehrgeiz und Beruf(ung), Geld und Macht. Dies betrifft Sportler, Funktionäre und Politiker. Die Folgen in solchen Fällen: Betrug, Selbstbereicherung und Korruption. Oder auch Betrug und Doping. Um den Sport sauberer zu machen, bedarf es Whistleblower, Informanten und kritische Journalisten. Dies zeigen wir an Beispielen.
weiterlesenOnline am: 02.11.2022 | Aktualisiert am: 24.03.2024
Es begann in den 60er Jahren und war politisch gut gemeint. Und erfolgreich: Gas aus der damaligen Sowjetunion trotz des Kalten Krieges. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs wuchs das gegenseitige Geschäft. Als PUTIN an die Macht kommt, gibt er sich freundlich gegenüber dem Westen, führt aber Krieg im Osten: erst Tschetschenien und Georgien, dann die Krim. Jene, die vor einer Abhängigkeit des Westens warnen, finden kein Gehör: nicht bei Gerhard SCHRÖDER, nicht bei Angela MERKEL.
weiterlesenOnline am: 31.10.2022 | Aktualisiert am: 05.11.2022
Gazprom steht in Russland für Einnahmen für den Staatshaushalt. Und Reichtum. Allerdings nur für wenige. In Deutschland bedeutet Gazprom vor allem Abhängigkeit - Ergebnis einer gezielten und kontinuierlichen Lobbyarbeit. Das Rechercheteam "Correctiv" hat dieses Netzwerk geoutet. Wir leiten Sie von hier aus dorthin weiter.
weiterlesenOnline am: 01.11.2025 | Aktualisiert am: 03.11.2025
1983: Die Welt steht am Abgrund eines atomaren Kriegs. So wie schon einmal: 1962. Doch ein russischer Offizier in der Kommandozentrale der sowjetischen Satellitenüberwachung kann die Katastrophe 21 Jahre danach verhindern - obwohl die NATO gerade ihr erstes Großmannöver probt: den atomaren Angriff.
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