Nordbayerischer Kurier, 13.09.2002
Schwester Lucilla hatte bis zum Ende des Schuljahres 2001/2002 die Klasse 1 d der Grundschule Auerbach unterrichtet, Schwester Thekla die Klasse 4 c. Mitte April hatte bekanntlich das Kultusministerium den Gestellungsvertrag mit dem Orden gekündigt. Folge: Weder an der Grund- noch an der Hauptschule dürfen ab dem Schuljahr 2002/2003 Lehrkräfte aus den Reihen des Ordens unterrichten. Und deshalb mussten auch Schwester Lucilla und Schwester Thekla zusammen mit den Schwestern Birgit Hilbert, Ingrid Breitwieser und der Fachlehrerin Schwester Assumpta Wilhelm von der
Schule gehen.
Der Rektor der Auerbacher Grundschule, Georg Schelz, erinnert sich aber gerne an Schwester Lucilla Hauser und Schwester Thekla Hofer zurück. „Aus pädagogischer Sicht habe ich absolut nichts gegen die beiden Schwestern einzuwenden“, so Schelz gestern am KURIER-Telefon. Sie seien gleichermaßen bei Schülern, Eltern und im Kollegium geschätzt gewesen.
Bereits anlässlich der Verabschiedung der Ordensfrauen aus dem Schuldienst Ende Juli hatte Schelz gesagt: „Die Schulschwestern haben mit pädagogischem Geschick und großem Engagement Generationen von Kindern unserer Großgemeinde unterrichtet und sie auf ihr weiteres Leben vorbereitet.“
Schwester Lucilla Hauser kam im September 1996 aus dem oberfränkischen Höchstadt (wo die Schulschwestern von Unserer Lieben Frau auch an Kindergärten und der Volksschule vertreten sind) an die Grundschule Auerbach. Schwester Thekla Hofer kam bereits Anfang der neunziger Jahre als Lehramtsanwärterin nach Auerbach. Nach dem zweiten Staatsexamen war die Grundschule Auerbach ihre Stammschule. Beate Friedl, Vorsitzende des Elternbeirats, erklärte gegenüber dem KURIER, dass Schwester Lucilla und Schwester Thekla als Grundschullehrerinnen „sehr weltoffen“ gewesen seien und dass gegen diese beiden dem Elternbeirat keinerlei Vorwürfe vorgelegen hätten.