
Korruption ist eine Geißel der Menschheit:
Das ist weltweit und überall so. Egal, ob in Italien, wo 'König' Silvio BERLUSCONI Richter bestechen lässt, oder in Großbritannien, wo der 'Medienzar' Rupert MURDOCH Polizeibeamte von Scotland Yard 'schmieren' lässt, damit seine Reporter z.B. an geheime Daten von Parlamentsabgeordneten kommen. Korruption aber eben auch in Wladiwostok. Bzw. in der dortigen Region Primorje - über 9.000 Kilometer bzw. 7 Zeitzonen von Moskau entfernt:
Am Ende der Transsibirischen Eisenbahn und direkt am Meer gelegen ist die Stadt der ideale Standort, um Waren und Güter aus Korea oder China anzulanden und von dort in das große Russland weiter zu verfrachten. Weil die Region Primorje und ihre 'Landeshauptstadt' Wladiwostok bereits geografisch so weit weg vom russischen Machtzentrum in Moskau entfernt ist, ist die Region auch politisch, was die Machtstrukturen anbelangt, weit weg von Moskau.
Dies zeigen zwei Affären, die in einem gewissen Zusammenhang stehen:
Denn die Region und ihre große Stadt mit ihren rund 600.000 Einwohnern funktionieren anders: Ein engmaschiges Geflecht aus politischen Amts- und Funktionsträgern und dem so genannten 'privaten' Wirtschaftsleben kontrolliert fast alles, insbesondere das lukrative Schmuggelgeschäft mit Billigstware aus China, die in Russland dann teuer weiter verhökert werden kann - sofern die geltenden Zolltarife nicht zur Anwendung kommen. Wer die durchsetzen will, der kann nur stören ...
In der ausführlichen Chronologie aus Wladiwostok haben wir die relevanten Fakten zusammengetragen und die ganze Geschichte rekonstruiert.
Unter ABC der wichtigsten Akteure sind alle Namen zusammengestellt, die dabei eine dominante Rolle spielen.
Die Vorgänger-Story, die in einem gewissen Zusammenhang zu der hier präsentierten Geschichte des Zollbeamten steht, finden Sie unter Der Tri Kita Schmuggel- und Korruptionsskandal aus dem Jahre 2000.
Mit dem Problem der Korruption beschäftigen wir uns zwei Mal:
Die Geschichte, die hier im Mittelpunkt steht, wurde recherchiert und rekonstruiert im Rahmen des Kooperationsprojekts zwischen dem Freien Russisch-Deutschen Institut für Publizistik (FRDIP) an der Fakultät für Journalismus der Lomonosov-Universität Moskau und dem DokZentrum ansTageslicht.de in Hamburg (mehr dazu unter www.menschen-medien-demokratie.de). Der erste Arbeitsteil fand im Frühjahr in Moskau statt, die zweite intensivere Arbeitsphase im Juli 2011 in Berlin, und zwar in den Räumlichkeiten des öffentlich-rechtlichen Senders rbb - RUNDFUNK BERLIN-BRANDENBURG.
Wenn Sie diese Geschichte direkt aufrufen oder verlinken wollen, können Sie dies ganz einfach unter www.ansTageslicht.de/EB tun.
(JL)