Der „Wächterpreis der Tagespresse“, der jährlich bis 2025 von der „Stiftung Freiheit der Presse“ ausgelobt wurde, wird seit 2026 vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger vergeben - zusammen mit dem Theodor-Wolff-Preis: www.wachterpreis.de.
Das DokZentrum ansTageslicht.de dokumentiert seit 2003 diese ‚ausgezeichneten‘ Geschichten: die Berichte, deren Entstehung, die ganze Geschichte von Anfang an in einer ausführlichen Chronologie aller Ereignisse sowie einem ABC der Akteure. Und einem Making-of, das die Preisträger selbst erstellen (müssen). Dazu weitere Hintergrundinformationen.
Alles nachzulesen unter www.ansTageslicht.de/Waechterpreisgeschichten
In diesem Kontext ist eine Auswertung entstanden, die die Ausgangspunkte der preisgekrönten Geschichten klassifiziert. Neben der journalistischen Ausgangssituation, dem Recherchetypus sowie den dadurch ausgelösten Folgen der Veröffentlichung aber auch danach, ob die Recherchen bzw. Geschichten eher zufällig begonnen haben (anonymes Paket) oder durch strategisches journalistisches Verhalten: z.B. durch Beobachten von Merkwürdigkeiten, Ungereimtheiten oder Widersprüchen (MUW) und der Neugier, genau diesen Dingen dann auch nachzugehen. Also danach, ob Zufall oder Strategie den Ausgangspunkt bilden.
In der folgenden Datei sind alle 36 ‚ausgezeichneten‘ Geschichten der Jahre 2003 bis 2013 genau danach analysiert (PDF-Datei):
Synopse_Zufall oder Strategie_WP2003-2014
Ergebnis:
In 25 Fällen war es journalistische Strategie (z.B. auch Hartnäckigkeit),
in 17 Fällen eher Zufall (z.B. Informant meldet sich), dass ein Thema ins Rollen kam.
In einigen Fällen auch beides, wenn den eigenen Aktionen „Kommissar Zufall“ zu Hilfe kommt.
Die synoptische Übersicht versteht sich auch als eine Mutmacher-Übersicht: zum Nachmachen!