Hochmut kommt vor den Fall - so heißt es, stimmt aber nicht immer.
Ob diese Erfahrungsregel so funktioniert, hängt davon ab, wie wachsam und engagiert die Menschen und die Medien sind.
In der sibirischen Altai-Region war das so. Dort hat die Überheblichkeit von hohen Staatsbeamten immerhin 7 "VIP's" das Leben gekostet, darunter den Vertreter des russischen Präsidenten im Parlament, Alexander KOSOPKIN. Eine weitverbreitete VIP-Wilderei - abseits aller Gesetze und Regeln - endete in einem Hubschrauberabsturz.
Aus dem zunächst als "Unfall" gemeldeten Vorgang wurde indes schnell ein Skandal: "Altaigate" - in Anlehnung an den bekannten "Watergate"-Skandal.
Verwischte Spuren und zunächst lustlose Ermittlungen auf der einen Seite - Ärger, Wut und vor allem sichtbare Proteste über die Überheblichkeit der "Macht" auf der anderen Seite. Proteste, die über russlandweite Blogs und kleinere Demonstrationen in Moskau und in Südsibirien dem vermutlich alltäglichen Vorgang illegaler Wilderei zu einer größeren Wahrnehmung verholfen haben - als ein Zeichen der Gegenwehr: die Zivilgesellschaft gegen die "Macht".
