Foto: Miquel PUJOL PALOL 1999: Herbicide spraying of rice field in L'Albufera (comarca Huerta de Valencia - València), 8 June 1999; CC BY SA 3.0

Pestizide, Parkinson und die deutsche "Arbeitsmedizin"

Die weltweite Umweltbewegung begann 1962 in den USA. Auslöser ein Buch: “Silent Spring” über den Zusammenhang zwischen Pestiziden und dem Sterben von Fischen und Vögeln. Es wurde heiß diskutiert, John F. KENNEDY versprach Abhilfe. Dazu kam es erst mal nicht (mehr). Private Initiativen brachten alles in Gang. Die Diskussion schwappte über nach Europa. Erste toxisch wirkende Pestizide wurden verboten.

Ein Zusammenhang zwischen Pflanzenschutzmitteln und dem Artensterben von Tieren und Natur wurde schnell akzeptiert - es war zu offensichtlich.

Anders bei der Frage, ob Pestizide Parkinson beim Menschen auslösen können. Frankreich hatte 2012 eine entsprechende Berufskrankheit eingeführt - es war zu offensichtlich.

In Deutschland lief es anders. Das staatseigene Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stritt alles ab. Auch gefragte Arbeitsmediziner stimmten in diesen Reigen mit ein.

Aber es kam anders. Allerdings erst spät. Seit 1. August 2026 gibt es jetzt - ganz grundsätzlich - eine solche Berufskrankheit: BK 1322.

Wir dokumentieren diese Entwicklung in zwei Kapiteln. Im ersten geht es um den langen Weg und die Hindernisse. Im zweiten präsentieren wir einen ausführlichen Artikel aus der “taz - die tageszeitung” aus dem Jahr 2025, der für einen “Wächterpreis” nominiert worden war. In ihm werden die Probleme mit dem Schicksal eines erkrankten Landwirts verwoben.

Diese Site lässt sich direkt aufrufen und verlinken unter www.ansTageslicht.de/Pestizide-Parkinson.


Parkinson: Der lange Weg zur Anerkennung als Berufskrankheit

Die weltweite Umweltbewegung begann 1962. In den USA. Auslöser ein Buch: "Silent Spring". KENNEDY versprach Abhilfe. Er wurde kurz darauf erschossen. Erst nach und nach gerieten Pestizide in die öffentliche Wahrnehmung ...

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Bauer sucht Entschädigung

In der Gesetzlichen Unfallversicherung sind es die Unternehmen bzw. Arbeitgeber, die die Beiträge für die Haftpflichtversicherung zahlen müssen. Bei den Bauern, die selbstständig sind, sind es die Bauern. Folglich wehrt sich der Bauernverband, wenn es um Entschädigung wegen Pestizide und anschließende Erkrankungen geht, wie die "taz - die tageszeitung" 2025 beschrieben hat.

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