www.wikileaks.org bzw. auch www.wikileaks.ch: Die Plattform, die im Jahr 2010 insgesamt 4 große ‚Scoups’ veröffentlicht hatte:
Die Plattform hat nicht ganz mehr die Bedeutung wie vormals. Aber: Nach wie vor werden ab und an Dokumente und Informationen hochgeladen, die man durchsuchen kann.
Im April 2015 hat WikiLeaks große Teile der SONY Pictures Entertainment online gestellt. Und dazu eine „Pressemitteilung“ herausgegeben. Hintergrund: Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und Nord-Korea. SONY wollte den satirische gemeinten Hollywood-Schinken „The Interview“ in die Kinos bringen: ein Komplott des USA gegen den nordkoreanischen Machthaber Kim JONG UN. Der wehrte sich u.a. mit drastischen Drohungen. Möglicherweise auch mit einem Hackerangriff auf den Hollywood-Player SONY: Hacker legten nicht nur Teile der SONY-Website lahm. Sondern kaperten auch Teile des Firmenarchivs.
Jetzt sind über 30.000 Dokumente und über 170.000 Emails für alle zu lesen: Wie SONY hinter den Kulissen Politik macht. Auf den Gebieten der Netzpolitik, Copyright-Fragen und Produktpiraterie, Handelsabkommen usw.
Ganz allgemein sind die auf WikiLeaks zugänglichen Daten auch nach Ländern sortiert. Dies ist der Deutschland betreffende Archivbestand im Fühjahr Sommer 2015: https://wikileaks.org/wiki/Category:Germany
www.cryptome.org. Initiator: John YOUNG, der seinerzeit auch Wikileaks bzw. Julian ASSANGE auf die Beine geholfen hatte. Das Leak-Archiv umfasst ca 55.000 Dokumente. Nach Wikileaks derzeit die zweitgrößte Veröffentlichungsplattform. Cryptome wurde im Oktober 2010 Opfer eines Cyber-Angriffs – die Technik ist nicht so unabhängig organisiert wie das bei Wikileaks der Fall war – so stehen zB die angemieteten Server alle in den USA. Bekannt wurde die Plattform u.a. wegen seiner Auseinandersetzungen mit der US-Regierung und Microsoft 2010: Cryptome hatte ein MS-Handbuch über die Weitergabe von Benutzerinformationen an die US-Regierung publiziert
Das was nach offizieller Institution klingt, ist genau das Gegenteil:ein digitales Archiv an der George-Washington-Universität, das u.a. mit Hilfe dea Freedom of Information Act Dokumente von der US-Regierung und US-Behörden sammelt, im Zweifel auch vor Gericht einklagt. Mit Erfolg. Es dürfte das inzwischen größte Digitalarchiv von US-Dokumenten sein, die sich auf alle Bereiche der US-Politik beziehen. Zum Beispiel lang geheim gehaltene Dokumente aus dem Vietnam-Krieg, etwa Fotos und Dokumente, die den Tonking-Golf-Zwischenfall von 1964 als inszenierter Aktion belegen, um gegen Vietnam offiziell Krieg führen zu können. Oder Informationen, die die aktive Verwicklung der USA in viele politische Vorgänge in Südamerika betreffen. Z.B. die aktive Einflussnahme auf den Putsch gegen Salvador ALLENDE 1973, als Henry KISSINGER Außenminister war.
Wichtiger von Bedeutung, insbesondere aus zeitgeschichtlicher Sicht, ist das finanziell und inhaltlich unabhängig geführte National Security Archiv an der George-Washington-Universität, das sich auf die Freiheit von Forschung und Lehre berufen kann: www2.gwu.edu/~nsarchiv: Das besteht bereits seit einigen Jahrzehnten und sammelt viele geheime Unterlagen aus den Bereichen Regierung, nationale Sicherheit. So wurden dort beispielsweise jene Dokumente erstmals publiziert, die die aktive Verwicklung der USA (v.a. NIXON-Berater Henry KISSINGER) in den Putsch gegen Salvador Allende 1973 belegen. Ebenso Fotos und Dokumente, die den Tonking-Golf-Zwischenfall von 1964 (Vietnamkrieg) als inszeniertes Manöver der USA ausweisen: die US-Regierung brauchte einen Vorwand, um im Kongress den ‚Krieg’ in Vietnam offiziell als ‚Krieg’ führen zu können.
Die wichtige Adresse: https://nsarchive.gwu.edu/
Alle ‘große’ Medienhäuser oder Rechercheplattformen, die entsprechende Geschichten veröffentlichen, haben eigene anonyme Briefkästen. Die findet man in der Regel auf deren Website, meist unter Kontakt oder übers Impressum.
Das Whistleblower-Netzwerk beispielsweise nimmt ebenfalls Hinweise in Empfang. Das Prozedere dort ist unter “Hinweise abgeben” und Kontakt erklärt.
Wenn Sie uns aus Sicherheitsgründen anonym ansprechen wollen, finden Sie Hinweise unter Wie Sie sicher mit uns kommunizieren können.
Viele sind entstanden, ebenso viele wieder verschwunden: solche, die Informationen jeglicher Art nach Sachgebieten veröffentlichen, andere, die sich auf bestimmte Länder beziehen.
Wir haben - derzeit - nicht die Kapazitäten, dies ständig zu beobachten und dann hier aufzulisten.
Wer uns (aktuelle) Hinweise geben möchte: sehr gerne. Email an redaktion[at]ansTageslicht.de, Betreff: Leaking