
Geld wird zum Bezahlen des täglichen Lebens benötigt. Und um Investitionen zu finanzieren. Oder auch zum Sparen: Rücklagen für irgendwann später.
Die Geldmassen, die um den Erball schwappen, betragen inzwischen ein Vielfaches dessen, was überhaupt an Gütern und Dienstleistungen geschaffen und in Gestalt des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen werden kann. Solange diese (überflüssigen) Geldmassen nur in Computern gezählt werden und sich nur dort - in digitaler Zählung - vermehren, gehen davon für die reale Wirtschaft und unser Leben keine Probleme aus. Anders wenn sich das ändert.
Solange die Superreichen dieser Erde einen kleinen Teil ihres Vermögens in Luxusjachten stecken, die bis zu 1 ganzen Milliarde Euro kosten können, oder davon Gemälde berühmter Maler für mehrere Hunderte Millionen kaufen, tangiert uns das nicht.
Anders, wenn die Geldmassen in neue Luxusquartiere in den Städten investiert werden und dadurch das Preisniveau aller anderen Wohnungen, egal ob Eigentum oder Miete, mit in die Höhe treiben. Oder wenn solche Gelder in Klinik- und Medizinische Versorgungsunternehmen fließen, die dann nur noch Privatpatienten exklusiv versorgen. Spätestens dann trifft es jeden von uns.
Wir sind aber auch schon zuvor betroffen. Denn die Geldmassen entstehen nicht nur durch unternehmerische Tätigkeiten und/oder clevere Investments, die für “Kleine Leute” außerhalb jeglicher Reichweite sind, etwa durch eine Verlagerung des Wohnsitzes in eine Steuersparoase oder in die britische Hauptstadt London. Die Gelder kommen auch durch geschickte Steuersparstrategien zustande, die sich gewiefte Steuerkanzleien weltweit ausdenken. Manche gehen in ihren “kriminellen” (Finanzgericht Köln) Verhaltensweisen so weit, dass sie sich aus der Staatskasse gigantische Geldsummen haben auszahlen lassen: durch geschicktes Verwirrspiel mit Dividenden, Stichwort “Cum-Ex”.
Auf 20 bis 30 Billionen Euro schätzt die NGO “Tax Justice Network” die in Steuersparoasen geparkten bzw. versteckten Gelder. Das ist ungefähr 4 bis 5 mal so viel wie das gesamte Bruttoinlandprodukt in Deutschland (2025: 4,5 Billionen).
Steuern, die nicht gezahlt oder dem Finanzamt auf welche Weise auch immer vorenthalten werden, müssen dann von allen anderen ausgeglichen, sprich: mitgetragen werden.
Im schlechtesten Fall ist somit jeder auf zweifache Weise betroffen:
Inzwischen tut sich etwas. Jedenfalls ein (ganz) klein wenig. Nicht so sehr auf der politischen Ebene. Dort hakt es regelmäßig an vielen Ecken - die Politik ist vielfach mit dem Finanzsystem verbunden.
Vielmehr kommen entsprechende Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft, so genannten NGO's (Nicht-Regierungsorganisationen). Vereinzelt sind es aber auch Whistleblower, die den Mund aufmachen und sagen, was Sache ist. Wir haben die Geschichte von einigen dieser engagierten Menschen dokumentiert:
Dies sind NGO's, die sich für faire Verhältnisse einsetzen:
Und seit 2018 die deutsche NGO
Dort arbeitet seit 2025 auch die ehemalige Cum-Ex-Staatsanwältin Anne BRORHILKER, deren Wirken und erzwungenen Abgang bei der Staatsanwaltschaft Köln wir an anderer Stelle dokumentiert haben: Eine Demontage durch Staatsanwaltschaft und Politik.
Und es gibt weitere Initiativen, die alle ein- und dasselbe Ziel haben: Steuerliche Gerechtigkeit.
Hier geht es zum Überblick über alle bisherigen Geschichten und Themen dazu: www.ansTageslicht.de/Finanzsystem.